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GTÜ testet neun Auto-Polituren

11.08.2011, 15:57 Uhr | auto-medienportal.net

GTÜ testet neun Auto-Polituren. GTÜ: Politur-Test 2011 (Foto: GTÜ) (Quelle: Hersteller)

GTÜ: Politur-Test 2011 (Foto: GTÜ) (Quelle: Hersteller)

Wer sein Auto so richtig auf Hochglanz bringen will, greift gern zu Polituren. Aber leisten die auch, was sie versprechen? Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) hat zusammen mit dem Autoclub Europa (ACE) neun Produkte getestet und mit aufwändiger Messtechnik die Unterschiede bewertet. Testsieger wurde mit knappem Vorsprung A1 Speed Polish von Dr. Wack. Aber: Die Wirkung aller Polituren lässt zu wünschen übrig.

Polituren-Test: Mühevolle Handarbeit

Die GTÜ-Prüfer kontrollierten neben der mühelosen Anwendung, wie gründlich die Polituren den Lack reinigen und ob sie wirklich neuen Glanz bringen. Testobjekt war ein 190er Mercedes-Benz in nur wenig verwittertem Blau-schwarz-metallic mit zeitgemäßer Klarlacküberdeckung. Getestet wurde unter verschärften Bedingungen, nämlich so wie die Polituren auch vom Endverbraucher angewendet werden.

Poliermaschinen nur für Profis

Das bedeutet mehr oder weniger mühevolle Handarbeit, denn die Arbeit mit den prinzipiell sehr wirkungsvollen Poliermaschinen sollte den Profis überlassen bleiben, rät die GTÜ. Zu groß die Gefahr, den Lack dabei mehr zu beschädigen als ihm zu neuem Glanz zu verhelfen.

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Viel Arbeit, wenig Ertrag

Entsprechend hoch waren die Abschläge bei der Verarbeitung von Hand: Die Polituren erreichten in den Wirkungsprüfungen kaum mehr als 50 Prozent der Maximalpunktzahl. Immerhin wurde der Politurerfolg aber sichtbar und ließ sich auch physikalisch nachweisen.

Spezielles Messgerät verwendet

Dazu verwendeten die GTÜ-Tester ein spezielles optisches Messgerät, das Glanzgrad und Glanzschleier auf Lacken bestimmen kann. Der Glanzgrad ist eine Maßzahl dafür, wie stark ein einfallender Lichtstrahl vom Lack reflektiert wird. Der Glanzschleier ist als Streulicht definiert, das in geringer Intensität nahe der Hauptreflexion des Lichtstrahls diffus erscheint. Je weniger Streulicht gemessen wird, desto effizienter hat die Politur gewirkt.

Preiswert glänzt auch gut

Entscheidende Punkte sammelten die Bestplatzierten Dr. Wack und Sonax beim Auspolieren, das bei diesen beiden Produkten vergleichsweise mühelos zu erledigen war. Wer kräftiger zupacken mag, ist nach Einschätzung der Prüfer auch mit dem Preis-Leistungssieger in diesem Vergleich gut bedient: Das RS 1000 lieferte Bestwerte in der Wirkungsprüfung und war zugleich die mit Abstand preiswerteste Politur im Test.

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