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Fahrbericht: Der neue Golf bietet viel Bekanntes

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Test und Technik  

Fahrbericht: Der neue Golf bietet viel Bekanntes

02.10.2003, 11:38 Uhr | T-Online/dpa

Der neue Golf muss zeigen, was er kann (Foto: dpa)Der neue Golf muss zeigen, was er kann (Foto: dpa)Der VW Golf ist in Bedrängnis geraten. Nicht nur die Konkurrenz ist ihm auf den Leib gerückt, auch die Minivans knabbern am Marktanteil. Mit dem Golf V will Wolfsburg den Trend umkehren und an die Verkaufserfolge der Vorgänger anknüpfen. Deshalb gibt es bei Technik und Design keine gewagten Experimente. Was das neue Modell kann, musste es bei einer ersten Fahrprobe beweisen.

Foto-Show Der neue Golf

Wirklich neu ist nur das Fahrwerk
Zu den optischen Veränderungen gegenüber dem Golf IV gehören die muskulös wirkende Front und die neuen Leuchten mit horizontaler Blinkerleiste. Natürlich ist der Golf auch wieder gewachsen: Knapp sechs Zentimeter sind es diesmal. Die wesentlichste Neuerung ist jedoch das Fahrwerk. Es besitzt eine verbesserte Federbeinachse vorn sowie erstmals eine Mehrlenkerachse hinten.

Der neue Golf Technische Daten

Defizite beim Komfort
Das neue Fahrwerk hat Schwächen (Foto: VW)Das neue Fahrwerk hat Schwächen (Foto: VW)In schnell gefahrenen, engen Kurven wankt der Golf nicht mehr so stark nach außen. Auch bei leichten Wellen auf der Autobahn verhält sich das Auto ausgezeichnet. Doch bei kleinen Querrillen, bei aufgesprungenem Fahrbahnbelag oder Kanaldeckeln poltert das Fahrwerk. Das macht sich nicht nur akustisch bemerkbar, sondern wirkt bei längeren Fahrten mit hoher Geschwindigkeit unkomfortabel.

Wenig drehfreudiger 75-PS-Benziner
Der bekannte Einsteigermotor - der 1,4-Liter-75-PS-Benziner - mit dem Fünfgang-Schaltgetriebe ist immer noch angemessen für den Golf - das Auto ist ja auch kaum schwerer geworden. Er dröhnt ein wenig, und allzu hoch lässt sich das Aggregat nicht drehen. Außerdem fällt auf, dass die Kupplung sich etwas labbrig anfühlt.

Der kleine TDI überzeugt noch immer
Der 105-PS-TDI kann noch überzeugen (Foto: VW)Der 105-PS-TDI kann noch überzeugen (Foto: VW)Auch der kleinste Diesel ist kein Unbekannter. Der 1.9 TDI mit 105 PS ist ein guter Motor. Er ist nur ein wenig laut und hört sich etwas rau an. Der TDI wird wie die Einstiegs-Ottoversion mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe geschaltet. Die Höchstgeschwindigkeit von knapp 190 km/h wird ohne Probleme erreicht.

2,0 FSI ersetzt den 1,8-Liter-Turbo
Der 2.0 FSI mit 150 PS ersetzt den 1,8-Liter-Turbo-Benziner mit der gleichen Leistung. Der FSI beschleunigt geringfügig langsamer, verbraucht dafür aber auch etwas weniger. Im sechsten Gang wird das Beschleunigen über 180 km/h etwas zäh, doch wird die Höchstgeschwindigkeit von knapp über 200 km/h nach einiger Zeit erreicht.

Viel Platz im Fond
Im Fond gibt's viel Platz (Foto: VW)Im Fond gibt's viel Platz (Foto: VW)Im Inneren können die Sitze überzeugen. Sie geben guten Seitenhalt; von den Sportsitzen der Sportline-Ausstattung wird dies kaum mehr getoppt. Der Fahrersitz ist serienmäßig um zehn Zentimeter höhenverstellbar. Auch bei den Kopfstützen müsste jeder die richtige Position finden können. Auf den Rücksitzen zeigt sich deutlich, dass der Golf gegenüber dem Vorgänger gewachsen ist. Die Kniefreiheit ist beträchtlich, aber auch über dem Kopf bleibt mehr als genug Raum.

Kofferraum nur wenig gewachsen
Der Kofferaum ist nur wenig gewachsen (Foto: VW)Der Kofferaum ist nur wenig gewachsen (Foto: VW)Im Kofferraum gibt es wenig Neues. Das Volumen stieg von 330 auf 350 Liter, und nach dem Umlegen der Rücksitze stehen nun 1305 statt 1184 Liter zur Verfügung. Bei umgeklappten Sitzlehnen ergibt sich eine 1,65 statt wie bisher 1,43 Meter lange Ladefläche. Anders als bisher lassen sich nur die Sitzlehnen, nicht aber die Sitzpolster im Fond umlegen. Dadurch entsteht eine zehn Zentimeter hohe Schwelle im Laderaum, die beim Hineinschieben von Gepäckstücken stört - das war beim alten Modell besser.

Vier Motoren zum Marktstart
Den Golf gibt es zum Marktstart mit vier verschiedenen Motoren: Neben dem Einstiegsaggregat mit 75 PS und dem 1.6 FSI mit 115 PS sind dies ein 1.9 TDI mit 105 PS und ein 2.0 TDI mit 140 PS. Anfang 2004 folgen weitere vier Motoren. Im Jahr 2005 werden dann die Stufenheckvariante Bora sowie die Golf-Sportler GTI und R32 auf den Markt losgelassen. Ob es einen Variant geben wird, ist derzeit noch nicht geklärt. Klar ist hingegen, dass kein Cabrio mehr gebaut wird.

Fazit
Einiges besser, nur weniges schlechter: Zu den bemerkenswertesten Neuheiten beim Golf gehört das erfreulich straffe Fahrwerk. Nur bei Querrillen und schneller Fahrt auf nicht optimal gepflegten Autobahnen macht sich ein Poltern negativ bemerkbar. Ein zweites Plus ist, dass im Fond deutlich mehr Platz als im Vorgänger bereitsteht. Das macht sich auch durch mehr Laderaumlänge nach dem Umlegen der Fondsitze bemerkbar. Beim Beladen stören jedoch die umgelegten Rückenlehnen der Sitze in der Mitte.


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