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Auto-Ratgeber: Fahrtipps für den Winter

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Fahrtipps für den Winter  

Fahrtipps für den Winter: Schaukeln statt schaufeln

07.11.2013, 15:06 Uhr | dpa

Auto-Ratgeber: Fahrtipps für den Winter. Glatte Straßen: Viele fahren falsch (Quelle: imago)

Glatte Straßen: Viele fahren falsch (Quelle: imago)

Manchmal geht im Winter auf der Straße nichts mehr: Spiegelglatte Straßen, eingeschneite Parklücken oder dichtes Schneetreiben. Da kommen auch routinierte Autofahrer an ihre Grenzen. Wir helfen Ihnen, mit ein paar Fahrtipps gut durch den Winter zu kommen.

Wenn im Winter das Lenken plötzlich ganz leicht geht, ist das für Autofahrer der Super-Gau. Die Reifen gleiten über Eis, der Fahrer hat keine Kontrolle mehr. Winterreifen geben zwar grundsätzlich ein gutes Gefühl, aber sie allein reichen nicht, um in der kalten Jahreszeit sicher unterwegs zu sein.

Richtig bremsen

Da kommt es vor allem darauf an richtig zu bremsen: "Auf keinen Fall die Stotterbremse", warnt Gerhard von Bressensdorf, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände in Berlin. "Das ist ein veralteter Tipp." Wer kein ABS habe, solle auf glatter Straße besser durchgängig, aber gefühlvoll bremsen.

Laut Hubert Paulus vom ADAC in München dürfen Fahrer in Autos mit ABS in einer Notsituation auch bei Glätte ruhig voll auf die Bremse gehen. Der Brems-Assistent kümmere sich darum, dass der Fahrer weiterhin lenken könne. "Aber bei dem Geräusch nicht erschrecken." Wer das ABS-Bremsen nicht kenne, übe es am besten zu Beginn des Winters auf einem Parkplatz, rät Paulus.

Gefühlvoll Gasgeben

Auch beim Beschleunigen gilt es einiges zu beachten: Drehen beim Gasgeben die Reifen durch, greift bei neueren Autos der Schleuderschutz ESP. Eine gelbe Leuchte weise darauf hin, wenn das System einschreitet, erklärt Paulus. "Das zeigt, dass ich zu viel Gas gebe." ESP bremst das Rad, das durchdreht.

Bei Autos ohne die Technik sollten Fahrer Gas wegnehmen, sobald sie spüren, dass die Räder nicht mehr greifen, rät von Bressensdorf. Ob mit oder ohne Schleuderschutz, beim Beschleunigen empfiehlt der Fahrlehrer: "Zwischen Gaspedal und Fuß muss man sich ein rohes Ei vorstellen. So gefühlvoll muss man Gas geben."

Parken: Schaukeln hilft weiter

Mit Gefühl kann man im Winter auch schwierige Situationen beim Parken meistern: Ist der Wagen in der zugeschneiten Parklücke festgefroren, muss der Fahrer ihn nicht unbedingt mühsam freischaufeln. Rausschaukeln heißt das Zauberwort. Dabei sollte der Fahrer mit dem Wagen ein kleines Stück nach vorne rollen, um nach einigen Zentimetern schnell in den Rückwärtsgang zu schalten und ein Stück nach hinten zu fahren. Das wiederholt er so lange, bis das Schaukeln ihm genug Schwung gibt, um den Widerstand zu überrollen. Das gehe aber nur, wenn der Platz ausreicht, warnt von Bressensdorf.

Paulus zieht die Fußmatten-Methode vor: Die Matten aus dem Auto kommen auf beiden Seiten unter die Antriebsräder. Von Bressensdorf warnt dabei allerdings, dass die Matten auf glattem Boden beim Gas geben nach hinten geschleudert werden könnten. Auf keinen Fall dürfe sich der Beifahrer zum Festhalten auf die Matte stellen. "Den kann die Wucht unter Umständen umreißen."

Schneeketten: nicht schneller als 50 fahren

Bei extremen Straßenverhältnissen und auf Fahrten in den Bergen helfen zuweilen nur noch Schneeketten. Sie funktionieren so ähnlich wie die Stollen unter Fußballschuhen. Die Kette grabe sich in den Schnee ein und erhöhe dadurch den Rollwiderstand des Reifens, erklärt Rainer Hillgärtner vom Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart. Der Reifen rutscht auf Schnee nicht so leicht weg.

Allerdings darf der Fahrer laut Straßenverkehrsordnung (StVO) nicht schneller als 50 km/h fahren. "Wenn Sie zu schnell fahren, kann sich durch die Fliehkräfte die Kette vom Reifen lösen und zum Beispiel den Radkasten beschädigen." Außerdem dürfe die Kette nur aufgezogen sein, wenn die Straße vollständig mit Schnee bedeckt ist. Hat sie Kontakt zur Straße, schadet das Asphalt und Kette.

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