Startseite
Sie sind hier: Home > Auto > Fahrberichte >

Lancia Musa - Schminkköfferchen auf großer Fahrt

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Lancia Musa - Schminkköfferchen auf großer Fahrt

08.10.2004, 14:41 Uhr | Jürgen Pander/Spiegel-Online, t-online.de

Der neue Lancia MusaDer neue Lancia Musa"Gäste, nicht einfach Passagiere" - das ist der Spruch, mit dem die italienische Marke Lancia klar machen möchte, was sie unter einem modernen Auto versteht. Jüngstes Modell dieser mobilen Wohlfühlwelle ist der Minivan Musa.

Foto-Show Lancia Musa

Wärme für die Minivan-Welt
Wenn es um Minivans geht, geht es bislang immer auch um die Variabilität des Innenraums, um das vielfach verstellbare Gestühl, um die Ladekapazität, um die Funktionalität. Kurzum: Es geht um ein rationales Herangehen an ein Automobil. "Diese Welt der Minivans soll durch den Musa Wärme bekommen", sagt Lancia-Sprecher Vicenzo Luca. Als Heizung dient vor allem das Design, aber auch die gesamte Anmutung des Fahrzeugs. Gerne sprechen die Leute aus dem Fiat-Konzern in diesem Zusammenhang von der "Italianità", die es neu zu entfalten gelte.

Keine Schwächen bei der Funktionalität
Das Vertrackte daran ist: Der Musa soll natürlich ebenso variabel sein wie seine Konkurrenten, etwa der Opel Meriva oder der Honda Jazz. Also lässt sich auch beim Musa die asymmetrisch geteilte Rückbank in Längsrichtung verschieben, die Lehnen der Sitze können umgeklappt werden, und wenn dann der Platz im Ladeabteil immer noch nicht reicht, können zudem auch noch die Sitzflächen im Fond hochgestellt werden. Mit anderen Worten, der Musa kann in der Disziplin Funktionalität mit den anderen im Segment absolut mithalten.

Weit weg vom Kastenbrot-Einerlei
Blickfänger: Musa-CockpitBlickfänger: Musa-CockpitEr kann aber noch ein bisschen mehr, nämlich Blicke auf sich ziehen. Lancia ist es wie beim Kleinwagen Ypsilon auch bei der Vanvariante Musa gelungen, der Karosserie das gewisse Etwas mitzugeben. Die Form der Scheinwerfer vorne und hinten, der elegante und chromumrandete Kühlergrill, die Grafik der Fenster - das Auto sieht auf fast allen Perspektiven schön aus. Jedenfalls weit weg vom Kastenbrot-Einerlei manch anderer Autos dieses Segments.

Kleine Schönheitsfehler
Auch im Innenraum empfängt einen der Musa erst mal mit Grandezza: Hübsche Farben, feine Oberflächen, elegante Formen. Die Mittelkonsole tief zwischen den Vordersitzen fällt dagegen buchstäblich ab, doch auf den ersten Blick fühlt man sich gleich wohl. Beim zweiten Blick jedoch fallen einige Unstimmigkeiten auf: Warum stehen die letzten Ziffern der elfenbeinfarbenen Tacho- und Drehzahlmesserskalen im Vergleich zum Rest auf dem Kopf? Warum schnalzen die Haltegriffe mit einem lauten Klack zurück, wo doch heutzutage Premiumautos auch dadurch gekennzeichnet sind, dass diese Griffe lautlos gedämpft in ihre Ausgangsstellung zurück gleiten? So hübsch der Wagen ansonsten geschminkt ist, das sind dann schon zumindest kleine Schönheitsfehler.

Kein Straßenfeger
Und weil wir gerade dabei sind, auch noch dieser Kritikpunkt: Die Lenkung fühlt sich teigig an. Wenn die Kurven enger und die Fahrt flotter wird, stellt sich auf dem Fahrerplatz das Gefühl ein, man habe den Wagen nicht vollkommen im Griff. Eine etwas direktere Übersetzung würde dem Auto gut tun. Zumal der Musa, von diesem Detail abgesehen, sich richtig gut fährt. Mit dem 1,4-Liter-Benziner - dem Motor, von dem sich Lancia die größten Absatzzahlen verspricht - ist der Wagen gut bestückt. Kein Straßenfeger, aber ein vernünftig motorisiertes Modell.

Teurer Einstieg
Der Musa hat das gewisse EtwasDer Musa hat das gewisse EtwasZur Serienausstattung zählen unter anderem vier Airbags, ABS, Klimaanlage, Bordcomputer, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrisch beheizbare und verstellbare Außenspiegel, ein zweifach einstellbares Lenkrad, der Musa ist bereits in der Grundversion namens Oro üppig ausgestattet. Allerdings ist der Wagen auch ziemlich teuer: 15.950 Euro kostet das Einstiegsmodell. Zum Vergleich: Den Opel Meriva gibt es bereits ab 13.715 Euro, den weitgehend baugleichen Fiat Idea ab 13.490 Euro.

Der Preis der Schönheit
Es ist der Preis der Schönheit, den Lancia beim Musa draufschlägt. Und zugleich jener der Exklusivität, denn wer jeden Euro zweimal umdrehen muss, wird wohl kaum zum Musa greifen. Wer jedoch auf ein stilvolles Autos Wert legt, wird ihn in die engere Wahl nehmen. Die frohe Botschaft dieses Autos: Die italienische Traditionsmarke Lancia hat zur "Italianità" zurückgefunden.

Aktuelle Meldungen Die Auto-Info-Show

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Straßenlaterne rettet Leben 
Junge Frau hat das Glück ihres Lebens

An einer Kreuzung stoßen zwei Autos zusammen. Ein Peugeot verliert die Kontrolle, rast auf den Bürgersteig zu. Eine Straßenlaterne rettet einer jungen Passantin das Leben. Video

Anzeige
AnzeigeGebrauchtwagensuche
Welcher ist Ihr nächster?

Finden Sie hier Ihren neuen Gebrauchten:

 


Anzeige
shopping-portal