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Tollkühnes Aeromobil: Tüftler aus der Slowakei bastelt an fliegendem Auto

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Tollkühnes Aeromobil  

So sieht das fliegende Auto aus

30.01.2014, 10:05 Uhr | AFP, t-online.de

Tollkühnes Aeromobil: Tüftler aus der Slowakei bastelt an fliegendem Auto. Autofahren- und fliegen: Das Aeromobil des slowakischen Ingenieurs Stefan Klein macht es möglich. (Quelle: Hersteller)

Autofahren- und fliegen: Das Aeromobil des slowakischen Ingenieurs Stefan Klein macht es möglich. (Quelle: Hersteller)

Mit dem Auto in die Lüfte, mit dem Flugzeug in die Stadt: Ein slowakischer Ingenieur hat ein Aeromobil entwickelt, das sowohl auf der Straße als auch in der Luft unterwegs sein soll. Mit dem Prototyp unternahm der Erfinder im September bereits einen Testflug, nun wartet die Hybridmaschine auf ihre Zulassung.

An seiner fliegenden Maschine tüftelt Stefan Klein bereits seit den frühen 1990er Jahren - Inspiration holte er sich bei Jules Verne und Antoine de Saint Exupéry. "Die Idee, ein Fahrzeug der Zukunft zu entwickeln, hatte ich an der Universität. Wer hat nicht schon vom Fliegen geträumt, während er im Verkehr feststeckte", sagt Klein. "Das Fliegen liegt mir im Blut, mein Großvater und mein Vater flogen Ultraleichtflugzeuge, und ich bekam meinen Pilotenschein noch vor dem Führerschein", erzählt er.

Verwandlung binnen Sekunden

Für BMW, Volkswagen und Audi entwickelte Klein so genannte Konzeptfahrzeuge, jetzt lehrt er an der Kunst- und Designhochschule in der Hauptstadt Bratislava. Sein elegantes, blau-weißes Aeromobil ist sechs Meter lang, hat zwei Sitze, passt in eine Parklücke oder Garage und kann an jeder Tankstelle betankt werden. Am Flughafen klappt es die Flügel aus und verwandelt sich binnen Sekunden in ein Flugzeug.

Fachpresse begeistert

Das US-Fachmagazin Flying nannte Kleins Aeromobil "das bisher schönste und am besten konzipierte Luft-Automobil", ebenso enthusiastisch ist die Website für innovatives Design Inhabitat.com. Zudem hat er mit der Slowakei, die weltweit am meisten Autos pro Einwohner produziert, nicht den schlechtesten Standort.

Die Konkurrenz schläft nicht

Optimistisch ist auch der Präsident des slowakischen Verbandes der Ultraleichtflieger, Milan Ciba: "Bisher gab es weltweit rund 20 Versuche, ein fliegendes Auto zu konzipieren", sagt er. "Im Vergleich erscheint Aeromobil durchaus realisierbar." Die US-Firma Terrafugia etwa will in den nächsten zwölf Monaten das Modell "Transition" auf den Markt bringen, in den Niederlanden soll das helikopterartige Flugauto PAL-V 2014 in den Verkauf gehen.

Hoher Verbrauch

Kleins Zweisitzer kann in der Luft bis zu 200 Stundenkilometer erreichen und bis zu 700 Kilometer zurücklegen. Der Benzin-Verbrauch ist mit 15 Litern pro Stunde allerdings recht hoch - nicht für ein Auto, doch aber für ein Ultraleichtflugzeug, das normalerweise mit deutlich weniger Sprit auskommt.

"Ein Hybrid aus Auto und Flugzeug sieht beim Energieverbrauch immer schlecht aus", sagt Jan Lesinsky von der Slowakischen Technischen Universität. Dafür sparen potenzielle Nutzer auf Mittelstrecken Zeit, wenn sie am Flughafen lange Schlangen und Sicherheitskontrollen umgehen können.

Pilotenschein ist Pflicht

Klein arbeitet mit seinem Team schon an einer neuen Version des Aeromobils, der Generation 3.0. In ein paar Monaten will er mit der Flugauto-Produktion starten, er hofft nun auf die Zulassung des Ultraleichtflieger-Verbands. "Potenzielle Nutzer müssten sich an die bestehenden Gesetze für Ultraleichtflieger halten", sagt Ciba. "Sie brauchen einen Führerschein und einen Pilotenschein mit mindestens 25 Flugstunden."

Keine Massenproduktion geplant

Trotz aller Leidenschaft für die Flugmaschine bleibt Klein vorsichtig: "Ich erwarte nicht, dass das Aeromobil in die Massenproduktion geht, es wird immer eine alternative Transportmöglichkeit bleiben", sagt er. "Doch für Länder mit in weiten Teilen mangelnder Infrastruktur wie Russland, China oder Australien kann es sehr interessant sein."

Interessante Alternative

Die Flugautos werden nach Ansicht Cibas vor allem bei Piloten von Ultraleichtflugzeugen beliebt sein. "Es würde ihr Leben sehr vereinfachen, sie könnten ihr Aeromobil zuhause parken, zum Flughafen fahren, starten, landen und dann zum Ziel fahren, ohne auf ein anderes Fahrzeug umzusteigen."

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