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Autonomes Fahren: Das kommt alles auf uns zu

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Autobahnpiloten & Co.  

Autonomes Fahren - das kommt auf uns zu

01.02.2015, 13:34 Uhr | Sebastian Bronst, AFP

Autonomes Fahren: Das kommt alles auf uns zu. Autonomes Fahren wird wohl bald Realität werden (Quelle: Hersteller)

Autonomes Fahren wird wohl bald Realität werden (Quelle: Hersteller)

Weltweit arbeiten Autohersteller und Hightech-Konzerne von Daimler über VW bis hin zu Google am Traum vom selbstfahrenden Auto. Sie sind schon ein gutes Stück vorangekommen, die Serienreife teilautonomer Wagen steht bevor. Verkehrsminister Alexander Dobrindt  kündigte jetzt an, bis zum Herbst Eckpunkte für neue Regeln zum automatisierten Fahren in Deutschland vorzulegen. Wir beantworten die sechs wichtigsten Fragen zum Thema Autonomes Fahren.

Autonomes Fahren: Was kommt in absehbarer Zeit?

Voraussichtlich in fünf bis zehn Jahren werden Systeme auf den Markt kommen, die den Fahrer in bestimmten Routine-Situationen vollständig von Steuerungs- und Entscheidungsaufgaben entlasten. Hochautomatisiert heißt der dafür unter Fachleuten gebräuchliche Begriff. "Hochautomatisierte Fahrfunktionen werden bis 2020, 2025 realistisch", sagt Ulrich Eichhorn, der für Technik zuständige Geschäftsführer beim Verband der Automobilindustrie (VDA).

Konkret werden unter anderem "Autobahn-Autopiloten" erwartet, die ein Auto völlig selbstständig über ausgebaute Schnellstraßen lenken, wobei sie Spurwechsel und Überholvorgänge vornehmen.

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Wie arbeiten solche Fahrzeuge?

Mit einer ganzen Batterie von Hightech-Geräten. Die benötigten Informationen über ihr Umfeld erhalten sie etwa durch Nah- und Fernradarsensoren, Laserscanner, Stereo- und 3-D-Kameras, GPS-Navigation und digitale Landkarten. Bordcomputer interpretieren die Daten, berechnen die zur Verfügung stehenden Optionen und senden Befehle an Servolenkung oder Motorelektronik. Die Technologie baut auf heute schon gebräuchlichen Spurhalte- oder Kolonnenfahrassistenten auf und ist grundsätzlich einsatzbereit.

Wo liegen die Grenzen der Technik?

In der sicheren Beherrschung von unübersichtlichen Situationen. Gut ausgebaute Autobahnen sind das eine, Großstädte mit verwirrenden Kreuzungen und Müllwagen am Straßenrand das andere. Prototypen bewährten sich der Industrie zufolge auch dort in gut vorbereiteten Testfahrten. Praxistauglich sind sie aber noch nicht.

"Künstliche Intelligenz" stößt heute noch an Grenzen bei der zeitnahen Analyse sehr chaotischer Umgebungen oder bei der Reaktion auf unvorhersehbare, dynamische Entwicklungen. "Für komplexe kritische Situationen, die unter widrigen Umständen schnelle und gravierende Entscheidungen erfordern, sind die technischen Systeme noch nicht geeignet", sagt Fahrzeug-Experte Eichhorn.

Wie ändert sich die Rolle des Fahrers?

Die vor der Serieneinführung stehenden hochautonomen Systeme werden dem Fahrer gestatten, sich in einigen Situationen in gewissem Umfang anderen Beschäftigungen zuzuwenden. So könnte er auf der Autobahn hinter dem Lenkrad eine Zeitschrift lesen oder einen Film schauen. Nötig wäre dafür zuerst allerdings noch eine Anpassung von rechtlichen Rahmenbedingungen. Denn bisher ist es dem Fahrer eines Fahrzeugs nach Angaben von Juristen aufgrund international vereinbarter Zulassungs- und Fahrverhaltensregularien verboten, die Kontrolle über die Lenkung abzugeben. Das gilt auch in Deutschland.

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Was genau ist bisher erlaubt?

Nach geltendem Recht muss ein Fahrer sein Auto stets und letztverantwortlich "beherrschen", sagt Jurist Sven Hötitzsch von Institut für Roboterrecht der Uni Würzburg. Es gebe gewisse Spielräume, aber die seien mit den heute serienmäßig erhältlichen Systemen wie Spurhalte- und Abstandsassistenten, die begrenzte Steuerungseingriffe unter Oberaufsicht des Fahrers vollzögen, ausgereizt. Mehr sei "problematisch".

Gibt es Änderungsbestrebungen?

Ja. Angesichts des Fortschritts wird international an der Neuformulierung des Regelwerks gearbeitet, um "Autobahn-Piloten" und ähnliche hochautomatisierte Funktionen zu legalisieren. Das UN-Übereinkommen über den Straßenverkehr soll dahingehend geändert werden, dass ein Fahrer die Lenkung nicht ständig beherrschen, sondern nur "jederzeit" bereit sein muss, dies zu tun.

Das schließt vollautonome "Roboter-Autos" weiterhin aus. Es schafft aber die Voraussetzung dafür, dass in Deutschland und anderswo Techniken zum Einsatz kommen, die Fahrern eine Abwendung vom Fahrgeschehen erlauben - sofern sie währenddessen bereit bleiben, um die Kontrolle zu übernehmen, wenn das System an seine Grenzen kommt.

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