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Kostenexplosion bei der Umrüstung auf Winterreifen

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Reifendruckkontrollsystem  

Kostenexplosion bei der Umrüstung auf Winterreifen

19.10.2015, 16:41 Uhr | Auto-Reporter.Net

Kostenexplosion bei der Umrüstung auf Winterreifen. Winterreifenwechsel: Mit RDKS kann es teuer werden. (Quelle: imago)

Winterreifenwechsel: Mit RDKS kann es teuer werden. (Quelle: imago)

Das Reifendruckkontrollsystem (RDKS) soll die Sicherheit erhöhen - und erhöht zunächst einmal die Kosten. Zumindest bei Autofahrern mit einem direkten RDKS.

Denn die Nachrüstung dieser Sensoren schlägt mit mehreren hundert Euro zu Buche. 

RDKS: Seit 2014 Pflicht

Seit November letzten Jahres müssen alle Neuwagen mit einer Erstzulassung ab dem 1. November 2014 sowie Modelle mit einer Typprüfung ab dem 1. November 2012 nach EU-Richtlinien mit sogenannten Reifendrucksensoren ausgestattet sein, die automatisch den Reifendruck messen.

Das System alarmiert den Autofahrer bei Druckverlust, der so vor einer Reifenpanne und damit vor Verkehrsunfällen aufgrund mangelnder Straßenhaftung und erhöhtem Spritverbrauch geschützt wird.

Reifenwechsel macht die Sache teuer

Die meisten Autobesitzer wechseln zwischen Sommer- und Winterreifen, was ihnen aufgrund der neuen Regelungen teuer zu stehen kommt. Denn eine Preisanalyse unter den Werkstattangeboten auf autobutler.de zeigt, dass der Durchschnittspreis für den Reifenwechsel durch die Sensoren deutlich gestiegen ist.

 (Quelle: t-online.de) (Quelle: t-online.de)

Bis zu 500 Euro Mehrkosten

"Der Grundgedanke des RDKS ist durchaus sinnvoll. Schließlich kann ein falscher Reifendruck durch erhöhten Spritverbrauch teuer werden und gegebenenfalls sogar durch mangelnde Bodenhaftung zu Verkehrsunfällen führen. Dass die Kosten für den zweimal jährlich notwendigen Reifenwechsel nun aber explodieren, ist ein echtes Problem. Immerhin müssen Autobesitzer beim Reifenkauf und dem Nachrüsten der Sensoren bis zu 500 Euro zusätzlich einplanen", erklärt Heiko Otto, Geschäftsleiter bei autobutler.de.

RDKS bei Audi am teuersten

Wer dieses Jahr das erste Mal auf Winterreifen wechselt und ein direktes RDKS installiert hat, muss mit hohen Zusatzkosten für die Nachrüstung der Sensoren an den Winterrädern rechnen. Mercedes-Fahrer dürfen sich auf Zusatzkosten von rund 250 Euro allein für die Sensoren freuen. Hinzu kommen die Kosten für die Montage. BMW-Fahrer müssen sogar mit rund 280 Euro rechnen, Hyundai-Besitzer je nach Modell sogar mit bis zu 320 Euro. Noch tiefer müssen Audi-Fahrer in die Tasche greifen, auf sie kommen Kosten von bis zu 360 Euro ohne Montagekosten zu.

 (Quelle: t-online.de) (Quelle: t-online.de)

Moderne Technik braucht mehr Aufwand

Die Montage und Ausrichtung der Reifen konnte vor RDKS schnell und einfach durchgeführt werden. Nun brauchen die Mechaniker deutlich mehr Zeit, um die Sensoren richtig zu installieren, was wiederum erfordert, das Auto mit einem Computer zu verbinden. So sind nicht nur die teuren Sensoren, sondern für ihre Installation auch spezielles Werkzeug von Nöten.

Problemfall Reifenpanne

Abgesehen von den kostspieligen Faktoren hat die neue Regelung einen weiteren Haken: Bei einer Reifenpanne kann nicht einfach gewechselt werden, da das Auto für die richtige Einstellung der Sensoren an einen Computer angeschlossen werden muss.

Viele Automarken verzichten inzwischen aber auf ein Ersatzrad und stellen statt dessen ein Pannenkit zur Verfügung, mit dem sich der Reifen, wenn nötig, bedürftig flicken lässt. So kann der Fahrzeughalter behutsam bis zur nächstgelegenen Werkstatt fahren.

Wurde der Reifen früher nach Möglichkeit relativ kostengünstig geflickt, ist das nun nahezu unmöglich. Wird ein sogenanntes Unfallspray aus dem Pannenkit benutzt, kann dies außerdem zur Zerstörung des Sensors führen, so dass die Werkstatt gezwungenermaßen einen kompletten Reifentausch durchführen muss.

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