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VW Touran - der Lückensucher

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Volkswagen  

VW Touran - der Lückensucher

13.11.2006, 15:10 Uhr

Von Jürgen Pander

Neuer VW Touran (Foto: VW) Neuer VW Touran (Foto: VW) In knapp vier Jahren verkaufte VW 640.000 Exemplare vom Typ Touran. Jetzt wurde der ebenso unscheinbare wie erfolgreiche Kompaktvan aufgefrischt und mit einem außergewöhnlichen Extra versehen: Der "Park Assist" rangiert das Auto selbsttätig rückwärts in die Lücke.


Foto-Show Facelift VW Touran
Foto-Show VW Iroc
Foto-Show Facelift VW Touareg

Lektionen im Einparken
Normalerweise geht es bei Präsentationen neuer Autos darum, Kilometer zu machen. Eine Testfahrt sollte teils über kurvige Landstraßen, teils über unbeschränkte Autobahnabschnitte und ein paar Kilometer durch den Stadtverkehr führen. So lernt man ein paar wesentliche Fahrverhaltensweisen des Neuwagens am ehesten kennen. Beim überarbeiteten VW Touran, der jetzt nach und nach zu den Händlern rollt, steht jedoch eine andere Disziplin im Vordergrund, und die beherrscht längst nicht jeder Motorjournalist aus dem Effeff: das Einparken.

"Park Assist" gegen Aufpreis
Beim neuen Touran jedoch fällt gar nicht auf, wie gut oder schlecht man rückwärts rangieren kann. Denn erstmals bietet VW einen Parkassistenten an. Auf Knopfdruck vermisst das System den Seitenstreifen rechts oder links der Fahrbahn, macht auf passende Parklücken aufmerksam und stellt dann das Auto auch noch selbsttätig in die Lücke. Ab Frühjahr wird der "Park Assist" verfügbar sein, für 650 Euro Aufpreis, wobei dann auch gleich der "Park Pilot" - also der Abstandswarner vorne und hinten - sowie die Berganfahrhilfe mit im Paket sind.

VW Touran: Rückwärts per Ultraschallpeilung
Äußerlich sichtbar ist die neue Sonderfunktion an zwei Ultraschallsensoren die links und rechts am Bug des Autos eingelassen sind. Wer einen Parkplatz sucht, drückt eine Taste in der Mittelkonsole und fährt dann mit höchsten 30 km/h am Parkstreifen entlang. Entdecken die Sensoren eine Lücke von wenigstens 5,80 Meter - das System benötigt mindestens 1,40 Meter Rangierdistanz für den 4,40 Meter langen Kompaktvan - wird das im Cockpit-Bildschirm angezeigt. Falls man dort einparken möchte, braucht man nichts weiter zu tun, als anzuhalten und den Rückwärtsgang einzulegen.

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"Mit maximal zwei Zügen"
Sobald der Wagen nach hinten rollt - Kupplungs-, Gas- und Bremspedal muss der Fahrer weiter bedienen - kurbelt das Lenkrad plötzlich von ganz alleine und das Auto flutscht nur so in die Lücke. Bei Bedarf wird noch mal der Vorwärtsgang eingelegt, damit die Parkautomatik den Wagen "geradeziehen" kann. Dann aber ist Schluss. "Das System rangiert nicht mehrmals hin und her, sondern kommt mit maximal zwei Zügen aus. Wer den Touran in noch kleinere Parklücken zirkeln will, muss das weiterhin selbst tun", erklärt VW-Sprecher Christian Buhlmann.

Einpark-Assistenten bald auch in Passat und Golf
Außer den beiden Ultraschallsensoren und dem Einparkprogramm, das die richtigen Abstände und Lenkwinkel berechnet, kommt der "Park Assist" mit den ohnehin im Touran verbauten Teilen aus. Denn die Einpark-Elektronik steuert den Motor der elektro-mechanischen Servolenkung an. Weil auch Passat und Golf über so ein Lenksystem verfügen, wird die Parkautomatik auch dort demnächst angeboten.

Ein bisschen Optik-Retusche
Bequem ist es schon, auf die Einparkhilfe zurückgreifen zu können. Allerdings funktioniert sie nur bei Parkstreifen. Im Parkhaus oder auf Parkplätzen, wo quer zur Fahrtrichtung eingeparkt wird, muss der Fahrer weiterhin selbst rangieren. VW nutzt die Neuheit aber vor allem, um auf den aufgehübschten Touran aufmerksam zu machen. Spät enterten die Wolfsburger mit diesem Auto das boomende Kompaktvan-Segment, und eroberten dennoch prompt die Marktführerschaft in Deutschland sowie Platz drei in dieser Klasse in Europa.

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Optische Retuschen und ein breites Motorenangebot
Das neue Modell ist erkennbar an einer geänderten Frontpartie mit eleganteren Scheinwerfern und dem VW-typischen Kühlergrill, an neu gestalteten Heckleuchten, feineren Materialien im Innenraum und einem modernisierten Motorenprogramm. Bei den Benzinern gibt es Aggregate mit 102, 150 und 170 PS, ein TSI-Motor mit 140 PS soll im Frühling folgen. Dazu kommen vier TDI-Triebwerke mit 90, 105, 140 und 170 PS sowie die Erdgasvariante "Eco Fuel" mit 109 PS. Für die stärkeren Motorisierungen kann das Doppelkupplungsgetriebe DSG geordert werden (rund 1700 Euro Aufpreis).

Fade Optik
Obwohl die optischen Änderungen gegenüber dem bisherigen Modell dezent ausfallen, tun sie dem bislang überaus schlichten Auto gut. Aber womöglich wurde der Touran gerade wegen seiner faden Optik so beliebt - sozusagen der kleinste gemeinsame Nenner unter den Kompaktvans mit dem größten Erfolg. Auch in dieser Hinsicht dürfte der Neue wieder richtig liegen, denn auch nach der Frischzellentherapie geht der Wagen keinerlei ästhetisches Risiko ein.

170 PS Kraft aus dem Diesel
Im Fahrbetrieb gibt sich der Touran kompetent. Wir waren mit dem stärksten Diesel unterwegs, der natürlich mit gehörig Schmalz antritt, das Familienauto in neun Sekunden von null auf Tempo 100 beschleunigt und eine Höchstgeschwindigkeit von 214 km/h ermöglicht. 350 Newtonmeter bedeuten genügend Kraft in allen Straßenlagen. Und mit einem Durchschnittsverbrauch von 6,6 Liter je 100 Kilometer sowie einem serienmäßig installierten Rußpartikelfilter gehört dieser Antrieb durchaus noch zur vernünftigen Sorte.

Ein bisschen billiger
Sogar billiger ist der Touran geworden, und das hat mit der Mehrwertsteuererhöhung zu tun. Das Einstiegsmodell, der Touran mit 102-PS-Benziner, kostet 20.460 Euro, und das sind 190 Euro weniger als bisher. Die Preissenkung war nötig, damit das Auto ab 1. Januar, wenn 19 statt bislang 16 Prozent Mehrwertsteuer aufgeschlagen werden, immer noch unter 21.000 Euro kostet - nämlich exakt 20.989 Euro.

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