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Ein Bollwerk der Kompaktklasse

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Dodge Caliber CRD  

Ein Bollwerk der Kompaktklasse

10.04.2007, 15:21 Uhr | mid

Dodge Caliber (Foto: Dodge)Dodge Caliber (Foto: Dodge) Ein Auto wie eine Festung: Der bullige Fadenkreuz-Kühler, kräftige Kotflügel, 17-Zoll-Räder, das zerklüftete Heck und der ungewöhnlich hohe Aufbau mit den niedrigen Schießscharten-Fenstern lassen den kompakten Dodge Caliber von außen wie ein SUV wirken. Unter dem Blech ist der Amerikaner jedoch eine konventionelle Kompaktlimousine mit Vorderradantrieb, fünf Sitzen und ausreichend Platz fürs Gepäck. Mit dem 140 PS starken 2,0-Liter-Dieselmotor ist er ab vergleichsweise günstigen 18.300 Euro zu haben.

Foto-Show Dodge Caliber
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Groß, aber nicht großzügig
Trotz seiner großzügigen Abmessungen von 4,42 Metern Länge, 1,80 Metern Breite und einer Höhe von 1,54 Metern bietet das Innere nicht wesentlich mehr Platz als bei den deutlich kompakteren Wettbewerbern. Fünf Passagiere finden in dem Fünftürer bequem Platz, gleichzeitig reicht der Kofferraum für reichliche 524 Liter Gepäck. Bei umgeklappter Rückbank und weg geklapptem Beifahrersitz sind es 1.339 Liter. Allerdings muss beim Beladen erst eine recht hohe Kante überwunden werden.

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Raues Plastik
Im Innenraum zeigt der Kompakte seine amerikanische Herkunft: Gesteigertes Wohlbefinden mag sich dort zwischen rauem Hartplastik und lieblos gestalteten Bedienelementen nicht einstellen. Akustisch einschüchternd: Kurz nach der Anfahrt verriegeln mit unnötig lautem Knall die Türschlösser. Das sorgt für eine Schrecksekunde.

Wenig komfortabel
Der Fahrer leidet zudem unter den schlecht anpassbaren Sitzen und der nur in der Höhe verstellbaren und zudem auf die Knie drückende Lenksäule. Pfiffig jedoch die im Diesel-Modell serienmäßige Klimaanlage mit dem gekühlten Handschuhfach. Dort haben Erfrischungsgetränke für vier Mitfahrer Platz. Im Gepäckraum findet sich außerdem eine wieder aufladbare Taschenlampe.

Foto-Show Dodge Demon
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Bekannter VW-Motor
Den Antrieb des 1,5 Tonnen schweren Fronttrieblers besorgt ein 140 PS starker Pumpe-Düse-Diesel von Volkswagen. Nach einer kleinen Gedenksekunde bei der Anfahrt geht der Vierzylinder mit einem maximalen Drehmoment von 310 Newtonmetern souverän zur Sache. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h gelingt in passablen 9,3 Sekunden, bei Tempo 196 stellt die Tachonadel ihren Lauf nach rechts ein.

Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Hoher Widerstand
Bei mehr als Tempo 130, der Höchstgeschwindigkeit der meisten EU-Länder, lässt der große Windwiderstand der kantigen Karosserie das Beschleunigen jedoch zu einer eher zähen Angelegenheit geraten. Akustische Unauffälligkeit entspricht generell nicht der Natur des rauen VW-Selbstzünders. Im schwach gedämmt wirkenden Dodge ist das überdeutlich zu hören. Der Testverbrauch von gut acht Litern wiederum geht durchaus in Ordnung.

Nicht ganz spurtreu
Unangenehm fallen während der Fahrt die deutlich wahrnehmbaren Antriebseinflüsse in der Lenkung auf. So reißt der Amerikaner bei Spurwechseln oder schnell angegangenem Abbiegen unangenehm am Steuer und verlangt nach aufmerksamen Korrekturen. Das Terrain des Kompakten im SUV-Look sind vor allem die Autobahnen und Landstraßen; dort ist er ein flotter und komfortabler Reisewagen. Trotz seiner Höhe hat das für einen Amerikaner recht straffe Fahrwerk die Wankbewegungen des Aufbaus im Griff.

Unübersichtliche Karosserie
In der Stadt hingegen stört neben dem gewöhnungsbedürftigen Fahrverhalten die unübersichtliche Karosserie. Dicke A- und C-Säulen und das wuchtige Heck schränken die Sicht aus den kleinen Fensteröffnungen ein. Die unruhig gestaltete Rückseite wirkt zudem schnell unsauber, da sich in ihren Stufen und Nischen das Regenwasser sammelt und beim Verdunsten kleine Schmutzlachen hinterlässt.

Günstige Offerte
Glänzen kann der erste Kompakte der Daimler-Chrysler-Tochter jedoch beim Preis. Die Dieselversion ist für 18.300 Euro schon ordentlich ausgestattet. ESP und vier Airbags sind genauso an Bord wie Bordcomputer, Klimaanlage und elektrische Helfer für alle Fenster.

Extrovertierte Optik
Zum Kauf des ungewöhnlichen US-Kompakten reizen könnte vor allem die extrovertierte Optik des Dodge, die sich von dem ansonsten oftmals konservativen Kompaktklassendesign deutlich abhebt, sowie die pfiffigen Ausstattungsdetails, die sich bei keinem Wettbewerber finden.

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