22.03.2012, 10:33 Uhr | Patrick Schäfer, t-online.de
Ein Alfa mit Automatik - zur sportlichen Marke passt das für Traditionalisten nur bedingt, gerade bei einem kompakten Modell. Gehörte eine etwas hakelige Schaltung nicht immer dazu? Alfa Romeo bietet die Giulietta deshalb nun mit einem von Fiat entwickelten Doppelkupplungsgetriebe an. Wir haben sie getestet.
Den italienischen Kompakten gibt es vorerst nur in den starken 170-PS-Versionen mit dem neuen Doppelkupplungsgetriebe TCT. Der Fahrspaß soll hier im Vordergrund stehen - bei einer fein im Hintergrund arbeitenden Technik. 1800 Euro Aufpreis kosten die TCT-Modelle jeweils.
Und der Spaß stellt sich schnell ein. Vor allem die Benzin-Version 1,4 TB 16V MultiAir harmoniert prächtig mit dem TCT - was übrigens für Twin Clutch Technology steht. Die Gangwechsel gehen schnell und nahezu unbemerkt vonstatten, nur am Drehzahlmesser lässt sich die neue Fahrstufe erkennen.
Wer eine Sporteinstellung vermisst - die Giulietta ist mit einem sogenannten DNA-Schalter ausgestattet (bei BMW heißt das "Fahrerlebnisschalter"). Stellt man diesen auf "d" wie dynamic, werden die Gänge bis in den roten Bereich ausgedreht. Mit wunderschönem Klang schiebt sich der Kompakte in 7,7 Sekunden von null auf Tempo 100 (Handschaltung: 7,8 Sekunden).
Wirklich schneller ist man also nicht mit dem TCT, auch wenn es sich so anfühlt. Vor allem beim Diesel: Die 350 Newtonmeter des 2,0 JTDM 16V zerren ordentlich am Getriebe, hier gelingen die Gangwechsel nicht so sanft wie beim Benziner. Vor allem im dynamic-Modus wirkt die Giulietta mit dem 170-PS-Selbstzünder rabiat, laut und etwas ruppig.
Optional gibt es auch Schaltpaddles am Lenkrad. Ganz leicht kann der Fahrer also den Automatik-Modus verlassen, um kurvige Bergstraßen per Fingertipp zu erobern. Im Display wird dann auch der jeweils eingelegte Gang angezeigt. Aufpreis für diesen Fahrspaß: 115 Euro.
Motor | PS | Nm | 0-100 km/h | V-Max | Verbrauch / CO2 | Preis ab |
1,4 TB 16V | 170 | 250 | 7,7 s | 218 km/h | 5,2 l / 121 g | 26.000 € |
2,0 JTDM 16V | 170 | 350 | 7,9 s | 218 km/h | 4,5 l / 119 g | 28.900 € |
Die Konkurrenz von VW baut sein DSG schon lange mit sieben Stufen, die herkömmliche Wandlerautomatik gibt es bald mit neun und gar zehn Stufen, warum gibt es das TCT nur mit sechs Fahrgängen? Die Erklärung ist einfach: Die Fiat-Ingenieure haben das Doppelkupplungsgetriebe aus der normalen Handschaltung heraus entwickelt. Das spart nicht nur Produktionskosten, sondern vereinfacht auch die Technik. Leicht ist die neue Automatik noch dazu: Mit 81 Kilogramm ist sie nicht mal 15 Kilogramm schwerer als die Handschaltung.
Möglich macht das die Trockenschmierung, die zudem besonders gut mit der Start-Stopp-Automatik harmonieren soll. Effizienz lautet das Stichwort: Das Auto legt immer die richtige Fahrstufe ein und spart Nerven und Kraftstoff - der MultiAir-Benziner schluckt auf dem Datenblatt 0,6 Liter weniger als die Version mit Handschaltung.
Alfa Romeo geht davon aus, dass in Deutschland in Zukunft etwa die Hälfte aller Giuliettas mit TCT geordert werden. Und die Palette soll ausgebaut werden - auch die kleineren Versionen und vor allem das Topmodell Quadrifoglio Verde mit dem 235-PS-Benziner sollen in den Genuss des Doppelkupplungsgetriebes kommen.
22.03.2012, 10:33 Uhr | Patrick Schäfer, t-online.de
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