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Fahrbericht: Audi Allroad Quattro - Ein Auto wie Drei-Wetter-Taft

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Audi Allroad Quattro  

Ein Auto wie Drei-Wetter-Taft

28.04.2006, 12:24 Uhr

Von Tom Grünweg

Der neue Audi A6 Allroad Quattro (Foto: Audi)Der neue Audi A6 Allroad Quattro (Foto: Audi) München, Berufsverkehr - der Wagen rollt. Salzburg, leere Autobahn - der Wagen rollt. Brenner, verschneite Passstraße - der Wagen rollt. Wie Taft das Haarspray für alle Wetter mischt, baut Audi den Kombi für alle Straßen. Als A6 Allroad Quattro kommt er jetzt neu auf die Straße.

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Die Lücke ist groß genug
Wer braucht schon einen Geländewagen? Zwar sind die Allradler praktisch, wenn man hoch oben am Polarkreis eine Waldhütte hat, mal eben durchs wilde Kurdistan cruisen möchte oder zum Paragliden immer direkt bis auf den Gipfel fährt. Doch es gibt in Deutschland ganz sicher weniger Extremsportler, Bergbauern oder Abenteuerurlauber als die Zulassungsstatistik suggeriert. Natürlich können die Strategen bei Audi diese Frage kaum laut stellen, haben sie doch gerade erst auf den Boom der so genannten SUV reagiert und ihren gewaltigen Q7 in Stellung gebracht. Doch offensichtlich sehen auch sie zwischen dem normalen Pkw mit Allradantrieb und dem Riesen-Quattro noch eine Lücke, die groß genug ist für ein weiteres Modell.

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Der "etwas andere Avant"
Die füllen sie jetzt mit einer Neuauflage des A6 Allroad Quattro, der nach einem runden Jahr Pause als dritte Karosserievariante des A6 ab Juni bei den Händlern steht. Gemacht ist er für drei Kundengruppen, sagt Peter Hirschfeld, Leiter des A6-Produktmarketings: Für die rund 90.000 Kunden, die den ersten Allroad gekauft haben und nun über die Ersatzbeschaffung nachdenken, für Kombifahrer aller Marken, die er für den "etwas anderen Avant" begeistern möchte, und eben für all jene Geländewagenfahrer, deren Drang nach Freiheit und Abenteuer nicht bis tief in die Wildnis führt.

Keine Angst vor schlechten Wegen
Dabei muss sich der Avant mit dem erweiterten Aktionsradius vor schlechten Wegen nicht fürchten. Schließlich lupft die serienmäßige Luftfederung den Wagen bis zu 19 Zentimeter über Grund. So kann man auch über höhere Schneewehen bügeln oder durch tiefe Pfützen pflügen, während sich das weiterentwickelte Stabilitätsprogramm im Geländemodus in Zurückhaltung übt und zugunsten der Traktion auch mal ein durchdrehendes Rat akzeptiert. Zwar kann der Allroad mehr als man meint, doch genau wissen will das wohl keiner der künftigen Besitzer. Dazu sehen die beiden Edelstahlplatten, die Audi unter die Stoßfänger geschraubt hat, viel zu schön aus, als dass man sie gleich mit Schlamm oder Schotterkratzern verunzieren möchte.

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Auffällige Allroad-Merkmale
Die beiden Blechplanken sind die auffälligsten, aber nicht die einzigen Merkmale, mit denen die Designer die beiden Kombis auseinander gerückt haben. So trägt der Allroad auch einen markanten Kühlergrill mit verchromten Längsstreben und wie beim Vorgänger eine schwarze Bauchbinde, die sich rund um das Fahrzeug zieht und auch die verbreiterten Radkästen umschließt. Wem das nicht reicht, dem verkauft Audi noch sehr wuchtige Schutzleisten auf den Türen, die wie die Dachreling verchromt sind. Auf Wunsch kann man die schwarzen Anbauteile auch in Wagenfarbe lackiert bekommen.

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Das "Beste aus zwei Welten"
Weil der Allroad ganz im Stil der aktuellen Crossover-Mode laut Marketing-Vorstand Ralph Weyler das "Beste aus zwei Welten" vereint, macht der Wagen auf allen Straßen eine gute Figur: Ganz egal, ob beim Bummel über den Boulevard, beim Marsch durch Matsch und Modder oder beim heißen Ritt über die Autobahn - man fühlt sich mit Designerdress und leichten Trekking-Stiefeln immer richtig angezogen.

Ein heiseres Lied der Leistung
Mit dem Reiz der Unvernunft lockt dabei vor allem der neue 4,2-Liter-FSI-Motor, den Audi mit dem Allroad für 66.000 Euro in die A6-Familie holt. Der V8, der auch im A8 erhältlich ist, leistet im Offroad-Kombi 350 PS und verfügt über die Kraft eines Dampfhammers. Während die Tiptronic kaum merklich die Gänge wechselt und die acht Zylinder ein heiseres Lied der Leistung singen, schiebt der Benzindirekteinspritzer mit der Macht von 440 Nm nach vorn. Eine freie Straße vorausgesetzt, schafft er es in 6,3 Sekunden auf Tempo 100 und stürmt dann mit beinahe ungebremstem Temperament munter weiter, bis ihm bei 250 km/h die Elektronik den Saft abdreht. Oder bis bei einem Durchschnittsverbrauch von 11,2 und einem Alltagswert von wohl eher 15 und mehr Litern die 80 Liter im Tank verbrannt sind und die nächste Zapfsäule ruft.

Motoren für jeden Geschmack
Wer also den erweiterten Aktionsradius des Allroad wirklich auskosten möchte, ist vermutlich mit dem kleineren Benziner, einem 3,2 Liter großen V6-Direkteinspritzer mit 255 PS (ab 48.600 Euro) besser bedient. Oder er nimmt gleich einen der beiden serienmäßig mit Rußfilter bestückten V6-Diesel - entweder den bekannten 2,7-Liter mit 180 PS (47.600 Euro inklusive Automatikgetriebe) oder den 3,0-Liter (48.600 Euro), der im Allroad auf 233 PS kommt. Dann begnügt sich das Auto je nach Getriebe mit 8,4 bis 8,8 Litern und spielt so gegenüber "echten" Geländewagen auch noch den Trumpf der Sparsamkeit.

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Der Q7 ist nicht weit
Allerdings ist der Allroad ganz sicher kein Auto für Arme: Auch wenn er deutlich zierlicher wirkt als der Q7, ist er dem großen Bruder im Preis näher als man meint. Nur wenn man spitz kalkuliert und zum Beispiel die Luftfederung mit in die Berechnung aufnimmt, ergibt sich beim Kombi fürs Grobe überhaupt ein Preisvorteil.

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