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Auslandsfahrverbot: Gilt das auch in Deutschland?

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Auslandsfahrverbot: Gilt das auch in Deutschland?

16.08.2012, 10:32 Uhr | dpa-tmn

Auslandsfahrverbot: Gilt das auch in Deutschland?. Bei Regelverstößen ist der Führerschein schnell weg (Quelle: imago)

Bei Regelverstößen ist der Führerschein schnell weg (Quelle: imago)

Die Urlaubssaison neigt sich dem Ende entgegen. Und für den einen oder anderen Fahrer dürfte der Auslandsaufenthalt unliebsame Konsequenzen mit sich bringen - etwa dann, wenn dort ein Fahrverbot verhängt und der Führerschein einkassiert wurde. Doch gilt das Fahrverbot auch in Deutschland?

Führerscheinentzug nur durch deutsche Behörde

Alkohol, Rasen, Geisterfahrt oder grobe Missachtung der Verkehrsregeln führen auch im Ausland zum Entzug der Fahrerlaubnis. Das hat für das Inland zunächst keine Konsequenzen: Grundsätzlich gilt, dass die deutsche Fahrerlaubnis nur von einer inländischen Verkehrsbehörde entzogen werden kann.

Bußgelder drohen

Wer im Ausland seinen Führerschein abgeben musste, hat bei Fahrten hierzulande zunächst einmal das Problem, dass er schlichtweg nicht alle nötigen Papiere mit sich führen kann, was aber gesetzlich vorgeschrieben ist. Bei einer Kontrolle werden bei fehlenden Papieren schnell Bußgelder fällig.

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Unabhängig vom Bußgeld drohen mitunter weitaus gravierendere Konsequenzen. In Österreich oder Spanien darf die Polizei laut TÜV Nord immerhin einen in Deutschland ausgestellten Führerschein nicht komplett entziehen, sondern nur vorübergehend einbehalten und damit ein Fahrverbot für das Land erteilen.

Behörde darf MPU anordnen

Das einbehaltene Dokument muss sie anschließend an die zuständige Ausstellungsbehörde in Deutschland schicken. In Deutschland kann der Verkehrssünder seinen Führerschein dann wieder ausgehändigt bekommen. Doch durch den Vorgang erfahren die Behörden vom Vergehen des Fahrers. Und so ist die Rückgabe des Führerscheins keineswegs selbstverständlich.

Grundsätzlich dürfen die deutschen Behörden auf Basis der Informationen von Kollegen aus dem Ausland eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) anordnen. Bis die bestanden ist - so lange bleibt die "Pappe" eingezogen und es gilt ein Fahrverbot. Die MPU sollten die Fahrer dabei nicht unterschätzen. Laut einer aktuellen Statistik der Bundesanstalt für Straßenwesen (BaSt) fallen beim sogenannten "Idiotentest" mehr als ein Drittel durch.

 
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