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Fahrbericht  

Rolls-Royce Phantom: Johann, wir fahren!

21.05.2007, 14:22 Uhr | T-Online, t-online.de

Rolls-Royce Phantom (Foto: Rolls-Royce)Rolls-Royce Phantom (Foto: Rolls-Royce) Von Tom Grünweg

Vier Jahre läuft Rolls-Royce nun unter der Flagge von BMW. Die Bayern haben den Phantom im Oberhaus etabliert und die ersten Varianten nachgereicht. Jetzt steht das Cabrio vor der Tür, und ein kleines Modell ist in Arbeit. Trotzdem bleibt ein Rolls eine Seltenheit.#

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Hier geht es zum großen Archiv (Foto: Werk)Hier geht es zum großen Archiv (Foto: Werk)Kein Rolls in der Statistik
Mit genauen Zahlen hat man es bei Rolls-Royce nicht so. Dass die Briten früher die Frage nach der Leistung stets mit "ausreichend" beantwortet haben, ist Legende. Zwar gibt es seit der Übernahme durch BMW und dem Debüt des neuen Phantom nun Datenblätter, doch in der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes sucht man die Luxusliner vergebens.

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Exklusive Stückzahlen
Aber bei weltweit 113 Auslieferungen im ersten Quartal 2007 können in Deutschland kaum mehr als ein Dutzend Fahrzeuge angekommen sein. Im vergangenen Jahr, so ist zu hören, waren es "deutlich über 20". Es geht um bescheidene Stückzahlen: "Vor kurzem wurde der 3000 Phantom übergeben", sagt Pressesprecher Frank Tiemann. Im Vergleich zum Hauptkonkurrenten Maybach, der bislang erst auf etwa 2000 Autos kommt, ist das eine stolze Flotte. Dennoch bleibt ein Rolls auf unseren Straßen ein absoluter Exot, was nicht zuletzt am Grundpreis von 385.203 Euro liegt.

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Fast sechs Meter lang
Wer den Wagen allerdings einmal gesehen hat, wird ihn kaum mehr vergessen. Denn schon auf den ersten Blick macht der stolze Brite deutlich, dass Größe durchaus etwas Relatives ist: Mit einer Länge von 5,83 Metern und einer Höhe von 1,63 Metern degradiert er selbst den wuchtigen BMW 7er zum Kleinwagen und ragt aus dem Verkehr wie der Buckingham Palace aus der Londoner Skyline.

Vom Gewicht von 2,5 Tonnen merkt man nichts
Ob man im Phantom am besten vorne links oder hinten rechts sitzt, ist vor allem eine Frage des persönlichen Geschmacks. Denn der Wagen ist für Fahrer wie Passagier gleichermaßen ein Genuss. Vorne thront man hinter einem spindeldürren Lenk- oder besser Steuerrad und ist Herr über einen flüsterleisen Zwölfzylinder mit 6,75 Litern Hubraum, 460 PS und soliden 720 Newtonmetern. Das sind Kräfte, die man früher zu Recht als "ausreichend" gelobt hätte und die einem auch heute noch den Atem rauben. Obwohl der Wagen trotz Alukarosse runde 2,5 Tonnen wiegt, reichen weniger als sechs Sekunden für den Spurt auf Tempo 100. Und dass der mit Luft gefederte und von einer kaum spürbaren Automatik geregelte Luxusliner sich mit 240 km/h begnügen muss, ist auch kein Schaden.

Der Innenraum gleicht einem Salon
Wer das Steuer aus der Hand gibt und durch die gegenläufig angeschlagenen Türen fast aufrecht in den Fond tritt, wird für den Verzicht auf die Führungsrolle mit einem wahrhaft königlichen Salon belohnt, dessen wahre Größe sich erst in den vielen Kleinigkeiten zeigt: So wird das Holz im ganzen Fahrzeug spiegelbildlich verarbeitet. Die Gitter der Lüftung sind aus dem vollen Metallblock gefräst. Hinter den Leuchten schimmert der Kunststoff wie geeistes Kristallglas. Für die Polster mussten 16 Rinder ihre Haut zu Markte tragen. Die Klimaanlage wird auch heute wie mit einem Orgelzug bedient. Und für den Londoner Nieselregen sind in den Türen Schirme mit versilberten Griffen verborgen.

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Aufrecht sitzen im Fond
Dabei reist man im Fond nicht auf Sesseln, sondern auf einer Chaiselongue, die weit um die Schultern herumgezogen ist und die Passagiere zu einer untadelig aufrechten, ja majestätischen Sitzposition erzieht. Lümmeln soll man gefälligst in anderen Autos, mögen die Briten dem Hinweis auf die Liegesitze im Maybach entgegnen, zumal es an Beinfreiheit im Phantom nun wirklich nicht mangelt. Und auch die Kritik an den ziemlich kleinen Fenstern werden sie kaum gelten lassen. Das dient - neben den elektrisch zusurrenden Vorhängen - schließlich auch der Privatsphäre.

Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Keine erkennbare Ähnlichkeit zur BMW-Großserie
Ähnlich wie der Maybach bedient sich der Phantom der Technik aus der Großserie. Doch wo bei den Schwaben die Nähe zur alten S-Klasse teilweise gar zu offensichtlich wird, lassen es die Bayern nicht bei ein paar luxuriösen Zierleisten und dem anderen Logo bewenden. Weder am Zündschlüssel noch im Cockpit gibt sich der Phantom als veredelter 7er zu erkennen. Selbst Bordcomputer, Musiksystem und die Steuerung der Klimaanlage sind weit vom Luxus des Fußvolks entfernt. Das i-Drive-System wurde gut versteckt, und der Bordmonitor erscheint erst auf Knopfdruck, wo sonst eine Analoguhr im feinen Wurzelholz tickt.

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Noch kein sportlicher Rolls in Sicht
Zwar feiert BMW den Phantom vier Jahre nach der Übernahme der Luxusmarke als Erfolgsmodell. Doch so ganz zufrieden können die Bayern damit nicht sein. Ähnlich wie Maybach erweitern sie ihr Modellprogramm deshalb Schritt für Schritt. So gibt es den Phantom nicht nur in einer Langversion, sondern auch als gepanzerte Limousine. Nur eine Antwort auf die sportlichen S-Modelle aus Stuttgart haben die Briten noch nicht. Dafür allerdings gehen sie bald mit dem Drophead-Coupé in Vorlage, das als feudales Cabriolet die vornehme Blässe aus den Gesichtern der Superreichen treiben soll. Und danach? Noch innerhalb dieser Dekade wird es einen kleinen Rolls-Royce in der Preisklasse von 200.0000 bis 300.000 Euro plus Steuern geben, versprechen die Briten. Der zielt allerdings nicht auf Maybach, sondern auf die alte Schwester Bentley, die mit dem Continental eine ergiebige Lücke zwischen Luxus und Überfluss gefunden hat. Daher gibt es für den Continental in dieser "Unter 100"-Serie auch keinen Platz - das Auto verkauft sich zu oft.

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