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Auto und Motor: Fahrbericht Jeep Wrangler

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Fahrbericht  

Renovierte Ikone für Abwegiges

03.05.2007, 17:54 Uhr | mid

Jeep Wrangler (Foto: Jeep)Jeep Wrangler (Foto: Jeep) Auf den ersten Blick mag man es kaum wahrnehmen, doch die Allrad-Ikone Jeep Wrangler steht nun vollkommen runderneuert beim Händler. Während es optisch bei der robusten Kastenform bleibt, arbeitet unter der Motorhaube nun erstmals ein 177 PS starker 2,8-Liter-Dieselmotor. Ebenfalls neu: Unter dem Namenszusatz "Unlimited" ist erstmals auch ein Viertürer zu haben.

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Imposante Erscheinung
Basismodell bleibt wie bisher der zweitürige Wrangler. An ihm lässt sich das Größenwachstum des neuen Jeeps am augenscheinlichsten ablesen. Ein fünf Zentimeter längerer Radstand und eine um neun Zentimeter breitere Spur sorgen für einen satten Auftritt und eine deutlich verbesserte Straßenlage. Mit mittlerweile 1,80 Meter Höhe gehört der Jeep ohnehin zu den imposanten Erscheinungen im Straßenbild.

Kein Designpreis
Die robuste Optik des echten Ur-Geländewagens zu erhalten, gehörte zu den leichteren Übungen bei der Neuauflage. Einen Designpreis hat der Klassiker auch in seiner neuen Form nicht verdient, außer es wird die konsequente Schlichtheit wegen ihrer Betonung der Funktion, wie beispielsweise die außen liegenden Türscharniere oder die Schnellverschlüsse der Motorhaube gelobt.

Inneneinrichtung
Echte Jeep-Fans mögen das genau so und auch die eher zivilen Autonutzer gestehen dem Jeep zu: dass ein Geländewagen nur so aussehen kann, wie ein Oldtimer im Militarylook eben. Innen ist der Jeep ungemein praktisch eingerichtet. Große, griffsichere Schalter und die generelle Eignung des Interieur zur reinigenden Behandlung mit dem Dampfstrahler machen ihnen ohne schlechtes Gewissen matsch- und staubtauglich.

Hier geht es zum großen Archiv (Foto: Werk)Hier geht es zum großen Archiv (Foto: Werk)Nur geringe Chancen für den Benziner
Der 2,8-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor kommt von VM Motori in Italien. Außerdem gibt es einen ebenfalls neuen 3,8-Liter-V6 Benziner mit 199 PS, der den bisherigen Vierlitermotor ersetzt. Der Normverbrauch des Wrangler Unlimited 2;8 CRD liegt mit glatten zehn Litern Diesel im klassenüblichen Rahmen. Der Benziner verbraucht 11,9 Liter und dürfte deshalb in Europa nur eine sehr kleine zweite Geige spielen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt bei beiden Motoren 180 km/h.

Komfortabel und leise
Bei beherzter Fahrt über holprige Feldwege und leichtes Gelände entpuppt sich der gefahrene Viertürer als ausgesprochen komfortabel und relativ leise. Der Diesel hängt gut am Gas, die sechs Gänge lassen sich exakt einlegen und bei Bedarf lässt sich der Allradantrieb manuell zuschalten. Auf Wunsch gibt es eine Viergangautomatik.

Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Moderate Fahrgeräusche
Trotz ESP lässt sich der Unlimited auf rutschigem Grund sogar zum leichten Drift verleiten, was aber außer an engen Serpentinen nicht erwünscht ist. Auf normalen Straßen fährt der neue Jeep deutlich angenehmer als man das von seinesgleichen bislang gewöhnt war. Selbst mit dem Stoffverdeck, das den Viertürer zum Cabrio macht, halten sich die Fahrgeräusche im Rahmen.

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Keine Wagen für lange Strecken
Ein Reiseauto wird der Naturbursche unter den Offroadern deshalb nicht, aber eine Stunde Autobahnfahrt ist ohne Stress zu überstehen. Mit seiner Länge von immerhin 4,75 Metern wartet der Jeep auch mit Raumkomfort auf, wobei man nur vorne wirklich gut sitzt. Die Sitze im Fond suggerieren mehr Platz als tatsächlich vorhanden ist, weil die Auflagen sehr kurz ausfallen. An Gepäck passen bis zu 2.320 Liter in das Allradfahrzeug.

Reichhaltige Ausstattung
Alle Jeep Modelle verfügen heute über ESP, Airbags und sogar Seitenairbags, die in diesem Fall wegen der demontierbaren Türen in den Sitzen untergebracht sind. Auch sonst glänzen die Amis mit einer kompletten Ausstattung mit Klimaanlage und Soundsystem. Selbst elektrische Fensterheber, bislang bei den Hardcore-Fans verpönt, sind nun zu haben.

Ab 25.000 Euro geht es los
Zu den sinnvollen Extras gehört das Navigationssystem mit 20 Gigabyte Festplattenspeicher, das nicht nur die Route berechnet, sondern auch als Musik- oder Bilddatenspeicher dient. Nun kann sich die Jeep-Gemeinde bei ihren Offroad Ausflügen direkt die Bilder der letzten Abenteuer auf dem Display ansehen. Die Preisliste für den Geländewagen startet bei 25.000 Euro, für die Langversion werden 3.000 Euro Aufpreis fällig.

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