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Fahrbericht: Seat Toledo 2.0 FSI - Keckes Stufenheck

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Fahrbericht  

Seat Toledo 2.0 FSI: Kecke Stufen

06.06.2006, 15:53 Uhr | Auto-Reporter.Net, Auto-Reporter.Net

Seat Toledo (Foto: Seat)Seat Toledo (Foto: Seat) Am Design des Seat Toledo scheiden sich die Geister. Während der Kompaktvan Altea gleich reihenweise Design-Preise einheimste, fällt die Stufenheckvariante mit dem angesetzten "Bürzel" à la Renault Vel Satis bei so manchem Betrachter durch. Dabei kombiniert er Flexibilität mit einem üppigen Kofferraum und ist optisch eigenständig. In Verbindung mit dem 2.0-Benzindirekteinspritzer aus dem Volkswagen-Regal ist er außerdem ein flotter Familien-Begleiter.#

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Markant geformte Rückleuchten
Wenn er dann auch noch - wie im Fall des Testwagens - mit der so genannten Bi-Color-Lackierung des ehemaligen "Prototipo" vorfährt, sind die angepeilten Ziele unverkennbar. Seat will die sportliche Marke im Volkswagen-Markenverbund geben, optisch zumindest ist das gelungen. Die typische Linie profiliert die Motorhaube, fließt zur Fahrzeugseite und verläuft leicht abfallend weiter bis zum hinteren Radkasten. Dazu kommen markant geformte Rückleuchten und eine dynamische Front wie beim Altea.

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Viel Raum, viel Platz
500 Liter fasst das Gepäckteil, das mit einem Geheimfach unter einem doppelten Boden versehen ist. Wer die Rücksitze umlegt, kann maximal 1440 Liter zuladen und erhält eine einfache Mechanik mit glattem Ladeboden. Also durchaus familienfreundlich, auch wenn das Heck alles andere als bieder gestaltet ist. Etwas höher als der Altea bringt der Toledo Raum nach oben und auch bei der Beinfreiheit im Fond gibt es keinen Grund zur Klage. Die hinteren Sitze lassen sich um bis zu 18 Zentimeter verschieben, das erhöht die Flexibilität.

Straffe Polsterung
Auch Fahrer und Beifahrer dürfen sich über das bequeme Gestühl mit straffer Polsterung freuen, das auch Langstrecken nicht zur Tortur werden lässt. Die Bedienung ist einfach - hier findet sich nicht nur der VW-Fahrer jederzeit gut aufgehoben. Das mit einem Rautenmuster versehene Plastik des Armaturenträgers sieht gut aus, ist jedoch aus hartem Kunststoff und knistert auf Kopfsteinpflaster gelegentlich.

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Fast zehn Liter Super Plus
Vier Motoren hat Seat für den Toledo im Angebot. Der FSI im Testfahrzeug leistet 150 PS und ist eine Empfehlung wert. 206 km/h Höchstgeschwindigkeit sind genug, der Spurt auf Tempo 100 gelingt in 9,7 Sekunden. Der Verbrauch schwankt heftig - wie bei allen Benzinern je nach Fahrweise üblich. Zwischen acht und zwölf Liter teures Super Plus genehmigt sich der Zweiliter, im Schnitt waren es 9,8 Liter.

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Auch Diesel eine Empfehlung
Wer es dynamisch mag, muss häufig das Sechsgang-Getriebe schalten, aber auch bummeln im sechsten Gang im Stadtverkehr ist möglich. Die Laufkultur des Motors ist gut. Das maximale Drehmoment von 200 Newtonmetern ist für den 1,4-Tonner ausreichend. Wer viel unterwegs ist, sollte zum 2.0-Liter-TDI greifen, der kräftig und sparsam ist, aber auch teurer und dazu recht kernig klingt.

Störende Windgeräusche
Analog zum Altea stammen Fahrwerk und Lenkung des Toledo vom Golf. Das adelt den Spanier, den er bügelt Fahrbahnunebenheiten souverän weg, neigt sich wenig in Kurven und ist trotzdem nicht zu straff. Etwas störend sind die Windgeräusche an der A-Säule, die bereits ab Tempo 130 unüberhörbar sind.

Ordentliche Serienausstattung
22.590 Euro kostet der Toledo 2.0 FSI mit dem so genannten "Stylance"-Paket. Die Ausstattung ist dann bereits ordentlich, Nebelscheinwerfer, Klimaautomatik, elektrische Fensterheber, Bordcomputer, sechs Airbags, ESP und vieles andere sind an Bord.

Angemessener Preis
Echte Schwächen hat der Spanier mit VW-Technik nicht, dafür hält er viele Stärken bereit. Platzangebot, sicheres und komfortables Fahrverhalten ordentliche Flexibilität und nicht zuletzt der angemessene Preis machen ihn zum interessanten Angebot. Am Design werden sich weiter die Geister scheiden - aber ist das nicht auch ein Argument für den Toledo.

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