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Autonomes Fahren: So weit ist die Technik

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Autonomes Fahren  

Wird das selbstfahrende Auto schon bald Realität?

20.09.2013, 15:52 Uhr | mfu mit Material von Reuters und dpa, t-online.de

Autonomes Fahren: So weit ist die Technik. Das Forschungsauto Mercedes S 500 Intelligent Drive meisterte seine eigenständige Fahrt über rund 100 Kilometer ohne Zutun eines Fahrers. (Quelle: Hersteller)

Das Forschungsauto Mercedes S 500 Intelligent Drive meisterte seine eigenständige Fahrt über rund 100 Kilometer ohne Zutun eines Fahrers. (Quelle: Hersteller)

Einer der wichtigsten Zukunftstrends der Autobranche ist das selbstfahrende Auto. Hersteller und Zulieferer stecken Milliarden in die Entwicklung. Auf der IAA 2013 konnten die Besucher einige Ergebnisse der Forschung hautnah miterleben. Doch wann geht das selbstfahrende Auto in Serie?

Gegenwärtig überbieten sich die Hersteller geradezu mit optimistischen Ankündigungen: Nissan plant bis 2020 einen Wagen der komplett computergesteuert fahren kann. Der Optimismus der Branche ist durchaus verständlich.

Spektakulärer Test mit S-Klasse

So hat der US-Internetkonzern Google in den USA bereits zahlreiche Fahrzeuge zu selbstfahrenden Autos umgebaut, die mit einem radarähnlichen Aufbau durch die Straßen Kaliforniens und Nevadas kurven. Kurz vor der IAA legte ein Mercedes-Testfahrzeug eine rund 100 Kilometer lange Strecke über Land von Mannheim nach Pforzheim völlig autonom zurück - und das sogar im Stadtverkehr.

Das waren die Highlights der IAA 2013

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Forschung liefert eindrucksvolle Resultate

Doch auch wenn die Forschung zuletzt eindrucksvolle Ergebnisse lieferte, werden sich die Fahrer auch in den kommenden Jahren nicht einfach in ein Auto reinsetzen und das Fahren in jeder Situation dem Autopiloten überlassen können.

Bosch-Chef warnt vor Hype

So weit ist die Technik noch nicht, wie die Hersteller trotz des Hypes um die Technik einräumen: Der Chef der Zulieferers Bosch, Volkmar Denner warnte in einem Interview im "Handelsblatt" sogar vor allzu großer Euphorie: "Bis das automatisierte Fahren serienreif ist, wird es zu einer Phase der Ernüchterung kommen".

Bosch plant erweiterten Parkassistenten

Was die Autobauer und Zulieferer schon in naher Zukunft ermöglichen, kann sich aber durchaus sehen lassen. Bosch kündigte für das Jahr 2015 einen erweiterten Parkassistenten an. Auf Knopfdruck, beispielsweise mit einer App, steuert der Wagen automatisch in eine Parkgarage oder Parkbox, ohne das der Fahrer dafür im Auto sitzen muss.

Branche setzt auf schrittweise Einführung

Die Branche setzt dabei auf eine schrittweise Einführung der Technik. "Die Fahrer sollen sich an den Einsatz immer ausgefeilterer Fahrassistenten gewöhnen" erläutert Vincent Charles vom Continental gegenüber t-online.de.

Teilautomatisierte Systeme sollen bis 2016 kommen

Schon jetzt gibt es zahlreiche Assistenten die dem Fahrer helfen, wie etwa Abstandshalter und Spurhalteassistenen. Nun beschreitet die Branche die nächste Stufe zur Teilautomatisierung: Continental will bis 2016 teilautomatisierte Systeme für den Autobahnverkehr anbieten. Diese entlasten den Fahrer im Stop & Go Betrieb bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h. Bereits bei diesem teilautomatisierten System muss der Fahrer die Hände nicht mehr zwangsläufig am Lenkrad lassen.

Hochautomatisiertes Fahren bis 2020 möglich

2020 will Continental hochautomatisierten Fahren auf der Autobahn ermöglichen, dass auch bei höheren Geschwindigkeiten funktionieren soll. Der wesentliche Unterschied im Vergleich zur Teilautomatisierung ist, dass der Fahrer den Verkehr nicht mehr überwachen muss und sich anderen Aufgaben widmen kann.

Vollautomatisches Fahren auf der Autobahn soll 2025 möglich sein

Doch sowohl bei teil- als auch hochautomatisierten Systemen muss der Fahrer jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen können. Bei vollautomatisierten Systemen ist selbst das nicht mehr erforderlich. Continental plant für das Jahr 2025 einen derartigen Assistenten, der vollautomatische Fahren auf der Autobahn bis zu einer Geschwindigkeit von 130 km/h ermöglichen soll.

Automatisierung im Stadtverkehr erst später

Im wuseligen Stadtverkehr ist die Automatisierung wesentlich komplizierter. Erst für 2025 strebt der Zulieferer dafür eine teilautomatisierte Lösung an. Ob und wann es zu einer Einführung von vollautomatischen System im Stadtverkehr kommt, ist für Continental noch nicht absehbar.

Rechtliche Hürden auf dem Weg zum autonomen Auto

Dabei gilt es auch noch einige rechtliche Hürden zu überwinden: Im Moment ist in der EU vorgeschrieben, dass der Fahrer jederzeit die Kontrolle über sein Fahrzeug haben muss. Noch ist auch nicht geklärt, wer im Fall eines Unfalls haftet. Auch gilt es das Vertrauen der Fahrer zu gewinnen, um die Akzeptanz zu steigern: "Der Fahrer muss in die Systeme und in die Ausfallsicherheit zu hundert Prozent vertrauen können", erklärt Vincent Charles.

Studie zeigt Interesse an Autopiloten

Immerhin sind die Deutschen durchaus für die Segnungen der neuen Technik empfänglich, wie eine aktuelle Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zeigt. Mehr als vier von zehn Befragten können sich vorstellen, dem Autopiloten das Steuer zu überlassen. Wenn sie in Notsituationen zudem noch selbst eingreifen könnten, erhöht sich dieser Wert sogar auf 66 Prozent.

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