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E 10: Umstrittener Super-Sprit E10 kommt erst im Februar

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Umstrittener Bio-Sprit E10 kommt erst im Februar

28.12.2010, 10:13 Uhr | AFP, dpa

E 10: Umstrittener Super-Sprit E10 kommt erst im Februar. Kraftstoff E10 kommt frühestens im Februar (Foto: dpa)

Kraftstoff E10 kommt frühestens im Februar (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Anfang 2011 sollte an Deutschlands Tankstellen der neue Biokraftstoff E10 eingeführt werden. Statt bisher fünf sind dem Benzin dann künftig zehn Prozent Bio-Ethanol beigemischt. Der neue Kraftstoff ist nicht unumstritten, denn rund zehn Prozent der Autos vertragen E10 nicht. Doch nun verzögert sich die Einführung von E10, wie der Mineralölwirtschaftsverband mitteilte.

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E10 erst ab Februar an den Zapfsäulen

Anstatt wie geplant zum 1. Januar werde das neue Gemisch "frühestens im Februar" an den Zapfsäulen erhältlich sein, sagte der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes, Klaus Picard, dem Bonner "General-Anzeiger". Marktführer Aral geht indes davon aus, dass seine 2500 Tankstellen ab Ende Januar für das Bioethanol-Gemisch ausgestattet werden, bei Shell soll dies "im Laufe des ersten Quartals" geschehen.

E10: Umstellung läuft erst seit Dezember

Grund für die Verzögerung sei laut Picard der hohe Aufwand für die Einführung von E10. Von der Umstellung auf den neuen Kraftstoff seien die Herstellung in den Raffinerien genauso betroffen wie die Lieferung durch Tankwagen und die Tankstellen selbst, die ihre Kassen und Preismasten dafür vorbereiten müssten. Erst sei dem Bundesratsbeschluss im Dezember könnten die Vorbereitungen konkret anlaufen. Mit der Einführung des Kraftstoffs setzt die Bundesregierung Vorgaben der EU zur Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes von Autos um.

E10: Für den Autofahrer könnte es teurer werden

Mehr Klimaschutz ist aber nicht zum Nulltarif zu haben: "Für den Autofahrer wird es auf jeden Fall teurer", sagte ein Sprecher des Mineralölkonzerns BP der Zeitung. Hintergrund sei, dass Bio-Ethanol derzeit 50 Prozent mehr als normaler Sprit koste, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Angaben aus der Mineralölbranche. Bei Shell heißt es vorsichtig, es könne "durch die erhöhte Bio-Beimischung möglicherweise zu leichten Preissteigerungen kommen".

Biokraftstoffhersteller: Höhere Preise nicht gerechtfertigt

Nach Einschätzung der Hersteller von Biokraftstoffen wären höhere Preise aber nicht gerechtfertigt. "Da Benzin bereits jetzt E5 enthält, also bis zu fünf Prozent Ethanol, ist die Steigerung auf zehn Prozent gering und kann keine höheren Preise begründen", sagte der Geschäftsführer des (VDB), Elmar Baumann. Neue technische Anlagen müssten auch nicht angeschafft werden, denn die Vorrichtungen zur Beimischung seien wegen E5 schon vorhanden. "Natürlich können die fünf großen Mineralölkonzerne die Preise für E10 anheben, dann aber nur, um höhere Gewinne einzufahren."

Selbst wenn der Kraftstoffpreis gleich bleibt, wird es für die Autofahrer auf jeden Fall teurer. Schließlich ist der Energiegehalt von Ethanol niedriger als der von Benzin, was den Spritdurst von Autos um zwei bis drei Prozent erhöhen dürfte.

Vier Millionen Autos vertragen E10 nicht

Für manche Fahrer dürfte aber der Preis nur eine untergeordnete Rolle spielen. Rund vier Millionen Fahrzeuge vertragen nach Angaben des Bundesumweltministeriums E10 nicht, weil er Bauteile angreift. Bei Fehlbetankung kann es zu Motorschäden kommen. Für diese Fahrzeuge soll es daher auch weiter den bisherigen Sprit mit fünf Prozent Bio-Anteil geben. Doch dieser Kraftstoff könnte künftig teurer als das neue E10 sein.

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