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Offroad: Hummer - Besser H2 oder der H3?

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Hummer  

Was ist die bessere Wahl: Der H2 oder der H3?

29.05.2006, 16:03 Uhr | Alexander Kramer / T-Online, t-online.de

Der Hummer H2 (Foto: T-Online)Der Hummer H2 (Foto: T-Online) Groß ist er, stark ist er und für viel Aufsehen sorgt er auch: Der Hummer. Aus Amerika und vielen Musikvideos im TV bekannt, schwappt die Begeisterung langsam auch nach Europa über. Noch gibt es wenige Autohäuser in Deutschland, die den Riesen von General Motors anbieten, aber diese versichern, dass es mittlerweile täglich Anfragen gibt.#

Video: Die Hummer-Testfahrt

Foto-Show Hummer H2/H3
Foto-Show Hummer H1
Foto-Show Jeep Commander
Foto-Show Mercedes-Benz GL


Der Hummer H1 (Foto: General Motors)Der Hummer H1 (Foto: General Motors) Ursprung bei der Army
Den Ur-Hummer gibt es seit fast 30 Jahren. Das Militärfahrzeug Humvee (Abkürzung für HMMWV) wurde seit Anfang der achtziger Jahre zunächst von AM General, einer Spezialfabrik für Militärlaster, in verschiedenen Versionen für die US Army gebaut. Seit 1992 wurde der Geländewagen aber auch in einer Zivilversion an Privatleute verkauft, die Marke Hummer war geboren. 1999 wurden die Namensrechte an General Motors verkauft.

Kleinere Brüder für den H1
Seitdem wurde der Original-Hummer als H1 verkauft. Gebaut wird er nach wie vor von AM General, GM lässt die Produktion allerdings Ende 2006 auslaufen, der H1 ist zu teuer und zu durstig. Im Jahr 2000 wurde vom neuen Mutterkonzern General Motors die etwas zivilere Version H2 in Detroit auf der Automesse vorgestellt, die allerdings nicht auf dem H1 basiert, aber trotzdem von AM General gebaut wird. Die überwältigende Resonanz brachte den um fast 20 Zentimeter schmaleren H2 als Serienmodell auf die Straße, kurze Zeit später folgte der kleinere Bruder H3, eine Eigenproduktion von GM. Wir konnten den H2 und den H3 beim Mannheimer Autohaus Kroymans einer Testfahrt unterziehen.

H3 mit zu schwachem Motor
Die nackten Zahlen sind imposant: Der brachial anmutende H2 wiegt drei Tonnen, ist mit Reserverad 5,15 Meter lang, 2,06 Meter breit und 2,00 Meter hoch. Der ebenfalls aggressiv gestylte H3 bringt es immer noch auf 2,2 Tonnen Gewicht. Der kleinste Hummer ist 4,74 Meter lang, 1,92 Meter breit und 1,88 Meter hoch. Die Motorisierung für den großen H2 ist mit einem 6-Liter-Benziner und 322 PS vollkommen ausreichend. Einen Drang, mit diesem Koloss schnell zu fahren, gibt es einfach nicht. Zu erhaben ist das Gefühl den anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber. Der H3 dagegen wird von einem 220 PS starken 3,5-Liter-Benziner angetrieben. Dieser Motor hat einige Mühe mit den 2,6 Tonnen, so dass der Fahrspaß leidet.

Große Autos, großer Durst
Was einem den Hummer-Spaß schnell verleiden kann, ist der allzu hohe Verbrauch: Der H2 schluckt über 20 Liter Super Plus, im Stadtverkehr auch schnell über 30, im kleinen H3 pendelt sich der Verbrauch bei durchschnittlichen 15 Litern ein.

H2 zu groß für Stadtverkehr
Der kleinere Hummer hat im dichten Stadtverkehr natürlich Vorteile. Die geringeren Abmessungen lassen ihn wie einen "normalen" Geländewagen steuern. Der Stadtverkehr stellt für den Fahrer eines H2 schon vor größere Probleme. Zwar ist er gegenüber dem Ur-Hummer in der Breite geschrumpft, trotzdem sollte sich mit dem über zwei Meter breiten Gefährt kein Fahranfänger in die Innenstadt trauen. Spätestens bei der Parkplatzsuche sieht es naturgemäß ziemlich schlecht aus, eine geeignete - will heißen: sehr große Lücke für den Hummer zu finden. Wo der Hummer H2 hineinpasst, könnte ein Smart Fortwo fast quer einparken.

Gutes Fahrgefühl
Von der schwachen Motorisierung des H3 einmal abgesehen, macht das Fahren in beiden Modellen sehr viel Spaß. Die erhöhte Sitzposition sorgt für ein überlegenes Gefühl, Servolenkung und Automatikschaltgetriebe lassen kein rustikales Gefühl aufkommen, welches an ein Militärfahrzeug erinnern könnte. Gerade im größeren H2 lässt es sich gemächlich cruisen, man genießt das erhebende Gefühl, einen echten Hummer zu fahren und mit dem Geländeriesen die Blicke auf sich zu ziehen. Im H3 sieht es ähnlich aus, einzig die zu schwache Motorleistung trübt den Fahrspaß.

H2 ist ein echter Lademeister
Der Hummer H3 (Foto: T-Online)Der Hummer H3 (Foto: T-Online) Ein krasser Unterschied zwischen den beiden Modellen besteht beim Platzangebot. Für groß gewachsene Menschen ist schon das Einsteigen auf den H3-Fahrerplatz nicht gerade sehr angenehm, auch hinten hält sich die Beinfreiheit in Grenzen. Das sieht beim H2 ganz anders aus, hier sitzt es sich sowohl vorne als auch hinten sehr bequem. Ähnliches gilt für den Kofferraum: Klar, der kleinere H3 ist auch hinten sehr geräumig, kommt aber bei seinen Abmessungen bei weitem nicht an den großen Bruder heran, der ein wahrer Lademeister ist. Das gilt übrigens nur für die H2-Variante mit fünf Sitzen, der Siebensitzer verschiebt die letzte Sitzreihe in den Kofferraum, was das Ladevolumen auf ein Minimum beschränkt.

Alle Hummer-Daten auf einen Blick

H1

H2

H3

Länge

4,69 Meter

5,15 Meter

4,74 Meter

Breite

2,20 Meter

2,06 Meter

1,91 Meter

Höhe

1,91 Meter

2,00 Meter

1,88 Meter

Leergewicht

3680 Kilogramm

3000 Kilogramm

2600 Kilogram

Leistung

seit 2005 Turbo-Diesel mit 300 PS

322 PS

220 PS

Verbrauch

ca. 25 Liter /100km

ca. 20 Liter

ca. 15 Liter

Preis

ab ca. 101.000 Euro

ab 68.000 Euro

ab 42.000 Euro


Fazit: Echtes Hummer-Gefühl im H2
Das Fahren im kleinen Hummer H3 macht sehr viel Spaß. In dieser Größenordnung gibt es allerdings viele Geländewagen, die ähnliches bieten und die zum Teil auch preiswerter angeboten werden. Das Gefühl von wahrer Größe und Stärke kommt erst im H2 auf: Die überlegene Sitzposition, der stärkere Motor und der überragende Laderaum machen erst den richtigen Hummer aus, der zudem mit seiner schieren Größe die Blicke anderer Verkehrsteilnehmer auf sich zieht. Das Ganze hat natürlich seinen Preis: Während der H3 schon ab 42.000 Euro zu haben ist, muss man für den größeren Bruder H2 bereits 68.000 Euro in der Grundausstattung auf den Tisch legen.

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