03.07.2013, 11:58 Uhr | t-online.de, mid
Der Strom wird über ein Magnetfeld zwischen zwei Spulen ins Elektroauto übertragen (Quelle: Fraunhofer Institut)
Miese Reichweite, umständliche Batterie-Technik und teuer - die Liste der Nachteile der umweltfreundlichen Elektroautos ist lang. Doch Forscher arbeiten emsig an der Weiterentwicklung. Eine wichtiger Baustein ist die Ladetechnik per Induktion, wie man es von der elektrischen Zahnbürste kennt. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg haben nun ein besonders effizientes System entwickelt.
Die Energieübertragung an die Fahrzeugbatterie erfolgt kontaktlos über ein Magnetfeld zwischen zwei Spulen. Eine stationäre Spule befindet sich dabei in der Straße oder dem Parkplatz, während die zweite, mobile Spule in den Fahrzeugboden integriert ist. Durch die hohen Taktfrequenzen des neuen Systems vom Fraunhofer-Institut wird der mechanische Aufbau der Komponenten sehr kompakt und deutlich leichter als bei konventionellen Geräten.
Das Ladesystem arbeitet durchgehend in zweit Richtungen und kann sowohl Strom aus dem Netz ins Fahrzeug übertragen, als auch den zwischengespeicherten Strom aus der Fahrzeugbatterie ins Netz zurückspeisen.
Eine Kabelverbindung zwischen Ladestelle und Elektrofahrzeug ist nicht mehr notwendig. Die ersten Prototypen des Ladesystems erweisen sich laut Angaben des ISE als effizient: Sie erzielten angeblich einen Wirkungsgrad für die induktive Übertragungsstrecke von 97,4 Prozent bei einem Spulenabstand von 13 Zentimeter. Die übertragbare Leistung beträgt bis zu 22 kW.
Damit ist es möglich, eine übliche Elektrofahrzeugbatterie in weniger als einer Stunde auf 80 Prozent ihrer Nennkapazität zu laden. "Das kabellose Laden von Elektrofahrzeugen erhöht nicht nur den Komfort für den Nutzer, sondern ermöglicht auch eine effiziente und vom Nutzer unabhängige Verbindung des Fahrzeugs mit dem Stromnetz", erklärt Stefan Reichert vom Fraunhofer ISE.
Unabhängig vom Fraunhofer Institut arbeiten weltweit auch andere Institutionen und Unternehmen an Ladesystem ohne Kabel. Inzwischen sind die ersten Systeme auf dem Markt. Bosch bietet in den USA gemeinsamt mit dem Partner Evatran einen Nachrüstsatz für das induktive Laden von Elektroautos an.
Mit Hilfe eines Adapters können die Wagen am heimischen Parkplatz aufgeladen werden. Das soll genauso lange dauern wie mit dem Kabel. Bosch bietet die Technik bislang nur für den den Nissan Leaf und dem Chevrolet Volt zum Preis von rund 3000 US-Dollar. Dazu kommen allerdings noch Kosten für Nachrüstung der heimischen Garage.
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