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Ringkatalysator von Continental: Keine Stickoxide mehr im Turbo-Benziner

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Saubere Turbo-Benziner  

Ringkatalysator gegen Stickoxide

18.04.2016, 11:53 Uhr | Holger Holzer, SP-X

Ringkatalysator von Continental: Keine Stickoxide mehr im Turbo-Benziner. Neuartiger Ringkatalysator von Continental im Querschnitt. (Quelle: Hersteller)

Neuartiger Ringkatalysator von Continental im Querschnitt. (Quelle: Hersteller)

Benziner tauchen in der Stickoxid-Debatte um Dieselfahrzeuge nicht auf - ihr Drei-Wege-Katalysator ist momentan sauber genug. Für die Zukunft wird er doch nicht mehr ausreichen - auch im Hinblick auf die geplante "blaue Plakette".

Automobilzulieferer Continental will mit einem neuartigen Katalysator Stickoxide aus dem Abgas von Turbo-Benzinern filtern.

Continental: Ringkatalysator eliminiert alle Stickoxide

Der sogenannte Ringkatalysator soll dabei einen Reinigungsgrad von 100 Prozent erreichen und so bei der Erfüllung künftiger Abgasnormen helfen. Vorgestellt wurde die Technik nun auf dem Wiener Motorensymposium.

Anders als bei Dieselmotoren ist Stickoxid für Ottomotoren nur ein untergeordnetes Problem. Denn beim Benziner eliminiert der für den Diesel nicht verwendbare Drei-Wege-Katalysator zumindest theoretisch das gesundheitsgefährliche Gas vollständig.

Drei-Wege-Kat mit Defiziten

Praktisch funktioniert das aber nicht in allen Fahrzuständen perfekt, weil der Katalysator auf eine gleichbleibend homogene Mischung der Abgasbestandteile angewiesen ist, die vor allem bei kleinen Turbomotoren nicht immer gewährleistet ist.

Eins der Probleme: In den einzelnen Zylinder kann der Abgasmix leicht variieren, was über eine Vermischung der einzelnen Gasströme ausgeglichen werden muss. Damit das gelingt, sind aber große Rohrlängen nötig, für die in vielen Pkw in Motornähe kein Platz ist. Viele Hersteller setzen daher auf Zweitkatalysatoren am Unterboden, der Geld kostet und das Gewicht erhöht.

Integrierter Kat

Einer der Vorteile des Ringkatalysators von Continental ist, dass das Misch-Rohr in den Kat-Körper integriert ist. Letzterer ist wie ein Ring um das Rohr gezogen - daher die Bezeichnung. In dem Innenteil kann die Vermischung stattfinden, bevor das Gas in den katalytisch wirksamen Teil geleitet wird. Auf die Straße soll die Technik ab 2020 kommen.

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