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Das Ende der Zündkerze: Corona-Zündung soll Sprit sparen

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Wird die Zündkerze bald abgelöst?

09.11.2012, 09:35 Uhr | mid

Das Ende der Zündkerze: Corona-Zündung soll Sprit sparen. Neuartige Zündmethode soll bis zu zehn Prozent Kraftstoff sparen (Quelle: Hersteller)

Neuartige Zündmethode soll bis zu zehn Prozent Kraftstoff sparen (Quelle: Hersteller)

Seit knapp über 100 Jahren gibt es die Zündkerze. Die Technik ist bewährt, stößt allerdings an ihre Grenzen, wenn es um spritsparende Benzinmotoren der Zukunft geht. Doch die Industrie arbeitet intensiv an Lösungen, welche die herkömmliche Zündkerze in naher Zukunft ersetzen könnten.

Die klassischen Zündkerzen schaffen es bald nicht mehr, die supermageren Gemische mit wenigen Kraftstofftröpfchen sicher zu entzünden. Die Folge wären Zündaussetzer bis hin zum völligen Motorstillstand. Aber genau diese Gemische braucht man, um in Zukunft den Verbrauch weiter zu senken.

Versuche mit über 10.000 Grad heißem Plasma

Zur Lösung des Problems haben Forscher bereits Versuche mit Laserstrahlen angestellt, in deren Brennpunkt ein Plasma mit über 10.000 Grad entsteht. Dabei geht vom Plasmakern eine Druckwelle aus, die zusammen mit der hohen Temperatur das Magergemisch entzündet.

Doch das System hat auch seine Tücken. Die IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr, die schon an der Entwicklung eines Einliterautos von VW mitgewirkt hat, arbeitet zusammen mit der Zulieferindustrie an einem System, das ohne die schwer beherrschbaren Laser auskommt.

Corona-Zündung statt Zündkerze

Sie legen statt dessen eine hohe elektrische Spannung an den Brennrauminhalt, unter deren Wirkung so genannte "Ionisations-Kanäle" mit ebenfalls hoher Zünd-Energie entstehen. Zum Entzünden der gesamten Brennraumfüllung reicht ein einzelner solcher Zündpunkt aber nicht aus, weshalb ein Kranz von Zünd-Herden nötig ist, der als Corona-Zündung bezeichnet wird.

Zusammen gelingt es den Zünd-Herden, das ganze umgebende Mager-Gemisch zu entflammen und den Brennrauminhalt so völlig durchbrennen zu lassen. Dank dieser optimalen Verbrennung kann der Kraftstoffverbrauch laut Angaben der IAV um bis zu zehn Prozent sinken.

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