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ADAC fordert besseren Schutz gegen Tacho-Betrug

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Schutz vor Tacho-Betrug könnte besser sein

28.10.2013, 13:52 Uhr | t-online.de

ADAC fordert besseren Schutz gegen Tacho-Betrug. ADAC: Schutz vor Tacho-Betrug könnte besser sein (Quelle: dpa)

ADAC: Schutz vor Tacho-Betrug könnte besser sein (Quelle: dpa)

Durch den Verzicht auf die neueste Sicherheitstechnik tragen Automobil-Hersteller dazu bei, dass windige Dienstleister den Tacho-Stand von Gebrauchtwagen mit überschaubarem Aufwand manipulieren können. Laut ADAC entsteht dadurch jedes Jahr ein volkswirtschaftlicher Schaden von sechs Milliarden Euro.

Autoindustrie macht es Tacho-Tricksern zu leicht

Automobilhersteller unternehmen seit Jahren zu wenig gegen Tacho-Betrug, obwohl es problemlos möglich wäre, ihre Fahrzeuge wirksamer zu schützen. Mehr noch: Viele Autos sind bereits ab Werk für Manipulationen "vorbereitet", da die im Einsatz befindliche Elektronik nur unzureichend abgesicherte Software-Funktionen beinhaltet und demzufolge keinen adäquaten Schutz bietet. Das ermöglicht es den "Tacho-Tricksern" vielfach erst, mit frei erhältlichen Manipulationsgeräten den Kilometerstand eines Autos einfach und schnell zu verändern.

Universität Magdeburg bestätigt Sicherheitslücken

Wissenschaftler der Arbeitsgruppe "Multimedia and Security" der Universität Magdeburg haben im Rahmen einer Studie die Fahrzeug-Elektronik eines Audi Q7, einer Mercedes E-Klasse und eines VW Passat untersucht. Die Forscher fanden dabei heraus, dass es in der Elektronik mangelhaft geschützte Software-Funktionen gibt, die von den Betrügern später für ihre Manipulationen genutzt werden.


Sicherheitstechnik bereits verbaut aber nicht aktiv

Laut ADAC hätten es "Tacho-Trickser" deutlich schwerer, wenn Autoproduzenten und Zulieferer aktuelle Sicherheitstechnik einsetzen würden. Besonders erstaunlich: entsprechende Technologien wie SHE (Secure Hardware Extension) oder HSM (Hardware Secure Modules) sind bereits heute teilweise in den Steuergeräten der Fahrzeuge vorhanden, aber nicht aktiviert.

Hersteller löschen die Kilometer von Testfahrten

Ein Grund für die mangelnde Sicherung des Kilometerzählers könnte sein, dass gelegentlich erforderliche Werks-Probefahrten der Hersteller vor der Fahrzeugauslieferung "gelöscht" werden, um dem Kunden ein "ungefahrenes" Neufahrzeug übergeben zu können. Weitere Praxistests des ADAC haben zudem ergeben, dass sich neben den in der Studie untersuchten Fahrzeugen auch bei vielen weiteren Modellen der Kilometerstand in Sekundenschnelle und ohne Ausbau des Tachos manipulieren lässt. Das Sicherheitsproblem ist also herstellerübergreifend.

Höhere Sicherheit für nur einen Euro pro Auto

Laut Polizei beläuft sich der volkswirtschaftliche Schaden durch Tachomanipulation auf etwa sechs Milliarden Euro pro Jahr. Dem gegenüber würde es nur etwa drei Millionen Euro kosten, um die drei Millionen jährlich in Deutschland verkauften Neuwagen wirksam gegen Betrug zu schützen. Pro Auto bedeutet dies etwa einen Euro Aufpreis.

Neue Methoden zur Zustandserfassung in Arbeit

Bisher wurde der Wert eines Gebrauchtwagens vor allem anhand von Alter und Laufleistung geschätzt. Im Zuge der Digitalisierung mit immer komplexeren Bordsystemen sollen diese Ansatzpunkte durch bessere Beurteilungskriterien ersetzt werden. Die Universität Magdeburg arbeitet deshalb in einem mehrjährigen Projekt an Methoden, mit denen sich der Zustand moderner Autos zuverlässiger bestimmen lässt.

Auto 
Tacho-Betrug: sechs Milliarden Euro Schaden

Der ADAC fordert höhere Manipulationssicherheit. zum Video

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