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Niedersachsen testet neuen Strecken-Radar: Section Control

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18 Monate "Section Control"  

Niedersachsen testet neues Strecken-Radar

02.09.2014, 13:41 Uhr | t-online.de, dpa-tmn

Niedersachsen testet neuen Strecken-Radar: Section Control. So arbeitet die "Section Control" (Quelle: DVR)

So arbeitet die "Section Control" (Quelle: DVR)

In Niedersachsen geht es Rasern jetzt an den Kragen. Dort wird zum ersten Mal ein Strecken-Radar ("Section Control") getestet. Über einen längeren Abschnitt wird dabei das Tempo der Autofahrer kontrolliert und bei Verstößen gegebenenfalls geahndet.

Das Strecken-Radar sei besonders für gefährliche Abschnitte geeignet, auf dem sich Unfälle nicht an einer Stelle sondern über etliche Kilometer häuften, sagte SPD-Innenminister Boris Pistorius bei der Vorstellung. Dies seien oft Landstraßen, auf denen sich in Niedersachsen zwei Drittel aller tödlichen Unfälle ereignen. Ursache sei meist zu hohes Tempo.

Daten werden automatisch gelöscht

Der Pilotversuch sei dank neuer Computertechnik möglich, mit der die strengen Vorgaben des Datenschutzes eingehalten werden können, sagte der Minister. Bei der Technik besteht ein Zugriff auf die Daten nur bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung. Ansonsten werden die Fotos automatisch sofort gelöscht, ohne dass zwischendurch eine Zugriffsmöglichkeit besteht.

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Nach Auswahl eines unfallträchtigen Bundes- oder Landstraßenabschnitts mit einer Länge von drei bis acht Kilometern soll der 18-monatige Test im Frühjahr 2015 beginnen.

"Super-Blitzer" in Bayern

In Bayern wird seit kurzem ein ähnliches System getestet: Die so genannte "Video Abstands- und Geschwindigkeitsmessung Digital“ (VAG Digital) arbeitet auf Grundlage der Photogrammetrie. Hierzu wird der Straßenverkehr auf einem Fahrbahnabschnitt, der vorher speziell vermessen und markiert wurde, mit einer Videokamera überwacht.

Positive Erfahrungen in Nachbarländern

In Österreich und den Niederlanden gibt es das Strecken-Radar bereits seit Jahren. Die Erfahrungen in den Nachbarländern seien positiv, der Verkehrsfluss harmonisiere sich und die Sicherheit werde auch etwa in Baustellen oder Tunnelstrecken nachweislich erhöht.

Die Akzeptanz bei den Autofahrern sei deutlich höher als bei punktuellen Blitzern, bei denen Raser sich einer Strafe durch kurzzeitiges Abbremsen entziehen könnten, sagte Pistorius.

Der Deutsche Verkehrsgerichtstag hatte sich bereits 2009 für einen Modellversuch mit Abschnittskontrollen ausgesprochen, es gab aber Datenschutzbedenken. Das Speichern von Fahrzeugbildern von Fahrern, die sich an das Tempolimit halten, wurde als ein unerlaubtes Speichern von personenbezogenen Daten angesehen.

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