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Fahrbericht: Porsche Cayenne Turbo S - Die Wüste bebt

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Fahrbericht  

Cayenne Turbo S: Die Wüste bebt

08.02.2006, 13:18 Uhr | Spiegel-Online

Porsche Cayenne Turbo S (Foto: Porsche)Porsche Cayenne Turbo S (Foto: Porsche) Das wird die Ölscheichs doppelt freuen: Sie kommen schneller in die Wüste und ihre Kunden häufiger zur Zapfsäule, denn Porsche bringt den Cayenne jetzt in einer noch stärkeren Variante. Mit dem S hinter dem Turbo-Schriftzug hat der Vollgas-Geländewagen 521 PS.#

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Fast 118.000 Euro werden fällig
Porsche legt beim Wettrüsten noch einmal kräftig nach und übernimmt mit dem Cayenne Turbo S vorläufig die Führung bei der hochbeinigen Hatz. Mit 521 PS ist das neue Topmodell der Schwaben, das in diesen Tagen zu ersten Testfahrten in Dubai bereit stand, der stärkste Geländewagen, den man derzeit ohne den Umweg über einen Tuner kaufen kann. Allerdings liegt er auch beim Preis in Führung: Mehr als 117.573 Euro kostet derzeit kein anderes Sport Utility Vehicle.

Foto-Show Porsche 911
Foto-Show Porsche 911 Cabrio

Zwei neue Ladeluftkühler
Für den Leistungszuwachs, den sich Porsche mit rund 16.000 Euro Aufpreis gegenüber dem normalen Turbo bezahlen lässt, haben die Ingenieure in Stuttgart in dieselbe Trickkiste gegriffen, aus der sich sonst auch die Tuner bedienen. So erhielt der am Motorblock unveränderte 4,5 Liter große V8 eine neu programmierte Steuerung und vor allem zwei neue Ladeluftkühler. "Zwischen Turboladern und Drosselklappe montiert, sorgen sie für die Abkühlung der verdichteten Luft, die dem Motor zugeführt wird und verbessern dadurch die Zylinderfüllung", sagt Baureihenchef Klaus-Gerhard Wolpert. Weil deren Wärmetauscher größer sind als beim Turbo und zudem aus Aluminium hergestellt werden, steigt der Wirkungsgrad. "Das Ergebnis ist ein um 50 Prozent geringerer Druckverlust", sagt Wolpert, "der für einen höheren Ladedruck genutzt wird."

720 Newtonmeter Drehmoment
Je nach Drehzahlbereich pumpt der Turbo die Luft nun mit bis zu 1,9 bar in die Zylinder. Auf diese Weise steigt die Leistung des Cayenne um gut 15 Prozent, und das maximale Drehmoment legt um 100 auf 720 Newtonmeter zu. Nach dem Hochleistungssportwagen Carrera GT ist der Cayenne Turbo S damit der stärkste Straßenporsche aller Zeiten und verweist den Elfer lässig in die Schranken.

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2,5 Tonnen wollen bewegt werden
Bei den ersten Testfahrten durch die Wüste von Dubai hat dieser Kraftzuwachs für den Cayenne jedoch vor allem psychologische Wirkung. Weil ja schon der normale Turbo alles andere als schmalbrüstig ist, bleibt das gefühlte Plus an Dynamik ohne den direkten Vergleich eher gering. Doch absolut betrachtet ist es überaus beeindruckend, wie der Achtzylinder das fast 2,5 Tonnen schwere Dickschiff nach vorn katapultiert, als wäre es ein Federgewicht.

Beschleunigungswerte wie bei einem Sportwagen
Schon nach 5,2 Sekunden erreicht das Auto aus dem Stand 100 km/h. Wer beim Überholen im fünften Gang mal eben von 80 auf 120 km/h beschleunigt, zieht in nur 5,4 Sekunden am Vordermann vorbei. Und ehe man es sich versieht, steht die Tachonadel bei 200 Sachen, ohne dass der Motor auch nur einen Hauch von Anstrengung zeigen würde. Auch jenseits dieser Marke lässt der Vortrieb kaum nach, wenn der Bleifuß weiter am Boden bleibt und alle anderen Geländemodelle und viele Sportwagen im Rückspiegel verschwinden. Erst bei 270 km/h muss sich selbst der stärkste Geländewagen der Welt den Kräften des Windes geschlagen geben, weil der Cayenne eben doch nicht ganz so schnittig ist wie ein Cayman oder ein Carrera.

Leichte Querbeschleunigung
Allerdings sollte man sich für diese Übung eine gerade Strecke mit freiem Blick aussuchen. Natürlich wurde die Bremsanlage noch einmal verstärkt, und das Fahrwerk ist hinreichend stramm abgestimmt. Doch lässt sich die Physik nicht überlisten und das Gewicht nicht wegdiskutieren: In engen Kurven und bei hohem Tempo drängt das Dickschiff nach außen. Und zumindest vom Gefühl her wünscht man sich im Cayenne einfach etwas mehr Sicherheitsabstand zum Vordermann als in einem Elfer, obwohl der Bremsweg in der Praxis wahrscheinlich kürzer ist als bei den meisten anderen Geländewagen.

25 Liter Verbrauch sind schon mal drin
Und noch ein wichtiges Kriterium sollte die gewählte Strecke erfüllen: eine hohe Tankstellendichte. Zwar hat Porsche den Motor so getunt, dass der Normverbrauch auf dem Prüfstand vom Leistungsplus nicht beeinträchtigt wird und unverändert bei happigen 15,7 Litern liegt. Aber wer es richtig laufen lässt und die Kraftreserven des bollernden Achtzylinders abruft, dem zeigt der Bordcomputer auch mal Verbrauchswerte von weit über 25 Liter an. Da werden dann auf langen Strecken selbst 100 Liter Tankvolumen schnell knapp.

Dezenter Auftritt, reichlich Luxus im Innenraum
Für Porsche eher ungewöhnlich ist der zurückhaltende Auftritt des Kraftmeiers. Denn "seine Spitzenstellung dokumentiert das neue Modell nach außen nur sehr dezent", sagt Wolpert. "Es ist lediglich an den in Wagenfarbe matt lackierten Lufteinlassgittern, den 20 Zoll großen Rädern, am Heck-Schriftzug sowie an den Auspuff-Endrohren in Vierrohr-Optik zu erkennen." Und auf Wunsch an der Sonderlackierung "Marineblaumetallic", die es nur für den Turbo S gibt. Innen zeigen sich die Schwaben relativ großzügig. Eine komplette Lederausstattung gehört ebenso zum Serienumfang wie elektrisch verstellbare Sitze mit Heizung, eine beheizbare Rückbank, Klimaautomatik, Einparkhilfe und die Musikanlage von Bose. Auch für Reifendruckkontrolle und Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht müssen Turbo-S-Käufer nicht mehr extra bezahlen.

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