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Fahrbericht  

Suzuki Swift Sport: Jetzt wird der Kleine frech

29.08.2006, 16:17 Uhr | Peter Eck/mid, t-online.de

Neuer Suzuki Swift Sport (Foto: Suzuki)Neuer Suzuki Swift Sport (Foto: Suzuki) Als der neue Suzuki Swift im vergangenen Jahr auf den Markt kam, waren die Autotester voll des Lobes. So ein modernes Design und so ein knackiges Fahrwerk hatten den Japanern nur wenige Fachleute zugetraut. Lediglich die allzu zahmen Benzinmotoren, ein 1,3-Liter mit 92 PS und ein 1,5-Liter mit 102 PS, passten nicht zum dynamischen Auftritt des Kleinwagens. Genau diese Lücke will Suzuki jetzt mit dem Swift Sport schließen. Ein 1,6-Liter-Motor mit 125 PS soll ab Januar 2007 zum Preis von rund 18.000 Euro für flottere Fahrleistungen sorgen.

Foto-Show Suzuki Swift Sport
Foto-Show Suzuki SX4
Foto-Show Der Suzuki Swift

Feinarbeit am Motor
Die Ingenieure haben den 1,5-Liter-Motor überarbeitet und ihm knapp 100 ccm mehr Hubraum spendiert. Durch eine veränderte elektronische Drosselklappen-Steuerung und reibungsoptimierte Kolben und Pleuel, eine gehärtete Kurbelwelle und verstärkte Kolbenfedern wurde mehr Antriebsdynamik realisiert. Der Swift Sport wirkt deutlich agiler und giert geradezu nach Drehzahl. Und die lässt man ihm über das kurz gestufte Fünfganggetriebe auch gerne zukommen.

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Hier geht es zum großen Archiv (Foto: Werk)Hier geht es zum großen Archiv (Foto: Werk)200 km/h sind drin
Die Fahrleistungen stellen zufrieden. Nach 8,9 Sekunden sind 100 km/h erreicht. Nach einigem Anlauf kommt der Fronttriebler auf exakt 200 km/h Höchstgeschwindigkeit. Dabei schafft es der Motor nicht, das Fahrwerk auch nur annähernd an seine Grenzen zu führen, dafür wären wohl weitere 20 bis 30 Pferdestärken vonnöten gewesen. Gefährlich wäre es auch dann noch nicht geworden, schließlich wacht in dieser Version des Kleinwagens serienmäßig ein ESP über die Stabilität des Fahrzeugs.

Umfangreiche Serienausstattung
Im Grundpreis des Viersitzers enthalten ist eine reichhaltige Serienausstattung unter anderem mit Klimaanlage, CD-Radio inklusive Navigationssystem, einem schlüssellosen Zugangs- und Startsystem, elektrischen Helfern für Fenster und Spiegel und einigem anderen mehr. Selbst Metallic-Lack, wahlweise in den Farben Schwarz, Rot oder Silber, kostet keinen Aufpreis. Zudem steht das Fahrzeug auf satten 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, die mit Reifen der Dimension 195/45 R17 bestückt sind.

Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Stolzer Preis
Eine Optionsliste gibt es nicht: Wer den Swift Sport will, muss ihn mit Vollausstattung nehmen, für voraussichtlich knapp 18.000 Euro. Nicht gerade wenig, aber der Preis geht angesichts der Komplettausstattung noch in Ordnung. Wer mehr Zierrat möchte - einen martialischen Heckspoiler und Seitenschweller zum Beispiel - kann sich über das Zubehörprogramm beim Händler versorgen.

Die Landstraße ist sein Revier
So oder so sieht der Wagen richtig gut aus, und richtig gut lässt er sich auch bewegen, im Stadtverkehr wie auf der Landstraße. Auf der Autobahn sind längere Fahrten allerdings etwas mühsam und zu laut wird es auch, denn der Vierzylinder benötigt hohe Drehzahlen, um richtig in Fahrt zu kommen.

Sitzposition verdient Kritik
Nicht zufrieden stellt auch die Sitzposition: Zwar ist das Gestühl langstreckentauglich, doch sitzt man trotz Verstellmöglichkeit selbst bei tiefster Einstellung noch viel zu hoch. Unter dem Strich ist jedoch die stärkste und teuerste Version des Kleinwagens auch die empfehlenswerteste. Die Japaner wollen in Deutschland im kommenden Jahr 15.000 Swift absetzen und darunter sollen sich immerhin 2500 bis 3000 Sport-Versionen befinden.

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