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Schnee: So schaukeln Sie ihr Auto frei

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Wenn das Auto im Schnee feststeckt  

So schaukeln Sie Ihren Wagen frei

13.01.2016, 11:03 Uhr | dpa

Schnee: So schaukeln Sie ihr Auto frei. Auto freischaukeln - so funktioniert es (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auto freischaukeln - so funktioniert es (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Winter ist oftmals keine gute Zeit für Autofahrer. Und wenn auch noch das Fahrzeug festgefahren ist, ist die Laune schnell dahin: Die Antriebsräder drehen durch, und es geht keinen Zentimeter vorwärts. Etwas mehr Gefühl im Gasfuß kann hier helfen.

Wenn das Anfahren im Schnee nicht klappt, weil die Antriebsräder des Autos durchdrehen, liegt das oft am Fahrer. "Weniger Gas ist hier mehr", sagt Hubert Paulus vom ADAC Technik Zentrum. Viele treten beim Anfahren nicht gefühlvoll genug aufs Pedal. "Versuchen Sie es mal mit weniger Gas, dann drehen die Räder auf glattem Untergrund nicht so leicht durch." Das gilt für Schalt- und Automatikwagen gleichermaßen.

Kupplung schleifen lassen

Bei einer Handschaltung können Fahrer zur Not auch noch die Kupplung etwas schleifen lassen, indem sie leicht auf das Pedal treten. Dadurch wird noch weniger Motorkraft an die Räder geleitet, was von Vorteil ist, wenn das Auto im Schnee festsitzt.

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Der alte Tipp, im zweiten Gang anzufahren, taugt laut Paulus für die meisten modernen Autos nicht mehr. "Das kann man bei älteren Fahrzeugen machen, die einen sehr stark untersetzten ersten Gang haben. Bei neueren Autos ist das weniger sinnvoll, zumal hier auch das ESP die Motorleistung bei durchdrehenden Rädern zurückregelt", so der ADAC-Mann.

Ist ein geparktes Auto stark eingeschneit, können Schneeanhäufungen rundherum das Losfahren erschweren. Bevor Betroffene zur Schaufel greifen und ihren Wagen freibuddeln, probieren sie am besten erst einmal mit Schaukeln, die weiße Barriere zu überwinden, rät Paulus.

Automatikfahrer haben es schwerer

Bei Handschaltern sei das durch abwechselndes Anfahren im Vorwärts- und Rückwärtsgang recht einfach - bei Automatikwagen aber leider manchmal unmöglich: "Wegen der Wählhebelsperre zwischen den Stufen D und R lassen sich einige Autos nicht in die Schaukelbewegung versetzen, weil die Bremse getreten werden muss, um die gegen Fehlbedienungen eingebaute Sperre zu überwinden."

In vielen Automatikwagen gibt es mittlerweile einen Schalter für ein spezielles Winterfahrprogramm. Wird der betätigt, wählt das Auto die jeweils optimale Fahrstufe, um auf Schnee und Eis möglichst gut voranzukommen.

Äste oder Sand können helfen

In diesem Fall - oder wenn auch das Schaukeln nichts bringt - hilft nur eines: Den Schnee beiseite schaufeln und den Antriebsrädern mehr Grip verschaffen. "Dazu kann man zum Beispiel die Fußmatten unter die Reifen schieben", erklärt Paulus. "Ein ähnlicher Effekt lässt sich auch mit Ästen, Sand oder anderen griffigen Hilfsmitteln erzielen."

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