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Syncro - Antrieb für vier Räder

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Syncro - Antrieb für vier Räder

07.06.2010, 18:01 Uhr | McN

Mit der Bezeichnung "Syncro" ist ein Allradantrieb bezeichnet, der in Fahrzeugen von Volkswagen eingesetzt wurde. Er wurde unter dem Markennamen "4Motion" weiter entwickelt. Allradantrieb war lange den Offroad-Fahrzeugen vorbehalten. Erst als die VW-Tochterfirma Audi ihre Quattro-Modelle im Rennsport etablieren konnte, wurden Allradantriebe auch in normalen Personenkraftwagen eingesetzt. Die Entwicklung des Syncro-Antriebes nahm direkten Bezug auf die Antriebs-Systeme, die Audi verwendet hatte.

Evolution des Syncro-Antriebes

Die erste Generation wurde noch mit Ketten betrieben und hatte Verteilerdifferentiale, die man nicht sperren konnte. Ohne Bodenhaftung von Kette oder Achse gab es keinen Antrieb. Bei der zweiten Generation Autos mit Syncro-Antrieb gab es schon manuell ein- und ausschaltbare Differentialsperren. Nun konnte man bei durchdrehenden Rädern besser anfahren. Gewisse Nachteile blieben allerdings zu verzeichnen. In der dritten Generation kombinierte man den Syncro-Antrieb daher mit einer Visco-Kupplung. Sie sorgte dafür, dass die Kraftübertragung zwischen den beiden Achsen bei normaler Fahrt und unterschiedlichen Belastungssituationen synchronisiert wurde. Man konnte diese Lösung auch nachträglich in einen Wagen mit normalem, einachsigem Antrieb einbauen.

Beerbung durch "4Motion"

Die Nachfolgegeneration des Vierrad-Antriebes bei VW und Audi war bereits nicht mehr mit der Bezeichnung "Syncro" benannt. Unter dem Markennamen "4Motion" gab es je nach Lage des Motors im Motorenraum zwei Prinzipien des Antriebes: Das Torsen-Differential bei längs liegendem Motor und die Haldex-Kupplung bei quer liegendem Motor. Das erstere wurde zunächst nur von Audi eingebaut. Das Torsen-Differential war ein Zentraldifferential, das den Antriebsmoment je zur Hälfte auf beide Achsen aufteilte. Man konnte aber bis zu drei Vierteln des Drehmomentes manuell auf die langsamer laufende Achse schalten. Die Haldex-Kupplung funktionierte ähnlich wie die Syncro-Kupplung, aber elektronisch betrieben.

Vorrangig mit Vorderradantrieb

Bei normaler Straßenlage und -fahrt wurde die Antriebskraft zu 90% auf die Vorderachse übertragen. Registrierte die Elektronik aber Veränderungen der Straßenlage, der Witterungsverhältnisse oder des Wagengewichts, konnte sie die Kraftverteilung anpassen und beispielsweise zu Gunsten eines 40:60 Verhältnisses abändern.

Weitere Begriffe rund um das Auto finden Sie im Auto-Lexikon.

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