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E10: Mehrverbrauch von höchstens zwei Prozent

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E10: Mehrverbrauch von höchstens zwei Prozent

23.02.2011, 16:01 Uhr | ots, t-online.de

Die "Autobild" berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe über Versuchsfahrten mit dem neuen Ottokraftstoff E10. Demnach soll der Benzinverbrauch durch E10 um bis zu fünf Prozent steigen. Aus technischen Gründen können diese Verbrauchsunterschiede jedoch nicht durch die Verwendung von E10 verursacht worden sein. Das vermeldet der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft.

Mehrverbrauch bei E10 rührt von anderen Ursachen

Ein Mehrverbrauch von 5 Prozent gegenüber Super ist laut der Meldung durch den niedrigeren Energiegehalt von E10 nicht erklärbar. Vermutlich sind unterschiedliche Bedingungen bei den Versuchsfahrten, etwa Abweichungen in der Fahrweise oder vom Bioethanolgehalt unabhängige Kraftstoffunterschiede, der Grund der festgestellten Verbrauchsunterschiede.

Mehrverbrauch bei E10 höchstens 1,9 Prozent

Das zu E10 beigemischte Bioethanol hat zwar einen niedrigeren Energiegehalt als Benzin. Einen erheblichen Mehrverbrauch bewirkt E10 jedoch nicht, wie wissenschaftliche Studien belegen: "Wegen des maximal um 1,9 Prozent geringeren Energiegehaltes von E10 gegenüber herkömmlichem Super sind die fünf Prozent Mehrverbrauch, von denen "Autobild" berichtet, ausgeschlossen. Allenfalls möglich sind maximal 1,9 Prozent Mehrverbrauch", erklärt Prof. Dr. Bernhard Geringer von der TU Wien. Prof. Geringer betont außerdem, dass aussagekräftige Verbrauchswerte nicht mit einfachen Versuchsfahrten ermittelt werden können. Dafür seien wissenschaftlich klar definierte Messmethoden notwendig.

Energiesteuer für Kraftstoffe

Um unterschiedliche Energiegehalte bei Kraftstoffen auszugleichen, regt die deutsche Bioethanolwirtschaft eine Umstellung der Kraftstoffsteuer an: "Die Höhe der Kraftstoffsteuer sollte sich nach dem Energiegehalt richten, anstatt wie bislang nur nach dem Volumen. Nur so können steuerliche Ungerechtigkeiten wegen unterschiedlicher Energiegehalte vermieden werden", so Dietrich Klein, Geschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft.

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