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Japanisches Spaßmobil mit britischer Note

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Fahrbericht: Daihatsu Copen  

Japanisches Spaßmobil mit britischer Note

19.12.2003, 13:32 Uhr | Silke Koppers/mid

Daihatsu Copen (Foto: Daihatsu)Daihatsu Copen (Foto: Daihatsu)Als einen Karmann Ghia mit englischer Sportwagennote, so könnte man ihn charakterisieren, den Daihatsu Copen. Mit dem putzigen Roadster ist den japanischen Designern ein kleines Schmuckstück gelungen. Obwohl er aufgrund seiner geringen Größe gern der Kategorie "Frauenauto" zu geordnet wird, verlieben sich auch Männer in ihn.

Foto-Show Daihatsu Copen

Ein "lächelndes Gesicht"
Klappdach wie der SLK (Foto: Daihatsu)Klappdach wie der SLK (Foto: Daihatsu)Das mag auch an seinen teils weiblichen Rundungen liegen. Kreisförmige Scheinwerfer und eine weit nach vorne gezogene Motorhaube verleihen dem knapp dreieinhalb Meter langen Wagen ein "lächelndes Gesicht". Das kurze abgerundete Heck bildet das passende Pendant. Durch seine Form und seine Kompaktheit wirkt er, als könne man ihn in die Hosentasche stecken, ließe man nur die Luft aus den Reifen.

Daihatsu Copen Technische Daten

Erinnerung an Seifenkisten-Rennen
Weniger niedlich ist der Preis: Für 17.200 Euro bekommt man ein reines Spaßauto mit wenig Komfort. Zwar bringt einen der Copen zuverlässig von A nach B, ist mit seinen 68 PS und dem 660 Kubikzentimeter kleinen Motörchen aber nicht besonders schnell: Bei 135 km/h ist Schluss. Dennoch erliegt der Fahrer der Illusion eines Geschwindigkeitsrausches, da die Karosserie bei Unebenheiten zu hörbaren Verwindungen neigt, der Vierzylinder wie ein Nähmaschinenmotor rattert und ab 90 km/h alles vibriert. An einer Geräuschdämpfung ist offensichtlich gespart worden. In Kombination mit der sehr harten Straßenlage des Fronttrieblers erinnert die Fahrt an das Seifenkisten-Rennen aus Kindertagen.

Design trumpft auf
Innenraum mit britischer Eleganz (Foto: Daihatsu)Innenraum mit britischer Eleganz (Foto: Daihatsu)Ungefähr genau so viel Platz bietet der Copen auch. Große oder pfundigere Menschen dürften sich darin eingeengt vorkommen. Kleine Personen hingegen fühlen sich in den Sportsitzen und dem kompakten Innenraum gut aufgehoben. Abermals trumpft hier das Design auf. Eine schnörkellose Instrumententafel mit den nötigsten Anzeigen strahlt schlichte englische Eleganz aus. Die optionalen roten Ledersitze und die passende Innentürverkleidung sind ein absoluter Blickfang.

Nur als Rechtslenker zu haben
Doch mehr noch reizt die Tatsache, dass es sich beim Zweisitzer um einen Rechtslenker handelt. Für die deutsche Serienversion soll das Licht entsprechend für den hiesigen Straßenverkehr asymmetrisch ausgerichtet worden sein. Ebenso befindet sich in den Fahrzeugen für den deutschen Markt - im Gegensatz zur gefahrenen japanischen Originalversion - der Blinkerhebel auf der gewohnten linken Seite des Steuers, und eine Anzeige fürs Fernlicht wurde nachträglich in die Armaturen integriert.

Fahrerisches Können verlangt
Cabrio mit Seifenkisten-Feeling (Foto: Daihatsu)Cabrio mit Seifenkisten-Feeling (Foto: Daihatsu)An das Fahren eines Rechtslenkers im Rechtsverkehr muss man sich erst mal gewöhnen. Aber schon nach einigen Kilometern entwickelt sich das Auto mehr und mehr zum lustigen Freizeitmobil. Fahrerisches Können wird jedoch bei flotten Drifts um die Ecke verlangt, da der Copen weder über ESP, das kleine Fahrfehler korrigieren könnte, noch über anderen technischen Komfort verfügt. ABS und zwei Airbags sind die einzigen Sicherheitsmerkmale des Wagens. Im Sommer kann das Fahrvergnügen dank des elektrisch versenkbaren Hard-Tops weiter gesteigert werden.

36 Euro Steuer im Jahr
Auch die Kfz-Steuer trübt den Spaß nicht. Gemäß der Schadstoffeinstufung nach Euro 3 sind pro Jahr 36 Euro fällig. Die Haftpflicht (Typ 13) kostet in der SF-Klasse 1 und bei einer Großstadt-Zulassung pro Jahr rund 420 Euro. Beim Kraftstoffverbrauch liegt der Copen allerdings weit über den Werksangaben von durchschnittlich 6,4 Litern Normalbenzin. Auf hundert Kilometern schluckte der Roadster im Alltagsfahrbetrieb 10,4 Liter Kraftstoff.

Fazit: Spaß-Auto für Besserverdienende
Ein Alltagsauto ist der Roadster tatsächlich nicht. Zwar ist ein durchschnittlicher Lebensmitteleinkauf mit einem Kofferraumvolumen von 210 Litern möglich. Aber die tiefe Lage des Wagens mit nur elf Zentimetern Bodenfreiheit könnte bei häufigem Ein- und Aussteigen oder Be- und Entladen für Rückenschmerzen sorgen. Somit ist der Copen vom Preis-Leistungs-Verhältnis her gesehen tatsächlich ein reines Vergnügungsauto. Wer sich das leisten kann, wird auf seine Kosten kommen.

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