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E10: Jeder schiebt sich gegenseitig die Schuld zu

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E10: Jeder schiebt sich gegenseitig die Schuld zu

07.03.2011, 09:11 Uhr | dpa, AFP, dapd

E10: Jeder schiebt sich gegenseitig die Schuld zu. E10: jeder schiebt sich gegenseitig die Schuld zu (Foto: dpa)

E10: jeder schiebt sich gegenseitig die Schuld zu (Foto: dpa)

Keine Ende des Streites um E10 in Sicht: Trotz des Boykotts vieler Autofahrer beharrt CDU-Umweltminister Norbert Röttgen auf Einführung des Sprits E10. Röttgen sagte der "Saarbrücker Zeitung": "Fast alle Autos vertragen das neue Benzin und wir haben dafür gesorgt, dass die rund sieben Prozent älteren Modelle, die es nicht vertragen, unbefristet weiter das alte E5 tanken können." Koalitionspartner FDP und Opposition halten dagegen.

E10: Röttgen halt daran fest

Röttgen halte die Nutzung von Biokraftstoffen nach wie vor für die richtige Strategie. "Auch im Sinne der deutschen Autofahrer, die umweltbewusst sind, langfristig stabile Benzinpreise wollen, sowie gute Produkte für hochwertige, leistungsstarke Motoren." Zugleich betonte der Minister, dass es keinen Zwang gebe, an den Tankstellen E10 anzubieten. Auch könne der Verbraucher selbst entscheiden, ob er von dem Angebot Gebrauch mache.

FDP für Verschiebung von E10

Nach Ansicht des FDP-Verkehrspolitikers Patrick Döring müssen die Verbraucher bei Thema E10 zunächst "Klarheit und Sicherheit bekommen". Er sprach sich im Berliner "Tagesspiegel" deshalb dafür aus, die Einführung des Kraftstoffs um einige Monate zu verschieben. Dann würden die Menschen den neuen Kraftstoff auch kaufen. "Auf ein paar Monate mehr oder weniger" komme es beim Verkaufsstart des mit zehn Prozent Ethanol aus Weizen, Zuckerrüben und Mais versetzten Biosprits nicht an, argumentierte Döring.

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Grüne: "E10-Konzept der Bundesregierung gescheitert"

Die Grünen forderten Röttgen auf, Konsequenzen zu ziehen: "Es geht nicht nur um eine katastrophale Informationspanne der Bundesregierung, sondern es geht auch darum, dass das E10-Konzept der Bundesregierung gescheitert ist", sagte Grünen-Parteichef Cem Özdemir der "Rheinischen Post". Er bedauerte, dass der nötige Beitrag des Verkehrs zum Klimaschutz nun ausfalle. E10 sei eine unausgegorene Antwort gewesen.

Ölwirtschaft: "Niemand darf bestraft werden"

Die Mineralölwirtschaft fordert indes die Abschaffung der Strafzahlung bei Nichterfüllung der Bio-Quote. "Niemand darf dafür bestraft werden, dass Autos kein E10 vertragen und deshalb die Bio-Quote einfach nicht erfüllt werden kann", sagte Klaus Picard, Chef des Mineralölwirtschaftsverbandes, der "Bild"-Zeitung.

Selbst Experten uneinig beim Thema E10

Nach einem vielbeachteten Interview des Leiters der BMW-Mechanikentwicklung zur Verträglichkeit des neuen Sprits stellte der bayrische Autobauer am Sonntagabend klar: "BMW unterstützt die Einführung von E10-Superkraftstoff in Deutschland." An den technischen Bewertungen, die während des Gesetzgebungsverfahren für Europa und Deutschland getroffen wurden, habe sich nichts geändert, teilte BMW-Sprecher Bernhard Ederer mit. Die "Welt am Sonntag" hatte Thomas Brüner mit dem Verdacht zitiert, dass Motoren durch E10 stärker als bisher bekannt in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Daher könne es sein, dass Ölwechselintervalle verkürzt werden müssten.

BMW rudert zurück

"Die Aussagen von Herrn Brüner zum Thema E10-Verwendung für BMW-Fahrzeuge bezogen sich ausdrücklich nicht auf Länder mit Kraftstoffqualitäten wie die in der EU verwendeten, sondern auf Länder mit deutlich minderwertigen Kraftstoffqualitäten", zitierte Ederer Klaus Draeger, Entwicklungsvorstand der BMW Group.

ADAC: KBA soll Halter anschreiben

Der ADAC ist gegen einen Stopp des umstrittenen Biosprits E10. "Wenn wir alle gemeinsam jetzt die nötigen Schritte tun, müssen wir keinen Rückzieher machen", sagte der Leiter des ADAC Technikzentrums, Reinhard Kolke. Stattdessen solle das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) allen Besitzern von Benzinern verbindlich mitteilen, ob ihr Auto den neuen Kraftstoff vertrage.

ADAC: Sorge vor Umweltschäden unbegründet

Pauschale Warnungen vor der Unverträglichkeit des neuen, mit zehn Prozent Bioethanol versetzten Benzins wies er zurück. Da würden "die wildesten Geschichten erzählt", was "einfach nicht seriös" sei, sagte der Experte. Die Sorge der Autofahrer vor Motorschäden sei unbegründet, sofern der Hersteller ihres Fahrzeug nicht explizit vor einer Unverträglichkeit warne.

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