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Die Plattform ist eine Basis im Automobilbau

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Die Plattform ist eine Basis im Automobilbau

16.06.2010, 11:30 Uhr | moon

Unter einer Plattform kann man im automobilen Bereich zwei Dinge verstehen: Zum einen werden gemeinsame Internet-Vermarktungsportale mit dem Begriff "Plattform" bezeichnet. Sie dienen der werblichen Nutzung und Optimierung von Verkaufsabläufen. Die zweite Begriffsverwendung bezieht sich auf die Bauweise von Autos.

Die Plattform bei Kraftfahrzeugen

Unter dem Begriff "Plattform" subsumiert man ein oder mehrere identische Bauteile, die in verschiedenen Wagenmodellen eines Herstellers verwendet werden. Sie bilden die technische Grundlage eines Autos. Die Karosserie und weitere Bauteile sind aber individuell und bestimmen die unterschiedliche Optik der Wagenmodelle.

Entwicklung der Plattform im Autobau

Bis zum Zweiten Weltkrieg setzte man die Karosserie direkt auf den Rahmen des Fahrgestells auf. Luxus-Fahrzeuge kleiner Hersteller wurden per Hand gefertigt. Mit der Produktion am Fließband wurden Neuerungen nötig. Man optimierte Handlungsabläufe für die Serienfertigung und setzte zunehmend standardisierte Bauteile für baugleiche Serien ein. Damit erhöhte sich die Produktivität. Die Herstellungskosten je Wagen sanken. Die Konzerne nutzten für verschiedene Autoserien baugleiche Plattformen. Was genau unter "Plattform" zu verstehen ist und welche Bauteile dazu gehören, ist von Konzern zu Konzern ganz unterschiedlich.

Die Bedeutung der Plattform im Wagenbau

Häufig unterscheiden sich Automobile nur in optischen Aspekten. Sie haben beispielsweise unterschiedliche Kühlergrills, Heckformen, Rücklichter oder Innenausstattungen, sind aber in vielem baugleich. Um kostengünstige Automobile zu produzieren, kam man auf die Idee, eine standardisierte Plattform zu entwickeln. Diese dient dem Bau unterschiedlicher Modelle einer oder mehrerer Serien eines Herstellers. Ist die Plattform unabhängig von Motor, Getriebe oder Radaufhängung, kann man diese problemloser austauschen.

Eine VW-Plattform, viele Modelle

VW baut beispielsweise verschiedene Wagen wie den New Beetle, den VW Bora, die Seat-Modelle Leon und Toledo, aber auch den Audi A3 und den Audi TT auf der Basis der Plattform eines Golf-Modells der vierten Generation. Auch andere Fahrzeugserien des Wolfsburger Autoherstellers basieren auf gemeinsamen Plattformen. Die Karosserie unterscheidet sich also voneinander, zahlreiche Bauteile sind aber identisch und bilden die Plattform. Auch für die Lizenzvergabe ist die Plattform von Bedeutung. Auslaufende Fahrzeugmodelle werden nämlich gelegentlich an Lizenznehmer verkauft, die sie dann unter eigenem Namen herstellen. Als Beispiel soll der Fiat Panda genannt werden, der als Seat Marbella weiterlebte. Auch der neue Hersteller konnte die alte Plattform nutzen, um das Auto zu bauen.

Weitere Begriffe rund um das Auto finden Sie im Auto-Lexikon.

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