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Rotationskolbenlader: Höhere Leistung, höherer Preis

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Rotationskolbenlader: Höhere Leistung, höherer Preis

07.06.2010, 17:42 Uhr | hb

Der so genannte Rotationskolbenlader wurde vom deutschen Ingenieur Felix Wankel entworfen. Mit dem Begriff wird ein mechanischer Verdrängerlader in Verbrennungsmotoren beschrieben, der für eine Fremdaufladung des Motors sorgt. Dazu zählen unter anderem Vielzellenverdichter, Wankellader oder Rootsgebläse. Die Aufladung wird meistens dazu genutzt, die Leistung des Motors zu steigern sowie das Drehmoment zu erhöhen. Ziel ist es, bei gleichem Hubraum eine höhere Leistung zu erzielen.

Komplexe Konstruktion eines Rotationskolbenladers

Technisch ist ein Rotationskolbenlader eine innenachsige Drehkolbenmaschine. Dabei wird der Innenläufer, der Rotationskolben, angetrieben und dreht sich in einem Läuferverhältnis von 2:3 oder 3:4 exzentrisch zum Außenläufer. Durch diese gegenläufigen Drehungen wird ein möglichst großes Volumen verdichtet und anschließend verschoben. Synchronisiert werden Außen- und Innenläufer durch ein spezielles Getriebe, der Arbeitsraum ist vom Getrieberaum durch Kolbenringe abgedichtet. Vom Verbrennungsmotor führt ein Kettentrieb oder ein Riemen zum Lader, um diesen anzutreiben. Angekoppelt ist der Antrieb entweder über eine spezielle Kupplung oder direkt, wenn der Rotationskolbenlader im Dauerbetrieb laufen soll.

Rotationskolbenlader: Unterschiedliche Modelle für verschiedene Motorentypen

Grundsätzlich wird zwischen mechanischen Verdrängerladern (MVL) und mechanischen Kreiselladern (MKL) unterschieden. Während MVL in erster Linie bei kleinen und mittleren Auto-Motoren eingesetzt werden, sind MKL aufgrund der technischen Voraussetzungen auf mittlere bis große Otto- und Diesel-Motoren beschränkt.

Wichtige Vor- und Nachteile des Rotationskolbenladers

Für beide Varianten gilt, dass relativ wenig bewegliche Teile verwendet werden, damit ist der Lader ein vergleichsweise leichtes und vor allem zuverlässiges Bauteil. Durch den Massenausgleich entstehen darüber hinaus nur geringe Arbeitsverluste, der Lauf ist dadurch sehr ruhig. Gleichzeitig gibt es allerdings auch gewisse Nachteile. Zum einen sorgt er für ein größeres Bauvolumen, der Motor benötigt also mehr Platz. Zum anderen sind Rotationskolbenlader vor allem bei Kleinwagen nicht für die Serienproduktion geeignet, da die Herstellung sehr umständlich und damit teuer ist.

Weitere Begriffe rund um das Auto finden Sie im Auto-Lexikon.

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