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E10: Shell will Versicherung gegen Motorschäden anbieten

29.03.2011, 15:43 Uhr | Auto-Reporter.Net, AFP

Der Mineralölkonzern Shell will bundesweit eine Versicherung gegen mögliche Schäden durch den umstrittenen Biosprit E10 anbieten. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, sollen alle Kunden, die mindestens 30 Liter Biosprit bei Shell getankt haben, die kostenlose Versicherung der Deutschen Familienversicherung (DFV) abschließen können.

Shell-Versicherung gegen Schäden durch E10

Davor oder spätestens innerhalb von drei Tagen nach dem Tanken müssen sich die Kunden online unter www.shell.de/e10-versicherung registrieren. Voraussetzung ist zudem, dass die Erstzulassung des Fahrzeugs nicht vor 1996 liegt und der Hersteller eine Unbedenklichkeitserklärung gegenüber E10 abgegeben hat. Bestätigt ein Sachverständiger dennoch einen Folgeschaden durch E10, werden die Reparaturkosten voll übernommen. Die Versicherungslaufzeit beträgt 18 Monate.

Was passiert im Fall eines Motorschadens?

Vermutet der Versicherungsnehmer einen Schaden am versicherten Fahrzeug aufgrund der E10-Betankung, ist dieser über das Registrierungsportal der Versicherung mitzuteilen. Liegt eine Registrierung des Autos vor und hat der Kunde überwiegend Shell-Kraftstoffe getankt, erhält er nach Prüfung des Sachverhalts eine Anleitung, wie der Schadenfall abgewickelt wird. Ein unabhängiger Sachverständiger der DEKRA wird auf Kosten der DFV hinzugezogen. Bestätigt dieser den E10-Schaden, erhält der Kunde von der DFV eine Deckungszusage. Reicht der Kunde dann aber keine Rechnung einer autorisierten Werkstatt ein, hat er Anspruch auf die voraussichtlichen Reparaturkosten nach Urteil des Sachverständigen.

Auto 
Shell wirbt mit Versicherung

Mineralölkonzern will Unsicherheit der Verbraucher beim Biosprit E10 angehen. zum Video

Total will wegen mangelnder Biosprit-Nachfrage wieder mehr Super produzieren

Die mangelnde Nachfrage nach dem neuen E10-Kraftstoff hat den Total-Konzern zu einer Umstellung seiner Produktion in der Raffinerie Leuna veranlasst. "Wir passen uns dem aktuellen Verbraucherverhalten an", sagte ein Total-Sprecher dem Berliner "Tagesspiegel". Es werde nun wieder mehr Super-Kraftstoff produziert.

E10 bleibt weiter im Programm

Wegen der Nachfragesituation an den Tankstellen sei eine "kostenintensive Anpassung von Raffinerien, Lagerkapazitäten und Belegung der Tanks" an den Total-Stationen notwendig. Das Unternehmen werde aber weiter E10 anbieten.

Umstrittener Biokraftstoff

E10 ist umstritten, weil einige Motoren die höhere Ethanolbeimischung nicht vertragen. Viele Autofahrer scheuen sich daher, den neuen Kraftstoff zu tanken und weichen stattdessen auf das teurere Super Plus aus, das nur fünf Prozent Ethanol enthält.

Ökologischer Nutzen strittig

Allerdings ist auch der ökologische Effekt des sogenannten Biosprits umstritten. Umweltschützer befürchten einen Verdrängungseffekt zu Lasten des Anbaus von Lebensmitteln und eine Zerstörung von Wäldern und anderen Naturräumen.

Deutsche Autohersteller: 99 Prozent können E10 "ohne Bedenken" tanken

Derweil gibt der Verband deutscher Autohersteller (VDA) eine Verträglichkeitsgarantie: So könne die "weit überwiegende Mehrheit der Autofahrer in Deutschland E10 ohne Bedenken" tanken. Das wären etwa 99 Prozent aller Benzin-Autos deutscher Hersteller. Für Ausnahmen und Verträglichkeit gilt nach wie vor die Liste des DAT. Alle rechtlichen Ansprüche des Verbrauchers hinsichtlich der E10-Verträglichkeit sollen mit dieser Erklärung gedeckt sein.

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