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Software für Roboterwagen  

Apple testet selbstfahrende Autos

10.09.2016, 12:49 Uhr | dpa

Apple testet selbstfahrende Autos. Das Apple-Logo in Autospiegel: Auch der Technologiekonzern versucht sich offenbar an selbstfahrenden Autos. (Quelle: dpa)

Das Apple-Logo in Autospiegel: Auch der Technologiekonzern versucht sich offenbar an selbstfahrenden Autos. (Quelle: dpa)

Schon lange wurde über ein geheimes Autoprojekt des Technologiekonzerns
Apple gemunkelt, jetzt berichtet die "New York Times" von angeblichen Tests mit selbstfahrenden Fahrzeugen, die der Konzern veranstaltet. Allerdings soll es dabei nicht um den Bau eines eigene Autos gehen.

Die Roboterwagen seien auf eingeschränkten Strecken in abgeschirmter Umgebung unterwegs, schreibt die "New York Times" unter Berufung auf informierte Personen. Apple selbst hatte die Existenz eines Autoprojektes nie bestätigt, im Gegensatz zu anderen Unternehmen aus der Tech-Branche wie Google und Uber, die in das Geschäft streben.

Software für Roboterwagen steht im Fokus

Der Finanzdienst Bloomberg hatte bereits Ende Juli berichtet, Apple fokussiere die Anstrengungen stärker auf die Entwicklung von Software für Roboterwagen statt den Bau eines eigenen Autos. Allerdings werde trotzdem auch noch an einem Elektrofahrzeug gearbeitet. Das gebe Apple aber mehr Flexibilität, wenn der Konzern sich doch dafür entscheide, sich mit einem etablierten Autobauer zusammenzutun oder einen zu kaufen. Apple sitzt auf Geldreserven von 230 Milliarden Dollar.

Apple-Gründer aus Ruhestand zurückgeholt

Das Auto-Projekt wird den Berichten zufolge von Bob Mansfield geführt. Der Hardware-Spezialist und Weggefährte von Apple-Mitgründer Steve Jobs war eigentlich schon im Ruhestand, sei aber jetzt zurückgekehrt. Den Informationen zufolge wurde die Entwicklung durch technische Schwierigkeiten und Unklarheit über die Strategie gebremst. So sei schwer zu erklären gewesen, wie sich Apple von anderen Entwicklern selbstfahrender Autos abheben könne, schrieb die "New York Times".

Codename "Project Titan"

Über die Auto-Entwicklung bei Apple wird bereits seit Anfang 2015 spekuliert. Als Codename sickerte "Project Titan" durch. Es gehe auch darum, neue Erlösquellen zu erschließen, während das iPhone auf einen immer mehr gesättigten Smartphone-Markt stoße.

Fahrdienst testet ebenfalls Robotersoftware

Google entwickelt bereits seit 2009 Roboterwagen-Software. Der Internet-Konzern bietet die Technologie der Autobranche an - bisher gibt es aber erst ein Pilotprojekt mit Fiat Chrysler, bei dem 100 Minivans umgebaut werden. Unterdessen beginnt der Fahrdienst-Vermittler Uber mit Tests seiner Software für autonomes Fahren in Volvo-Fahrzeugen mit Fahrgästen in Pittsburgh.

Nicht nur Technik-Konzerne forschen am selbstfahrenden Auto

Zuletzt beschleunigte sich der Wettlauf noch einmal: Während die großen Autokonzerne an eigenen Systemen arbeiten, formierten sich zuletzt zwei Allianzen, die Roboterwagen-Software für die Branche entwickeln wollen. Erst diese Woche tat sich Volvo mit dem Autozulieferer Autoliv zusammen. Und vor rund zwei Wochen gaben die Zulieferer MobilEye und Delphi eine Zusammenarbeit bekannt, bei der Systeme für "wenige tausend Dollar" herauskommen sollen. Sie könnten vor allem kleinere Hersteller interessieren, die kein Geld für eigene Forschung haben.

MobilEye ist mit dem Chipriesen Intel auch Entwicklungspartner von BMW. Die verschiedenen Systeme sollen zwischen 2019 und 2021 fertig sein. Das Jahr 2020 wurde bisher auch als Zielmarke für Apples Autoprojekt genannt.

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