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Audi A6 Avant - Ringträger der Business-Class

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Audi A6 Avant - Ringträger der Business-Class

04.02.2005, 13:12 Uhr | Frank Wald/Spiegel-Online, t-online.de

Der neue Audi A6 Avant (Foto: Audi)Der neue Audi A6 Avant (Foto: Audi)Bei Audi heißen Kombis Avant - und das aus gutem Grund. Denn mit klobigen Lasteseln haben die Karossen mit den vier Ringen auf dem Kühler kaum mehr was gemein, wie am A6 Avant zu sehen ist.

Foto-Show Der neue Audi A6 Avant

Audis Schönster
A6 Avant: "der schönste Audi" (Foto: Audi)A6 Avant: "der schönste Audi" (Foto: Audi)Das größte Kompliment kommt vom Chef selbst. Der A6 Avant sei "der schönste Audi, der jemals gebaut wurde", so Audi-Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn. Der muss so was natürlich sagen. Doch auch den objektiven Betrachter lässt der elegant gestylte Business-Class-Kombi nicht kalt. Gegenüber dem Vorgänger wurde der A6 Avant um 13,5 Zentimeter auf 4,93 Meter gestreckt. Was nicht nur dem Innenraum, sondern auch der Optik zugute kommt. Vom Vorderwagen, mit trapezförmigem Kühlergrill und konturierter Motorhaube noch identisch zur Limousine, fließt die Karosserie im flachen Bogen und mit konturierten Schwüngen zum Heck hin aus.

Größe gepaart mit Leichtigkeit
Vor allem das abfallenden Dach und die ansteigende Boden- und Gürtellinie verleihen dem Wagen trotz seiner Größe eine gewisse Leichtigkeit. Die horizontal gegliederte Heckansicht dagegen wirkt durch die zweiteiligen, weit nach innen geschwungenen Rückleuchten breit und wuchtig. Insgesamt eine wohl proportionierte Erscheinung, die sich nahtlos zwischen BMW 5er Touring und Mercedes E-Klasse T-Modell einreiht.

Klappe auf per Knopfdruck
1660 Liter: viel Platz im Avant-Heck (Foto: Audi)1660 Liter: viel Platz im Avant-Heck (Foto: Audi)Doch der neue A6 Avant will mehr sein als "ein Kombi für Diamantenkoffer und Kaviar-Dosen", wie Avant-Spötter in Anspielung auf die Lifestyle-Laster mit den mickrigen Kofferräumen behaupten. Hinter der großen Klappe, die gegen Aufpreis (520 Euro) auf Tastendruck öffnet und deren Öffnungswinkel stufenlos programmierbar ist, verbirgt sich ein ganz ordentlicher Laderaum von normal 565 Liter, der durch Umklappen der Rücksitze dachhoch auf maximal 1660 Liter erweitert werden kann. Damit auf dem 1,05 Meter breiten glattflächigen Boden nicht alles durcheinander purzelt, hat Audi sich dazu ein variables Befestigungssystem ausgedacht.

Ordnung muss sein
Serienmäßig besteht es aus zwei seitlich im Laderaum eingelassenen Schienen mit vier verschieb- und arretierbaren Verzurrösen und Bodennetz sowie einer hochklappbaren Bodenplatte, mit der sich Gegenstände an der Rücksitzlehne rutschsicher fixieren lassen. So aufgestellt, öffnet sie zugleich eine reserveradgroße Kunststoffwanne, in der feuchte oder verdreckte Dinge verstaut werden können.

Gegen Aufpreis geht's noch besser
Praktisch und einfach zu handhaben ist auch ein zusätzliches Fixierset (150 Euro), bestehend aus Teleskopstange, mit dem sich der Gepäckraum unterteilen lässt, sowie einem Gurt, der auf Knopfdruck unterschiedlich geformte Gegenstände an den Seitenwänden fest spannt oder eine separate Staubox (110 Euro) für Kleinkram, die individuell im Heckabteil platziert werden kann. Und auch zwei Mountainbikes können mit einem Fahrradhalter (140 Euro) hinter den beiden Vordersitzen befestigt werden.

Gewohnte Qualität im Innenraum
A6 Avant: Cockpit wie in der Limousine (Foto: Audi)A6 Avant: Cockpit wie in der Limousine (Foto: Audi)Ansonsten unterscheiden sich Interieur und Ausstattung nicht sonderlich von dem der Limousine, beides ist ebenso hochwertig wie vielfältig, vom neuen Lenkrad-Design über das fahrerorientierte Cockpit mit Rundinstrumenten und breiter Mittelkonsole bis zu den bequemen Sitzen, die ebenso gute Beinauflage wie Seitenhalt bieten.

Unterwegs mit dem neuen V6-TDI
Gleiches gilt für die Motoren. Wie in der A6 Limousine sind im Avant drei Benziner, zwei Sechszylinder und ein V8 mit Leistungen zwischen 177 PS und 335 PS, und drei Diesel (140 bis 225 PS) für den angemessenen Vortrieb zuständig. Darunter auch der neue 2,7-Liter-TDI, den wir für die erste Probefahrt wählten. Der Sechszylinder-Selbstzünder besitzt mit seinen 180 PS zwar nicht den Bumms seines Drei-Liter-Pendants mit 225 PS, doch 380 Newtonmeter Drehmoment zwischen 1400 und 3300 Umdrehungen reichen vollkommen, um den knapp 1700 Kilogramm schweren Wagen sowohl schaltfaul durch den Stadtverkehr bummeln zu lassen als auch sportlich durch die Kurven zu hetzen.

Kommt der Partikelfilter?
Der neue 2,7-Liter-TDI (Foto: Audi)Der neue 2,7-Liter-TDI (Foto: Audi)Trotz der üppigen Dimensionen hat man nie den Eindruck, in einem großen Auto zu sitzen. Was nicht zuletzt an dem komfortabel abgestimmten Fahrwerk liegt, das zugleich auch Spielraum für schnellere Parcours zulässt. So erreicht der Wagen aus dem Stand nach 8,3 Sekunden die Hunderter-Markierung, und das Spitzentempo beträgt 225 km/h. Auch wenn er dann im Durchschnitt mehr als die angegebenen 7,0 Liter Diesel verlangt. Gegen 690 Euro Aufpreis soll im ersten Halbjahr 2005 auch einen Dieselpartikelfilter angeboten werden, den der Motor allerdings nicht braucht, um die ab 2006 geltende EU4-Abgasnorm zu erreichen.

Sechsgang ist Serie
Serienmäßig ausgerüstet sind alle Motorisierungen mit Ausnahme der Achtzylinder-Version (tiptronic) mit einer Sechsgang-Schaltung, können aber auch mit Automatikgetriebe (2000 Euro) kombiniert werden. Bis auf den Basis-Vierzylinder-TDI (140 PS), der erst im Sommer folgen soll, können darüber hinaus alle Varianten mit Allradantrieb Quattro (2700 Euro) bestellt werden.

Bei 35.700 Euro geht's los
Womit wir bei den Preisen wären. Der generelle Kombi-Zuschlag für den A6 beträgt 2200 Euro. Das heißt, die aktuelle Preisliste beginnt mit dem A6 Avant 2.4 bei 35.700 Euro und endet mit der Topversion 4.2 Quattro bei 62.800 Euro. Serienmäßig an Bord sind Klimaautomatik, CD-Radio, Regen- und Lichtsensor, elektronische Parkbremse, Alu-Räder, sechs Airbags sowie ein ESP der jüngsten Generation mit Gespannstabilisierung.

Auch Luftfederung ist zu haben
Wie der A6 Limousine stehen auch dem Avant darüber hinaus alle technischen Gimmicks wie Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht (1390 Euro), MMI-Bediensystem mit Farbbildschirm und Navigationssystem (ab 2950 Euro) oder S-Line-Sportpaket plus (3600 Euro) zu Verfügung. Allein die elektronische Luftfederung (1900 Euro), die auch als Niveauregulierung dient, sowie eine automatische Distanzregelung (1980 Euro) sind dem Kombi vorbehalten.

Schnellcheck

Einsteigen: Der perfekte Business-Kombi für Handels- wie Urlaubsreisende, der sowohl am Golfplatz wie vor der Oper eine gute Figur macht.

Aussteigen: ...fällt leichter, wenn man einen Blick auf die umfangreiche und kleinteilige Aufpreisliste wirft.

Umsteigen: ...von BMW 5er Touring, Mercedes E-Klasse T-Modell, Volvo V70, Saab 9-5 Kombi.


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