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Honda CR-V - Geländewagen für die Straße

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Honda CR-V - Geländewagen für die Straße

02.10.2003, 11:38 Uhr | T-Online/dpa

Honda CR-V : Gelände ist nicht seine Stärke (Foto: dpa)Honda CR-V : Gelände ist nicht seine Stärke (Foto: dpa)Vor einigen Jahren wurde für den aktiven Teil der Menschheit die Klasse der SUVs - der Sports Utility Vehicles, der sportlichen, vielseitig einsetzbaren Automobile - auf die Räder gestellt. Es sollen Freizeitautos sein, die sowohl auf dem Asphalt eine gute Figur machen, als auch Waldwege nicht scheuen, viel Stauraum haben und einen durchzugsstarken Motor. Zu diesem Segment gehört der 150 PS starke Honda CR-V, der auf der IAA 2003 in überarbeiteter Version gezeigt wurde. Wir haben ihn in der Ausstattung ES getestet.

Foto-Show Honda CR-V

Gebrauchsanweisung warnt vor Gelände
"Ein großer Geländewagen" ist der erste Eindruck vom Honda CR-V. Unter der bulligen Schnauze vermittelt ein Unterfahrschutz-Blech Robustheit. Ein Blick weiter nach unten belehrt uns allerdings eines Besseren: Der Auspuff ist ziemlich weit abgehängt, das könnte im harten Gelände Probleme geben. Das gibt auch die Betriebsanleitung kund: "Das Fahrzeug ist nicht für ständigen harten Geländeeinsatz, zur Arbeit im Gelände etc. geeignet". Also probieren wir das "Fahren auf Straßen" aus, wofür der CR-V "in erster Linie konstruiert ist".

Honda CR-V Technische Daten

Interessante Interieur-Details
Innenraum: interessante Details (Foto: Honda)Innenraum: interessante Details (Foto: Honda)Der Fahrersitz ist bequem. Von hier aus hat man einen erhöhten Überblick über das Verkehrsgeschehen. Das Cockpit wirkt auf den ersten Blick langweilig-funktional. Beim näheren Hinschauen entdeckt man jedoch einige interessante Details. Dazu gehört der Griff der Handbremse, der so geschickt in die Mittelkonsole platziert wurde, dass er als Haltegriff durchgehen könnte.

Aufgeräumtes Cockpit
Die Armaturentafel des CR-V erweist sich als bedienerfreundlich und aufgeräumt. Als Wermutstropfen trübt die Radio-Navigationseinheit in der Mittelkonsole das Bild: Der Lautstärkeknopf ist rechts angeordnet. Um ihn zu erreichen, muss man sich vorbeugen und den Arm strecken. Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Honda in seinem Ursprungsland ein Rechtslenker ist und demzufolge auch das Radio von der anderen Seite bedient wird. Eine Bedienmöglichkeit des Systems vom Lenkrad aus könnte hier Abhilfe schaffen, aber die gibt es leider nicht mal optional.

Viel Platz, viele Ablagen
Der CR-V bietet viel Platz (Foto: Honda)Der CR-V bietet viel Platz (Foto: Honda)Fahrer und Beifahrer haben eine Menge Platz und ausreichend Staufächer sowie Ablagemöglichkeiten. Da Handbremse und Automatikhebel in der Mittelkonsole untergebracht sind, kann der Raum zwischen den Sitzen ebenfalls als Utensilien-Ablage genutzt werden. Dort gibt es ein Tablett mit Getränkehalterungen. Bei Bedarf kann es auch einfach weggeklappt werden.

Hecktür öffnet zur Seite
Auch die Fondpassagiere fühlen sich nicht wie im engen Kämmerlein, sondern sitzen recht bequem. Die Rückbank lässt sich in der Länge verschieben. Wer den CR-V als Transporter nutzen will, kann mit wenigen Handgriffen die Rücksitzlehne asymmetrisch teilen oder die Sitze komplett aufwickeln. In den geräumigen Honda passen je nach Stellung der Rücksitze zwischen 527 und 952 Liter Gepäck. Dank der zur Seite öffnenden Hecktür und dem separat nach oben aufklappbaren Heckfenster lässt sich der Freizeit-Honda je nach Bedarf bequem beladen. Dass die Tür allerdings nach rechts zur Fußweg-Seite hin öffnet, ist wohl wiederum dem Linksverkehr im Herkunftsland zu verdanken.

Leiser, durchzugsstarker Motor
Durstig aber kultiviert: der 2-Liter-Motor (Foto: Honda)Durstig aber kultiviert: der 2-Liter-Motor (Foto: Honda)Der CR-V wird ausschließlich mit einem Zweiliter-Benziner mit variabler Ventilsteuerung angeboten. Der Motor ist ein sehr angenehmer Zeitgenosse: Er bleibt von der Geräuschentwicklung her unauffällig, entwickelt aber besonders in höheren Drehzahlen eine bemerkenswert gute Durchzugskraft. Dem Motor scheint es egal zu sein, ob er den Wagen mit 70 oder 140 km/h voranbringen soll, er führt die Gaspedal-Befehle willig aus, ohne den Geräuschpegel wesentlich zu erhöhen. Bei einer Tachoanzeige von etwa 170 km/h war bei unserem Testwagen die Höchstgeschwindigkeit erreicht.

Sanfte Automatik
Der kultivierte Motor wird von einer gut abgestimmten Vierstufen-Automatik unterstützt, die sanft schaltet. Die Automatik hat einen Overdrive: Wird er deaktiviert, schaltet das Getriebe nur die ersten drei Gänge. Mit der Automatik beschleunigt der CR-V in 12,0 Sekunden auf Hundert.

Gelassenes Vorankommen
Dieser Wert sagt eigentlich schon aus, dass der große Honda eher für ein gelassenes Vorankommen konzipiert wurde. Denn auch das relativ komfortabel gefederte Fahrwerk lädt nicht unbedingt zum rasanten Fahren ein. In scharfen Kurven hat der CR-V eine geländewagen-typische Seitenneigung. Die meiste Antriebskraft haben im Normalbetrieb die Vorderräder. Wenn sie durchdrehen, wird die Kraft elektronisch dorthin geleitet, wo sie am meisten gebraucht wird. Ein elektronisches Stabilitätsprogramm wie ESP wird nicht angeboten.

12,2 Liter Test-Verbrauch
Der Hersteller gibt den Verbrauch mit 9,3 Litern an. Bei unserem straffen Test hat sich der CR-V im Durchschnitt 12,2 Liter Super- Benzin aus dem Tank gesaugt. Der Honda CR-V steht in der höchsten Ausstattungsvariante ES mit 25.500 Euro in der Liste. Für diesen Preis ist er gut mit Extras bestückt. Bei seinen Kollegen bewegt er sich im guten Mittelfeld: Der Mitsubishi Outlander kostet mit dem 136 PS starken Zweilitermotor ab 21.999 Euro, den Nissan X-Trail Sport gibt es mit zwei Litern Hubraum und 140 PS ab 27.020 Euro.

Fazit:
Macht mobil bei Sport und Spiel: Der Honda CR-V ist ein gelungenes Freizeitauto. Er vermittelt den Eindruck, ein großer Geländewagen zu sein. Die erhabene Sitzposition, das reichhaltige Platzangebot im Innenraum und nicht zuletzt auch seine moderne Optik sind Pluspunkte auf der Haben-Seite. Die frische Gesamterscheinung ist mit einem durchzugsstarken Motor und einer sanft schaltenden Automatik gekoppelt. Dass weder Motor noch das Fahrwerk zu einer sportlichen Fahrweise animieren, ist zu verschmerzen. Dafür ist der Honda ein ausgezeichneter Cruiser für entspanntes Vorankommen.


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