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Westfalia Michelangelo: Wendiger Camper fürs große Fernweh

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Westfalia Michelangelo: Wendiger Camper für die Reise

19.10.2010, 14:31 Uhr | Heiko P. Wacker/mid, mid

Westfalia Michelangelo: Wendiger Camper fürs große Fernweh. Westfalia Michelangelo (Foto: Westfalia)

Westfalia Michelangelo (Foto: Westfalia)

Seit mehr als 50 Jahren genießt der Name Westfalia einen ausgezeichneten Ruf unter Fernwehsüchtigen. Dass der gute Name nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt auch der seit kurzem erhältliche Michelangelo. Er basiert auf dem Fiat Scudo und vereint den Komfort eines fein ausgestatteten Wohnmobils mit der Wendigkeit eines Vans. Der Allrounder startet bei 31.490 Euro.

Und schnittig wirkt er, der Michelangelo: Die gefällige Linienführung des Fiat Scudo setzt sich nahtlos im perfekt integrierten Aufstelldach fort. Erst in der Seitenansicht zeigen sich die Trennfugen. Zudem lässt sich der GFK-Aufbau optional auch mit einem elektrischen Glasschiebedach kombinieren.

Westfalia Michelangelo: Drei Varianten im Angebot

Angeboten wird der Michelangelo in den Varianten "Baseline" sowie als "Impuls" und "Classic". Dabei ersetzt bei den höherwertigen Varianten beispielsweise eine praktische Heckklappe die hintere Flügeltür und bietet bei Regen willkommenen Wetterschutz. Für den höheren Preis von 35.490 Euro erhält der Kunde jedoch noch eine ganze Reihe weiterer sinnvoller Extras. Beispielhaft seien hier der serienmäßige Beifahrerairbag genannt, die Lackierung des Aufstelldachs und vor allem die Motorisierung.

Höchstgeschwindigkeit bei 170 km/h

Drei Dieselmotoren stehen zur Wahl. Als Grundmotorisierung dient ein 1,6-Liter-Common Rail mit 90 PS. Darüber rangiert ein 120 PS starker 2,0-Liter-Diesel. Das Flaggschiff ist der große 2,0-Liter-Selbstzünder mit 136 PS, der serienmäßig einen Dieselpartikelfilter an Bord hat. Vor allem mit diesem Motor kann der Michelangelo seine Stärken ausspielen: Trotz eines Leergewichts von gut 2,3 Tonnen fährt, bremst und beschleunigt er auf Pkw-Niveau. Den Begriff "quirlig" auf den 5,14 Meter langen Wagen anzuwenden, ist kein Hochmut - immerhin handelt es sich um ein Campingmobil. Auch der Verbrauch geht mit knapp 8,0 Litern Diesel auf 100 Kilometern angesichts des Gewichts und einer Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h mehr als in Ordnung. Der Schleuderschutz ESP ist jedoch leider aufpreispflichtig und kostet 357 Euro für alle Varianten.

Im Inneren des Michelangelo findet man den traditionellen Westfalia-Grundriss. Das Konzept basiert auf einer linksseitig verbauten Möbelzeile mit Kühlbox, Zweiflammen-Gaskocher, Spüle und Schrank: serienmäßig finden vier Reisende Platz. Der zur Verfügung stehende Raum wird Intelligent genutzt: Unter dem Aufstelldach, das bei hoch gehängter Liegefläche Stehhöhe erlaubt, schläft man zu zweit sehr bequem.

Fummeliger Tisch

Bei kühleren Temperaturen wird das untere Klappbett genutzt oder die Standheizung aktiviert. Umgedrehte Vordersitze und ein an der Kochzeile eingehängter Tisch bieten eine kleine Tafel für vier Personen oder Raum zum Arbeiten. Allerdings lässt sich der Tisch nicht freistehend im Außenbereich verwenden. Zudem ist er etwas fummelig im dreiteilig zwischen Heckklappe und Rücksitzen zusammengefalteten Bett versteckt, auf dem zumeist noch die ein oder andere Tasche steht. Eingehängt blockiert der Tisch zudem die Besteckschublade. Dafür punktet der hochwertig verarbeitete Innenraum mit zahlreichen Leseleuchten und 12-Volt-Steckdosen.

Hohe Alltagstauglichkeit

In der Summe betrachtet muss man dem Michelangelo ein deutliches Lob aussprechen, bietet er doch die gewohnte Westfalia-Qualität zum Einstiegspreis. Daneben sorgen die kompakten Abmessungen des Wagens für echte Alltagstauglichkeit: Der exakt 1,99 Meter hohe Michelangelo passt in fast jede Tiefgarage und Waschanlage. Zudem lässt er sich mit seinen theoretisch möglichen sechs Einzelsitzen auch gut als Van nutzen. Aber so hatten es sich die Ingenieure in Rheda-Wiedenbrück ja auch gedacht.

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