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Ford will selbstfahrende Autos ab 2021 in Serie bauen

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Autonomes Fahren  

Ford will selbstfahrende Autos ab 2021 in Serie produzieren

17.08.2016, 19:06 Uhr | Andrej Sokolow, dpa

Ford will selbstfahrende Autos ab 2021 in Serie bauen. Autonomes Fahren: Ford will 2021 Autos ohne Lenkrad und Pedale in Serie produzieren. (Quelle: dpa/Felix Kästle)

Ab 2021 soll es Autos von Ford ohne Lenkrad und Pedale geben. (Quelle: Felix Kästle/dpa)

Ford hat die Herausforderung angenommen: In fünf Jahren will der US-Autohersteller selbstfahrende Autos ohne Lenkrad und Pedale in Serie produzieren. Kurz zuvor hatte bereits BMW das Jahr 2021 als Zielmarke gesetzt. Aber "Otto Normalfahrer" muss noch länger auf die neue Technik warten.

Ford will die autonomen Serienfahrzeuge zunächst in Flotten von Mobilitätsdiensten einsetzen. Für Verbraucher dürften die selbstfahrenden Autos erst später im Laufe des Jahrzehnts verfügbar sein. Ford-Chef Mark Fields sagte dem "Wall Street Journal": "Wir haben viel getan, um die Kosten für technische Komponenten zu senken, aber es werden am Anfang immer noch relativ teure Fahrzeuge sein."

Autohersteller planen ohne Google

Google entwickelt schon seit 2009 Roboterwagen. Der Internet-Konzern betonte stets, er wolle nicht zum Autobauer werden und suche stattdessen Partner unter den etablierten Herstellern.

Zum Jahreswechsel war noch  spekuliert worden, Ford wolle sich auf die Google-Technologie für autonomes Fahren stützen. Doch Ford baute stattdessen die eigene Forschung massiv aus. Der Autohersteller kaufte die auf Entwicklung selbstlernender Maschinen spezialisierte Firma SAIPS aus Israel, investierte 75 Millionen Dollar in den Entwickler von Laser-Radaren Velodyne und will bis Ende 2017 die Mitarbeiterzahl im Silicon Valley auf rund 260 verdoppeln. 

Auch andere Autokonzerne setzen bevorzugt auf eigene Entwicklungen. Fiat Chrysler ist bisher der erste Branchenriese, der die Integration von Google-Technik in ein Minivan-Modell testet.

Rollen bald "Geistertaxis" durch die Städte?

Die Ankündigung von Ford bringt noch mehr Tempo in das Rennen um das Auto der Zukunft. Dabei setzen die Autobauer auch auf Mobilitätsdienste. Robotertaxis gelten schon lange als ein wichtiges Geschäftsmodell für die Zukunft. So stieg Volkswagen beim Uber-Konkurrenten Gett ein und kündigte an, dort auch selbstfahrende Autos unterbringen zu wollen. Die Opel-Mutter General Motors investierte in den Fahrdienstvermittler und kaufte Cruise Automation, einen Entwickler selbstfahrender Autos.

BMW ging eine Partnerschaft mit dem Chip-Riesen Intel und dem israelischen Entwickler von Roboterwagen-Technologien Mobileye ein. Der Fahrdienst-Vermittler Uber arbeitet ebenfalls an selbstfahrenden Fahrzeugen. Auch Apple werden entsprechende Pläne nachgesagt. Toyota forscht an künstlicher Intelligenz für seine Fahrzeuge.

Ein Quantensprung wie einst das Fließband

Selbstfahrende Autos könnten die Branche genauso stark verändern wie die Erfindung des Fließbands bei Ford vor über 100 Jahren, zeigte sich Fields überzeugt. Damals ermöglichte die neue Methode eine günstigere Massenproduktion.

Mitte August gab auch der chinesische Internet-Konzern Baidu eine Investition von 75 Millionen Dollar in Velodyne bekannt. Die Geräte der US-Firma tasten ähnlich wie ein Radar das Umfeld eines Fahrzeugs mit Laser-Strahlen ab. Daraus werden dann 3D-Modelle der Umgebung und sich bewegender Objekte errechnet. Unter anderem setzt auch Google auf das Prinzip. 

Ford hatte bereits angekündigt, die neueste Version der auch "Lidar" genannten Laser-Radare von Velodyne zu nutzen. Die rotierenden Geräte, die auf dem Fahrzeugdach befestigt werden, bekamen mehr Aufmerksamkeit nach dem tödlichen Unfall mit dem Fahrassistenzsystem eines Elektroautos des Herstellers Tesla, der auf andere Sensor-Systeme setzt. Einige Branchenexperten erklärten danach, Lidar-Anlagen seien ein Schlüsselelement für Roboterwagen. 

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