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Unwetterschäden: Auto unter Wasser - was die Versicherung zahlt

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Antworten zu den Hochwasserschäden  

Auto unter Wasser - was die Versicherung bezahlt

30.05.2016, 14:57 Uhr | GDV/ADAC

Unwetterschäden: Auto unter Wasser - was die Versicherung zahlt. Nach einem Unwetter mit starken Regenfällen ist eine Straße in Schwäbisch Gmünd total überschwemmt. (Quelle: dpa)

Nach einem Unwetter mit starken Regenfällen ist eine Straße in Schwäbisch Gmünd total überschwemmt. (Quelle: dpa)

Diese Bilder machen Angst: Wassermassen wälzen sich durch Dörfer, Menschen müssen um Hab und Gut oder gar Leib und Leben fürchten. Wenn das Auto vollgelaufen ist, zahlt dann die Versicherung? Die Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft GDV und der ADAC geben Antwort.

Mein Auto wurde überschwemmt, was sollte ich dann tun?

Versicherungskunden sollten - wie bei jedem anderen Schaden auch - so schnell wie möglich den Versicherer informieren.

Wer bezahlt, wenn das Auto vollgelaufen ist oder weggespült wurde?

Die Kfz-Teilkaskoversicherung übernimmt bei Hochwasser und Überschwemmung die finanziellen Folgen des Schadens. Für den Versicherungskunden fällt nur die vereinbarte Selbstbeteiligung an. In der Teilkaskoversicherung sind das meist 150 Euro.

Was bezahlt die Teilkaskoversicherung?

Falls sich eine Reparatur lohnt, wird diese von der Versicherung bezahlt. Oftmals liegt bei überfluteten Autos aber ein Totalschaden vor. In diesem Fall zahlt die Versicherung den Wiederbeschaffungswert des Autos. Dazu wird ein Gutachten erstellt, in das neben Alter und Laufleistung auch die Ausstattung einfließt.

Viele Versicherer bieten auch eine sogenannte Neupreis-Entschädigung an. In solchen Fällen zahlt der Versicherer den Kaufpreis des Autos - abzüglich der Selbstbeteiligung.

Wichtig: Gegenstände, die zur Zeit des Hochwassers zwar im Auto liegen, aber nicht zum Fahrzeug gehören (CDs, Sonnenbrille, usw.), können durch die Kfz-Versicherung nicht ersetzt werden.

Zahlt die Kaskoversicherung auch, wenn das Auto in einem Hochwasser gefährdeten Bereich abgestellt wurde?

Die Teilkaskoversicherung zahlt grundsätzlich den Überschwemmungsschaden. Nur wenn der Fahrer grob fahrlässig handelt, er also das Auto im Hochwassergebiet trotz Warnung stehen lässt, bekommt er lediglich einen Teil des Schadens erstattet.

Wird der Wagen mit Absicht in die angekündigten Fluten gestellt, geht der Fahrer leer aus: Bei Vorsatz zahlt der Versicherer nicht.

Werden Autofahrer nach dem Schaden durch das Hochwasser zurückgestuft?

Nein. Da es in der Teilkaskoversicherung keine Schadenfreiheitsrabatte gibt, werden die Autofahrer nach einem Schaden auch nicht zurückgestuft.

Kommt die Versicherung bei Schäden durch Äste oder Bäume auf?

Wird ein Auto während der Fahrt von Bäumen oder Ästen getroffen, kommt es auf die genauen Umstände an. Stürzen Gegenstände plötzlich vor das Fahrzeug auf die Straße, greift die Teilkaskoversicherung. Liegen Hindernisse allerdings schon länger auf der Straße, hilft nach Angaben des ADAC nur eine Vollkaskoversicherung.

Lohnt sich bei Wasserschaden eine Instandsetzung?

Welche Bauteile im Einzelfall betroffen sein können, hängt nun laut ADAC nicht nur von der Wassertiefe, sondern auch vom jeweiligen Automodell ab. Der Automobilclub geht von folgendem Schema aus.

  1. Wasserstand bis ca. Mitte Stoßfänger (Innenraum noch trocken): Das Schadenrisiko ist noch gering. Prüfung in der Werkstatt von Lenkgetriebe, Betriebs- und Feststellbremse, Gelenke der Antriebswellen, Radlager.
  2. Wasser über Türschweller und/oder im Innenraum: Das Schadenrisiko ist mittel bis hoch und bereits schwer abgrenzbar (von der technischen Konzeption des Fahrzeugmodells abhängig). Einzukalkulieren ist ein hoher Zeitaufwand - die Größenordnung kann die Werkstatt anhand eines Kostenvoranschlages angeben. 
  3. Wasser bis Scheibenunterkante: Schadenrisiko sehr hoch und nur nach aufwändiger Bestandsaufnahme abschätzbar. Die Detail-Kalkulation kann man sich sparen: Nach derart hohen Pegelständen muss nahezu immer von einem wirtschaftlichen Totalschaden ausgegangen werden, selbst bei relativ neuen, hochpreisigen Autos.

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