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Fahrbericht: VW Polo  

Polo orientiert sich am großen Bruder

03.05.2005, 12:54 Uhr | Spiegel-Online, t-online.de

Der neue VW Polo wirkt erwachsener (Foto: VW)Der neue VW Polo wirkt erwachsener (Foto: VW) Seit der letzten Renovierung sah der VW Polo aus wie ein zu groß geratener Lupo. Jetzt, da der Lupo aus dem Programm kippt, fährt der Polo im neuen Look vor: Der Kleinwagen aus Wolfsburg, der seit exakt 30 Jahren gebaut wird, orientiert sich nun optisch am neuen, großen Passat.

Foto-Show Der neue VW Polo

Polo gehört optisch wieder zur VW-Familie
"Der Polo orientiert sich jetzt nach oben und nicht mehr wie bisher nach unten", sagt Christian Bürmann, der Produktmanager der VW-Kleinwagen-Baureihe, die in diesen Tagen gründlich renoviert bei den Händlern debütiert. Weg sind die verträumt blickenden Rundscheinwerfer, jetzt schaut der Polo aus wuchtigen Klarglas-Leuchteinheiten mit hochgezogenen Brauen, die stark an die Scheinwerfer des neuen Passat erinnern. Die ganze Frontpartie sieht aus, als hätten die Designer das Passat-Original lediglich verkleinert, der Polo gehört so auch optisch wieder eindeutig zur VW-Familie.

VW Polo Die Preise

Erwachsener und charakterstärker
Für die sammelt er seit seiner Premiere 1975 fleißig Kunden. In den vergangenen 30 Jahren wurden mehr als 8,7 Millionen Polo-Modelle weltweit verkauft. Das Design spielte dabei aber nie eine herausragende Rolle. Der Polo war einfach ein gefälliger, grundsolider und ziemlich günstiger (Fahrzeuge der ersten Serie kosteten zirka 7.500 Mark) Kleinwagen. Doch jetzt, da der brasilianische Import-VW Fox die Rolle des Einsteiger-Volkswagens übernommen hat, musste der Polo etwas "erwachsener und charakterstärker werden", wie Marketing-Mann Ralf Laudenbach sagt. "Der neue Polo soll das reine Kleinwagenimage ablegen."

Ordentliche Materialien
Spätestens wenn man drinnen sitzt, versteht man das Ansinnen. Nichts mehr erinnert an die spartanische, knarzende und schnell ausbleichende Ausstattung des Ur-Polo. Das neue Modell wirkt auf Anhieb wie ein ernst zu nehmendes Auto. Ordentliche Materialien und eine auf den ersten Blick saubere Verarbeitung hinterlassen einen guten Eindruck. Es gibt viele nützliche Ablagefächer, etwa die links und rechts unterhalb des Lenkrads, eine übersichtliche Instrumententafel und ein klar und schnörkellos gegliedertes Cockpit. Das Handschuhfach ist klein geraten, aber dafür gibt es unmittelbar vor der Klappe eine Art Grabbelbox für den schnellen Zugriff. Den erleichtert übrigens auch das neue, prima ausgeformte Vierspeichen-Lenkrad.

Viele Extras gegen Aufpreis
Innenraum: Der Polo orientiert sich nach oben (Foto: VW)Innenraum: Der Polo orientiert sich nach oben (Foto: VW) Dass der Polo der fünften Generation tatsächlich erwachsen geworden ist, lässt sich auch an der Dicke der Ausstattungs- und Preisliste erkennen. Mit rund 60 Extras, von der Einparkhilfe bis zur Reifendruckkontrolle, lässt sich das Auto gegen Aufpreis aufrüsten. Es gibt neue Lackfarben, neue Sitzbezüge, neue Räder, und es stehen neun Motorvarianten zur Wahl. Das Leistungsband der fünf Benziner reicht von 55 bis 100 PS (40 bis 74 kW), die Dieselmotoren leisten zwischen 70 und 130 PS (51 und 96 kW). Verwaltet wird die Motorkraft serienmäßig über ein gut gestuftes und problemlos zu bedienendes Fünfgang-Schaltgetriebe. Als Optionen stehen eine Vierstufen-Automatik und ein Sechsgang-Schaltgetriebe zur Wahl.

Testauto mit 64-PS-Benzinmotor
Wir waren mit dem Volumenmodell der Baureihe, dem Polo 1.2 mit 64 PS starkem Dreizylinder-Benzinmotor, unterwegs. Die Maschine klingt angriffslustig, bringt das gut 1100 Kilogramm schwere Auto zügig auf Trab und harmoniert insgesamt prima mit dem Wagen. Wer häufig zu viert und mit Gepäck im Polo unterwegs ist, sollte freilich zu den kraftvolleren Dieselvarianten greifen - für die es jedoch erst ab Anfang 2006 Rußpartikelfilter geben wird. Im Normalfall jedoch reichen 64 PS vollkommen aus, und auf kurvigen Nebenstraßen kommt durchaus Fahrfreude auf, wenn der kleine Kerl munter um die Ecken zischt. Lenkung und Fahrwerk verdienen sich hier eine gute Note.

Vollwertiger Kleinwagen
Wer den Polo in der Grundausstattung namens Trendline bestellt, bekommt einen absolut vollwertigen Kleinwagen vor die Tür. 11.250 Euro kostet das Einstiegsmodell und ist damit genauso teuer wie der bisherige Basis-Polo auch. Die Lektion, dass eine Marke mit dem Namen Volkswagen auch volksverträgliche Autopreise kalkulieren sollte, haben die Wolfsburger offenbar begriffen. Nach dem Fox ist der Polo ein weiteres Beispiel dafür. Denn um die aufpreispflichtigen Extras braucht man sich eigentlich nicht zu kümmern. Vielleicht noch um das Ausstattungspaket "Cool & Sound", das Klimaanlage sowie CD-Radio umfasst und 750 Euro extra kostet - dann ist das Auto komplett. "Beruhigend sicher" lautet der Werbeslogan für den Neuen von VW, doch im Grunde erfüllt er lediglich den inzwischen üblichen Standard in diesem Bereich. ABS, vier Airbags und zwei Isofix-Kindersitzbefestigungen sind serienmäßig an Bord. ESP (plus 400 Euro) sowie durchgehende Kopfairbags (plus 435 Euro) kosten Aufpreis.

Solide und ausgewogen
Aber es muss ja auch nicht jedes Mal eine Weltneuheit geboten werden, wenn ein neuer Kleinwagen herbeirollt. Der neue Polo bietet solide, wohlverträgliche und ausgewogene Autokost. Mit 30 hat er ja auch das Gröbste schon hinter sich.

Testwagen im Überblick

Typ

Polo

Karosserie

Kleinwagen

Motor

Dreizylinder-Ottomotor

Hubraum

1.198 ccm

Leistung

47 kW / 65 PS

Drehmoment

112 Nm

von 0 auf 100 km/h

14,9 Sek.

Höchstgeschwindigkeit

162 km/h

Verbrauch (ECE)

5,9 Liter

Kraftstoff

Superbenzin

Kofferraum

270 Liter (1.030 Liter)

Versicherung

14 (HP), 15 (TK), 14 (VK)

Preis

11.875 Euro


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