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Torsionsfestigkeit

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Torsionsfestigkeit

02.06.2010, 14:54 Uhr | McN

Eine Autokarosserie sieht von außen recht robust aus - aber wer sie einmal nach einem Unfall gesehen hat, weiß, wie schnell sich das Blech zusammenfaltet. Um einen Wagen, der täglich hohen Belastungen ausgesetzt ist, stabiler und sicherer zu machen, muss man die Torsionsfestigkeit erhöhen. Unter Torsion versteht man jene Kräfte, die auf die Karosserie einwirken und sie "verdrehen" können.

Wodurch entsteht Torsion?

Dies wird durch den Umstand ermöglicht, dass ein Autokorpus aus verschiedenen Teilen zusammengefügt wird, die unterschiedliche Festigkeiten und Gewichte haben. Diese können sich zum Beispiel beim schnellen Kurven fahren leicht gegeneinander verschieben und im schlimmsten Falle instabil werden. Auch die deutlich schlechtere Straßenqualität in anderen Ländern kann erhöhte Belastungen bedeuten, denen man Rechnung tragen muss. Um der Torsion entgegen zu wirken, baut man so genannte Domstreben ein.

Tuning am Auto

Die Torsionsfestigkeit eines Autos wird insbesondere dann wichtig, wenn man seinen Wagen tunt, zum Amateur-Rennwagen umbaut oder für Geländefahrten benutzen möchte. Das so genannte "Tuning" am Auto soll den Effekt haben, es rasanter und optisch ansprechender zu machen. Man legt breitere Reifen auf, ändert die Federung, montiert Spoiler an, legt die Karosserie tiefer oder benutzt andere Auspuffrohre. All dies hat Auswirkungen auf das Fahrverhalten eines Wagens. Da es einem in der Regel nicht nur um die Optik geht, sondern auch um eine sportlichere Fahrweise, muss man die Torsionsfestigkeit erhöhen.

Berücksichtigung der Torsion

Bei der Fertigung eines PKW wird nur eine Torsionsfestigkeit berücksichtigt, die dem normalen Fahrverhalten angepasst ist. Geländewagen oder Sportwagen sind mit höherer Torsionsfestigkeit ausgestattet, weil ihre Struktur im Gelände weitaus mehr belastet wird. Die beim Tuning häufig eingesetzte "Domstrebe" ist eine gebogene Stange, die man zwischen den beiden vorderen Federbeindomen im Motorraum anbringt. Sie stützt die Fahrzeuggeometrie gegen seitliche Verwindungen. Ihr Einsatz ist aber umstritten, da die Domstrebe die Belastungsmuster im gesamten Wagen verändern kann. Möglicherweise ermüdet das Material dann schneller.

Weitere Begriffe rund um das Auto finden Sie im Auto-Lexikon.

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