Startseite
Sie sind hier: Home > Auto > Technik & Service >

Auto-Technik: Neues System erkennt verdeckte Hindernisse

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Fußgängerschutz  

So wird das Handy zum Lebensretter

28.01.2014, 16:04 Uhr | t-online.de, dpa-tmn

Auto-Technik: Neues System erkennt verdeckte Hindernisse. Ein neues Sicherheitssystem soll Fußgänger und Fahrradfahrer vor Unfällen schützen. (Quelle: Hersteller)

Ein neues Sicherheitssystem soll Fußgänger und Fahrradfahrer vor Unfällen schützen. (Quelle: Hersteller)

Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Fahrerassistenzsysteme im Auto Fußgänger und Fahrradfahrer orten können - selbst dann, wenn sie durch große Hindernisse verdeckt werden. Dabei können Mobiltelefone eine entscheidende Rolle spielen.

Handy wird zum Transponder

Die Forscher beschreiben den Nutzen der neuen Technik anhand einer typischen Situation im Straßenverkehr: Ein Auto fährt mit Tempo 30 durch ein Wohngebiet. Rechts stehen parkende Fahrzeuge am Straßenrand. Plötzlich taucht hinter einem großen Anhänger ein Fußgänger auf.

Dank des neuen Verfahrens kann der Wagen rechtzeitig stoppen. Eine Voraussetzung ist aber, dass der Fußgänger einen Transponder bei sich hat. Diese Aufgabe können auch Mobiltelefone übernehmen. Ein Transponder ist ein Funksender und -empfänger, der auf bestimmte Signale antwortet.

Auto-Technik 
Sind die Autos der Zukunft vollautomatisiert?

Schon in einigen Jahren sind Autopiloten denkbar. zum Video

Neues System kann Bewegungsverhalten voraussagen

In diesem Fall antwortet der Transponder auf das besondere Ortungssystem in dem sich nähernden Auto. Für die Entwicklung dieses Systems hatten die Forscher um Professor Erwin Biebl ein Problem zu bewältigen: Um andere Verkehrsteilnehmer wirksam vor Unfällen schützen zu können, muss das Ortungssystem deren Bewegungsverhalten voraussagen. Die Technik muss also erahnen, dass zum Beispiel ein Fußgänger plötzlich zwischen zwei parkenden Autos auf die Straße treten wird.

Dazu entwickelten die Wissenschaftler ein Verfahren zur Bewegungsabschätzung, das die Bewegungsbahn des Transponders voraus berechnet. Für die blitzschnelle Reaktion realisierten die Forscher ein Messverfahren, das die Entfernung innerhalb weniger Mikrosekunden auf wenige Zentimeter genau bestimmt.

Neues System ist aktuellem Notbremssystemen überlegen

Mit dem "kooperativen Transponder" soll es gelingen, eine Notbremsung auszulösen, noch bevor ein Fußgänger die Straße betritt. Das kann entweder der Fahrer nach einer entsprechenden Warnung machen oder aber ein Notbremsassistent.

Damit wäre das neue System den gegenwärtig angebotenen Notbremsassistenten überlegen. Auf verdeckte Hindernisse zu reagieren ist mit diesen nicht möglich, betonen die Forscher. Diese Assistenten greifen erst dann ein, wenn die Sensoren des Autos den Fußgänger erfassen, beziehungsweise wenn dieser die Straße betreten hat. So werden höchstens die Folgen eines Unfalls gemildert.

Noch keine Pläne zur Serienfertigung

Das neue Verfahren, das im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Projekts "Kooperative Transponder" entwickelt wurde, lässt sich übrigens nicht nur auf die Kommunikation zwischen Handy und Auto anwenden. Auch zum Beispiel in Schulranzen oder Kleidung kann der kleine Sender eingebaut werden.

Wann oder ob die Technik auch in die Serienfertigung geht, teilte die TU München nicht mit. Ein großer Hersteller von Mobiltelefonen habe jedoch sein Interesse gezeigt. Auch die Autoindustrie ist bereits mit im Boot. An dem Projekt beteiligt sind unter anderem BMW, Daimler und der Zulieferer Continental.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Straßenlaterne rettet Leben 
Junge Frau hat das Glück ihres Lebens

An einer Kreuzung stoßen zwei Autos zusammen. Ein Peugeot verliert die Kontrolle, rast auf den Bürgersteig zu. Eine Straßenlaterne rettet einer jungen Passantin das Leben. Video

Anzeige
AnzeigeGebrauchtwagensuche
Welcher ist Ihr nächster?

Finden Sie hier Ihren neuen Gebrauchten:

 


Anzeige
shopping-portal