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Neue Reisemobile 2013: Das sind die neuen Trends

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Reisemobile 2013  

Das sind die neuen Trends

27.06.2013, 18:00 Uhr | dpa-tmn

Neue Reisemobile 2013: Das sind die neuen Trends. Reisemobile 2013 (Quelle: Hersteller)

Reisemobile 2013 (Quelle: Hersteller)

Die Welt der Wohnmobile entwickelt sich mit der Zeit immer mehr zu einem Zweiklassensegment. Auf der einen Seite steht die finanziell unabhängige Kundschaft, die gerne mal für ein rollendes Zuhause einen bis zu sechsstelligen Betrag hinblättert. Und auf der anderen Seite die junge Generation, die mit einem modernen aber günstigen Wohnmobil unterwegs sein möchte. Die Wohnmobilhersteller haben in diesem Jahr für jeden etwas im Angebot.

Wohnmobile 2013: Führerschein Klasse B erlaubt 3,5 Tonnen

Bis zu 3,5 Tonnen schwer darf ein Reisemobil sein, wenn der Fahrer mit dem neuen EU-Führerschein der Klasse B am Steuer sitzt. Mit dem alten Führerschein der Klasse 3 waren aber 7,5 Tonnen erlaubt.

Das ist ein deutlicher Unterschied, zumal bei einem voll ausgestatteten Reisemobil mit Schlafplätzen, Küchenzeile und Nasszelle schnell ein paar Tonnen zusammenkommen. Die Hersteller müssen daher in der Klasse der Kompakten und Teilintegrierten den Spagat zwischen guter Ausstattung und geringem Gesamtgewicht schaffen.

Bei der Bauweise wird Gewicht gespart

"Gewichtsersparnis geht vor allem über zwei Parameter: Material und Größe", so Martin Vogt vom Fachmagazin "Reisemobil International". Weil leichtere Baustoffe wie Faserverbundstoffe aber in der Regel teuer sind, gehen die Hersteller dazu über, bei der Bauweise Gewicht einzusparen.

Carthago bringt mit dem C-tourer I 138 lightweight ein integriertes Reisemobil mit nur rund 2,84 Tonnen Gewicht an den Start. Noch leichter mit nur 2,8 Tonnen ist das Modell C-Compactline (ab 67.990 Euro), bei dem die Fahrzeugbreite um 15 Zentimeter auf 2,12 Meter reduziert wurde.

Bürstner Viseo mit schlanker Taille

Ebenfalls auf eine schlanke Taille achtet Bürstner beim neuen Viseo, dessen Breite auf 2,20 Meter reduziert wurde. Vor allem "jung gebliebene Senioren" will der Hersteller mit dem Modell ansprechen. Auf 6,90 Metern bietet er dafür unter anderem eine voll ausgestattete Küche, Einzelbetten und ein GfK-Dach serienmäßig. Die Preise für den Kompakten auf Fiat-Ducato-Basis beginnen bei 62.370 Euro.

Hersteller feilen an der Aerodynamik

Ein geringeres Gewicht wirkt sich positiv auf den Spritverbrauch aus. Um den zusätzlich zu senken, feilen viele Hersteller zusätzlich an der Aerodynamik. Adria etwa hat mit dem Teilintegrierten Coral ein sehr flaches Fahrzeug gebaut, bei dem die Höhe von 2,70 auf 2,58 Meter reduziert wurde. Die Preise starten bei rund 53.000 Euro.

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Einsparmöglichkeiten auch im Innenraum

Auch der Innenraum bietet Einsparmöglichkeiten. LMC etwa sieht einen Trend von der Voll- zur Halbdinette, sprich zu einer kompakten Sitzgruppe. Statt der klassischen L-Form gibt es beim SL 672 G (ab 50.200 Euro) nur zwei gegenüberliegende Bänke. Das spart Fahrzeuglänge und damit Gewicht.

Dieses Ziel verfolgt auch der Hobby Siesta Sport A55 GS mit Alkoven. Das 5,64 Meter kurze Reisemobil ist so konzipiert, dass am Heck eine Haltevorrichtung für Sportgeräte montiert werden kann. Er ist ab rund 43.000 Euro zu haben. Den Gelbeutel seiner Kunden will auch Dethleffs mit der neuen Baureihe Trend schonen, die für Einsteiger gedacht ist und einen Teilintegrierten auf Fiat Ducato-Basis für knapp 42.000 Euro umfasst.

Smartphone hält Einzug

Längs angeordnete Einzelbetten bleiben auch 2013 die bevorzugte Variante bei den klassischen Reisemobilen. Daneben punkten viele Modelle mit einem Raumbad und voll ausgestatteten Küchen. Und immer stärker hält das Smartphone Einzug: "Etliche Hersteller bieten mittlerweile Docking-Funktionen wie USB-Ports an, da gibt es einige Trends, die vom Pkw-Markt herüber schwappen", erklärt Martin Vogt.

Kastenwagen sind wieder im Trend

Abseits der Diskussion um Gewichtslimits und Führerscheinklassen gibt es aber noch eine andere Entwicklung: Der Kastenwagen ist wieder gefragt. Was früher der Bully war, sind heute der VW T5 und artverwandte Ausbauten. Sowohl erfahrene Reisemobilisten, denen ihr klassisches Fahrzeug zu groß ist, als auch Jüngere, die einen T5 vielleicht auch als Alltagsfahrzeug nutzen, interessierten sich für diese Modelle.

Modellreihe HymerCar mit Freizeitorientierung

Ein Beispiel hierfür ist die Modellreihe HymerCar, die auf dem Fiat Ducato und neuerdings auch auf dem VW T5 aufgebaut ist. "Das sind Fahrzeuge mit einem freizeitorientierten Grundriss, von außen sehr dezent und damit kaum als Reisemobil zu erkennen", meint Vogt. Durch variable Stauraumkonzepte lassen sich zudem Sport- und Freizeitgeräte vom Tauchequipment bis zum Fahrrad transportieren. Die Einstiegspreise liegen bei 43.000 Euro.

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