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Pro und Contra Assistenzsysteme: Verlernen wir das Autofahren?

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Pro und Contra Assistenzsysteme  

Verlernen wir das Autofahren?

13.08.2015, 12:28 Uhr | ks, PS

Pro und Contra Assistenzsysteme: Verlernen wir das Autofahren?. Pro und Contra moderne Assistenzsysteme: Verlernen wir das Autofahren? (Quelle: Hersteller)

Pro und Contra moderne Assistenzsysteme: Verlernen wir das Autofahren? (Quelle: Hersteller)

SIE rutscht nervös auf dem Beifahrersitz herum, wenn ER unkonzentriert und ziemlich flott auf das Stauende zufährt. Macht ja nichts - das Auto bremst ja von allein. Unvorsichtig, findet SIE. Sicher und bequem, sagt ER. Seit der Auto-Redakteur Patrick Schäfer und die Reise-Redakteurin Kerstin Seitz häufig in einem Auto unterwegs sind, gibt es heiße Diskussionen - zum Beispiel über Sinn und Zweck von Assistenzsystemen.

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PRO Assistenzsysteme: Sicher und entspannt ankommen

 (Quelle: t-online.de)Liebe Kerstin, ich bin ich seit Jahren mit Spurhaltesystemen, Toter-Winkel-Warnern oder adaptiven Tempomaten vertraut. Inzwischen nutze ich sie auch privat sehr gerne.

Es geht nicht darum, dass ich das Autofahren verlernt habe. Ich möchte mich nur bestmöglich schützen. Und zwar nicht aus einer diffusen Angst heraus, sondern aufgrund der täglichen Erfahrungen auf der Straße. Denn mit dem wachsenden Verkehr wachsen bei vielen Fahrern auch die Aggressionen. Rücksichtslosigkeit und Gefährdung anderer sind an der Tagesordnung.

Mit aller Gewalt quetschen sich Autofahrer in noch so kleine Lücken und fahren dichter auf, als es der Assistent je machen würde. Wie oft habe ich mir schon gewünscht, mein Schlangenlinien fahrender Nebenmann in der Baustelle würde von einem Spurhalteassistenten unterstützt?

Die elektronischen Assistenten geben mir zusätzliche Sicherheit und helfen, meine Nerven zu schonen. Mit dem adaptiven Tempomaten fahre ich entspannt über die verstopfte Autobahn. Egal, wer sich noch vor mir in die Lücke schiebt - das Auto nimmt mir die anstrengende Arbeit des aufmerksamen Distanzhaltens ab. Zufrieden registriere ich das Aufblinken des Toter-Winkel-Warners und kann beruhigt überholen, wenn die Bahn mal frei ist.

Meine Prognose: Wären Assistenzsysteme Pflicht, gäbe es mit Sicherheit kaum noch Staus und sehr viel weniger Unfälle.

Wenn ich genug Platz und Lust auf Selbstfahren habe, schalte ich die Assistenten auch mal ab - aber beim Kilometerfressen zählt bei mir nur noch: Kein Stress und kein Risiko.

CONTRA: Autofahren ist ein Handwerk

 (Quelle: t-online.de)Lieber Patrick, ich bin eine Autofahrerin der alten Schule. Ein Automatikauto kommt mir nicht in die Garage - ich möchte selbst schalten und walten.

Autofahren ist für mich ein Handwerk, das Spaß macht. Lange liebte ich das Abenteuer, vor allem weite Strecken per Karte und Routenplanern zu finden - schließlich wusste ich nie, ob ich da ankam, wo ich hin wollte. Die Bequemlichkeit machte dann aber auch mich zum Navigations-Lemming.

Das erschreckende Ergebnis des Navi-an-Hirn-aus-Mechanismus': Auch bei oft gefahrenen Wegen muss ich ohne Navi ernsthaft überlegen. Das ist zwar alles technischer Schnee von gestern, aber genau da sehe ich die Gefahr: Der Mensch schaltet ab.

Als ich das erste Mal mit dem Warner für den toten Winkel fuhr, machte mich das ständige Geblinke und Gebimmel nervös. Links ein Lämpchen, rechts ein Lämpchen. Aber zugegeben, ich habe mich schnell daran gewöhnt. Doch achtet der Fahrer noch wirklich auf den Verkehr oder gibt er die Verantwortung an die Technik ab?

Den Spurhalte-Assistenten halte ich für wichtig und richtig, in der Hoffnung, dass Autofahrer ihn nicht als Freifahrtschein fürs Tippen auf dem Smartphone nutzen. Das Unheimlichste an allem waren für mich allerdings die Fahrten mit dem adaptiven Tempomaten. Ja, es ist bequem, wenn das Auto eigenständig Abstand hält, bremst und wieder beschleunigt. Allerdings gehe ich davon aus, dass der Fahrer im Notfall nicht schnell genug reagieren kann, wenn er sich an die bequeme Technik gewöhnt hat. Er ist einfach nicht aktiv im Geschehen.

Assistenzsysteme sorgen vielleicht für mehr Sicherheit, aber die Menschen verlernen das aktive Autofahren. Sie schalten ab und sind weder aufmerksam noch vorausschauend, was zu einer ganz neuen Gefahr wird.

Das Ganze kann nur funktionieren, wenn alle Autos mit diesen Systemen ausgestattet sind und die Menschen dennoch weiterhin Verantwortung übernehmen. Und ja, der Fahrer kann die Systeme auch abschalten, aber wer setzt sich schon auf einen harten Stuhl, wenn es auf dem weichen Sofa viel bequemer ist?

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