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VW Ecoracer - leicht, schnell, umweltfreundlich

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Fahrbericht  

VW Ecoracer - leicht, schnell, umweltfreundlich

04.07.2006, 16:05 Uhr | Spiegel-Online

Der neue VW EcoRacer (Foto: VW)Der neue VW EcoRacer (Foto: VW) Die Zukunft kann auch Spaß machen. Das zumindest behaupten die Vorausentwickler bei VW in Wolfsburg: Denn während alle anderen Hersteller an sparsamen Vernunftautos basteln und ihre fortschrittlichen Diesel- oder Hybridmotoren und Brennstoffzellen in Minis, Limousinen oder Geländewagen stecken, hat VW Vernunft und Vergnügen unter einen ebenso hübschen wie sportlichen Hut gebracht und den Ecoracer auf die Räder gestellt. Zwar wird der kanariengelbe Zweisitzer wohl auf ewig ein Einzelstück bleiben, doch er fährt. Und beweist dabei eindrucksvoll, dass die Entwickler den Mund nicht zu voll genommen haben. Selten war ein Sparmobil so sportlich, selten ein Sportwagen so sparsam.

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Leichter Dieselrenner
Möglich wird die attraktive Kombination aus Vernunft und Vergnügen durch extremen Leichtbau und fortschrittliche Dieseltechnik. So entstanden Karosserie und Unterboden des Ecoracers aus Kohlefaser, wodurch das Gewicht des fahrfertigen Wagens auf 850 Kilo sinkt. Und hinter den Sitzen haben die Entwickler keinen durstigen Benziner mit Turbo oder Kompressor, sondern einen genügsamen Diesel eingebaut. Er schöpft aus 1,5 Litern Hubraum 136 PS und bringt über ein Doppelkupplungsgetriebe maximal 250 Newtonmeter Drehmoment an die Hinterachse.

Spontan und aggressiv
Obwohl das Auto unter enormen Zeitdruck erst am Computer konstruiert und dann weitgehend in Handarbeit gebaut wurde und der kleine Diesel im Leerlauf so gar nicht nach Sportwagen klingt, macht der Ecoracer auf der Teststrecke eine ausgesprochen gute Figur. Er hängt willig am Gas, reagiert spontan und aggressiv auf jeden weiteren Pedaldruck und fliegt um die Ecken wie eine Kugel beim Kunstbillard. Dem Lotus Elise, den sich die Entwickler mangels passender Referenzen im eigenen Konzern zum Vorbild genommen haben, kann die Designstudie durchaus das Wasser reichen.

Die Sitzposition erinnert entfernt an einen Rennbob
Das ambitionierte Fahrgefühl stützt VW mit einer ausgesprochen sportlichen Sitzposition, die den Fahrer mitten ins Geschehen und nahe ins Zentrum der Gravitation rückt: Man kauert so tief auf der Straße, dass der Hosenboden beinahe den Asphalt berührt. Links ragt ein großer Seitenschweller auf, der dem Wagen Stabilität gibt, und rechts verläuft der Mitteltunnel, aus dem wie ein Joystick der Schaltknauf des DSG-Getriebes ragt. Dazwischen bleibt nur noch Platz für einen dünnen Schalensitz und für ein winziges Lenkrad, das aber perfekt in der Hand liegt.

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VW Ecoracer (Foto: Volkswagen)VW Ecoracer (Foto: Volkswagen) 6,3 Sekunden bis Tempo 100
Warum der Wagen Racer heißt, beweist ein Blick auf die Stoppuhr: Lässt man sich von der aus dem Golf GTI bekannten "Launch-Control" beim Start helfen, jagt die 3,77 Meter kurze und 1,21 Meter flache Flunder mit quietschenden Reifen in nur 6,3 Sekunden auf Tempo 100. Wer danach mutig auf dem Gas bleibt und die Sorgen des skeptischen Entwicklungsingenieurs auf dem Beifahrersitz ignoriert, könnte munter weiterjagen, bis der digitale Tacho bei 230 km/h mit dem Zählen aufhört.

Ein Drei-Liter-Auto mit Rennstrecken-Qualitäten
Und auch das "Eco" im Namen ist gerechtfertigt: Zwar klingt die Designstudie anders als ein Rennwagen, wenn der Motor im Leerlauf leise tuckert und beim Beschleunigen lautstark nagelt. Doch verbraucht der Wagen dafür im Mittel nur 3,4 Liter auf 100 Kilometer und ist damit sparsamer als jeder Polo oder Fox. Und trotzdem macht das Auto mehr Spaß als jeder Porsche.

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Coupé, Roadster, Speedster
Diese verlockende Kombination schmückt VW mit einem variablen Karosseriekonzept, das gleich drei Konfigurationen erlaubt. Auf den ersten Blick ist der Ecoracer ein kompaktes Coupé mit festem Dach, senkrechter Heckscheibe und einem ebenen Heckdeckel. Damit man trotz des Formats und der kleinen Türen gut einsteigen kann, werden beim Öffnen automatisch zwei Dachelemente aufgestellt. Diese können zusammen mit dem Mittelsteg auch ganz entfernt und hinter den Sitzen verstaut werden. Wenn man dann auch noch die Scheiben ausbaut und das hintere Dachmodul entfernt, wird das Coupé zum Roadster. Und falls noch mehr Fahrtwind gewünscht ist, kann man den Ecoracer mit einer kleineren Frontscheibe auch zum luftigen Speedster umbauen.

Details, die wohl bald in Serien-VWs stecken werden
Dazu gibt es, wie bei jeder Studie, noch ein paar kleine Technik-Details, die vielleicht schon bald den Weg in die Serie finden werden. So strahlt der Zweisitzer vorn und hinten aus hellen, leichten und haltbaren LED-Leuchten. Und statt herkömmlicher Instrumente in einem klassischen Cockpit steckt direkt auf der Lenksäule ein neuartiges Zentraldisplay, das je nach Fahrsituation unterschiedlich programmiert werden kann und dann verschiedene Daten und Messwerte anzeigt.

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"Sparauto muss zusätzlichen Kick bieten"
Eigentlich ist der Wagen die Fortschreibung der Idee vom Ein-Liter-Auto mit anderen Mitteln. Schon bei der Rekordfahrt des damals scheidenden Vorstandsvorsitzenden Ferdinand Piech hatte VW angekündigt, dass es wieder sparsame Autos geben werde. Doch aus den frustrierenden Erfahrungen mit dem hoch gelobten, aber kaum verkauften Drei-Liter-Lupo sind die Niedersachsen klug geworden. "So ein neues Sparauto muss nicht nur extrem effizient sein, sondern noch einen zusätzlichen Kick bieten", fordern die VW-Strategen. Eine Vorgabe, die der Ecoracer ganz sicher erfüllen würde.

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