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GTÜ testet Ladegeräte für Autobatterien

02.11.2010, 10:13 Uhr | GTÜ

Autobatterie: GTÜ testet Ladegeräte für Autobatterien. Batterie-Ladegeräte: Es gilt, einiges zu beachten (Foto: GTÜ)

Batterie-Ladegeräte: Es gilt, einiges zu beachten (Foto: GTÜ)

Kurzstreckenfahrten und Strom fressende Technik verkürzen die Lebensdauer von Autobatterien oft dramatisch. Dagegen hilft nur "intelligentes" Laden. Passende Elektronik gibt’s im Zubehörhandel. Die GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) hat acht aktuelle Batterielader getestet. Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim Kauf eines Ladegerätes achten sollten.

Importgerät ist Testsieger

Testsieger mit dem Prädikat "sehr empfehlenswert" wurde das CTEK Multi XS 4003 des schwedischen Herstellers CTEK, das im deutschsprachigen Raum von der Kunzer GmbH über zahlreiche Partner in Markenwerkstätten sowie im Zubehör- und Elektronikhandel vertrieben wird. Auf den nachfolgenden Plätzen gab’s noch viermal ein "empfehlenswert", zweimal ein "bedingt empfehlenswert" sowie ein "nicht empfehlenswert".

Viele Eigenschaften beeinflussen Lade-Qualität

Die Eigenschaften des Ladegerätes beeinflussen ganz wesentlich die Lebensdauer einer Batterie. Es geht um Punkte wie "Intelligenz" des Ladeverfahrens, Langzeitbetrieb mit pulsender Erhaltungsladung, die Wahl verschiedener Ladeschlussspannungen auch für solche Typen mit moderner Glasfaservlies-Technik (AGM), Ladbarkeit einer tief entladenen Batterie und die Möglichkeit der Ladung einer leeren Batterie auch bei schwankender Spannung aus dem Stromnetz.

Autos brauchen das Stromnetz

Kann ein Ladegerät eine Batterie wirklich schonend auf die vorgesehene Leistungsfähigkeit bringen - und zwar ohne dass sie dazu vom Bordnetz des Autos abgeklemmt werden muss? Denn moderne Autos vertragen es absolut nicht, wenn ihre Elektronik für längere Zeit ohne Stromversorgung bleibt. Schon an dieser Problematik scheiterte das einzige "lineare" Ladegerät im Test.

Nicht alle Geräte sind geeignet

Denn das EUFAB CBC 6 ist im Gegensatz zu allen anderen mehrstufigen, elektronisch geregelten Typen nicht in der Lage, die Ladespannung zu regeln. Zu gefährlich für die Autoelektronik, die Spannungsspitzen von mehr als 16 Volt unter Umständen nicht verträgt. Aber auch zu kritisch etwa für AGM-Akkus, weil der Verlauf des Ladestroms eine für diesen Batterietyp unverträglich hohe Amplitude zeigt.

Schwefelsäure staut sich auf

Können Ladegeräte bereits "angeschlagene" Batterien noch einmal zu voller Leistungsfähigkeit verhelfen? Stichwort Säureschichtung. Sie betrifft konventionelle wie auch moderne AGM-Starterbatterien. Bei Entladung des Akkus um mindestens 40 Prozent konzentriert sich zusehends mehr Schwefelsäure im unteren Teil der Batterie, während sich oben Wasser sammelt. Dadurch reduzieren sich Kapazität und Startfähigkeit einer Batterie dramatisch.

Kontrollierte Überladung ist eine Lösung

Um einem Akku auch unter solchen Umständen mit Hilfe des Ladegerätes wieder zuverlässig auf die Beine zu helfen, bedarf es einer kontrollierten Überladung, bei der die Batterie über vier Stunden auf knapp 16 Volt hochgeladen wird. Bei dieser "Rekonditionierung" vermischen sich Säure und Wasser wieder nahezu homogen und die Batterie kann erneut Energie bis zu ihrer Nennkapazität aufnehmen.

Für Zweitwagen interessant

Einziger Testkandidat, der diesen Wert erhaltenden Batterie-Auffrischungsmodus beherrschte, war das CTEK Multi XS 4003, das dafür volle Punktzahl in Sachen "Intelligenz" des Ladeverfahrens kassierte. Das CTEK ermöglichte auch als einziges Gerät einen schonenden Langzeitbetrieb mit pulsender Erhaltungsladung, wann immer die Spannung unter 12,8 Volt sinkt. Ein interessantes Feature besonders für Motorradfahrer und Oldtimerbesitzer, die ihre Schätzchen oft für längere Zeit einmotten.

Batteriepflege: Tipps und Tricks

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