15.01.2013, 12:58 Uhr | t-online.de, mid
Organische Leuchtdioden - kurz OLED - werden in Zukunft an Autos Verwendung finden. Wie das aussehen könnte, zeigte Audi auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. So werden zum Beispiel neuartige Scheinwerfer, Blinker und Rückleuchten (im Bild) vorgestellt.
Seit vielen Jahren ist Audi eine führende Marke in der Lichttechnologie - derzeit sind in vielen Modellen LED-Scheinwerfer erhältlich. Auch beim Thema OLED sind die Ingolstädter vorne dabei und zeigen nun eine Studie. Das Material wird sehr dünn auf eine extrem plane Oberfläche, etwa hochpoliertes Displayglas, aufgetragen. Wenn man nun eine elektrische Spannung anlegt, geben die Moleküle Photonen ab und die Fläche leuchtet auf. Die Lichtverteilung ist dabei sehr homogen und sehr energieeffizient.
Laut Audi soll das Außenlichtdesign in OLED-Technik intelligent sein. Das bedeutet, es kann auf den Fahrer reagieren, wenn er auf sein Auto zugeht. So könnte es sich mit ihm bewegen und ihm die wichtigen Fahrzeugkonturen oder den Türgriff anzeigen. Wenn der Fahrer einsteigt, wird die OLED-Beleuchtung im Innenraum aktiv. Zudem zeigte Audi mit dem digitalen Innenspiegel des R18 e-tron quattro eine Anwendung für AMOLED (active matrix organic light emitting diode). Im Cockpit des Hochleistungssportwagens ersetzt ein Kamera-Monitor-System den optischen Innenspiegel.
Dem Lichthersteller Osram war zuvor ein wichtiger Schritt in Richtung automobiltauglicher organischer Leuchtdioden gelungen. Das Unternehmen hatte erstmals eine OLED entwickelt, die im Labor-Langzeitversuch Temperaturen von bis zu 85 Grad Celsius über mehrere hundert Stunden standhalten. Temperaturbeständigkeit ist die größte Herausforderung, um die neuartigen, flächigen Lichtquellen beim Auto zum Einsatz zu bringen.
OLED sind Flächenstrahler und die meisten Lichtanwendungen im Auto - insbesondere die, bei denen es um das "gesehen werden" geht, wie Blinker, Heckleuchten oder Innenbeleuchtung - erfordern Flächenlicht. Konkrete Designs hat Osram bereits in Zusammenarbeit mit "UnternehmerTUM", dem Innovations- und Gründungszentrum der Technischen Universität München, erarbeitet.
Um autotauglich zu sein, muss die OLED gemäß den Anforderungen der Hersteller mindestens die getesteten Temperaturspitzen von 85 Grad Celsius standhalten. Mit der Einführung erster OLED-Produkte für Beleuchtungsanwendungen vor knapp drei Jahren war dies maximal für zwei bis drei Stunden der Fall. Mit der Rekord-OLED hat Osram diesen Wert verhundertfacht - eine weitere Verzehnfachung wird erste Einsatzmöglichkeiten im Automobil eröffnen.
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