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BMW X5  

Training statt Trekking

10.11.2006, 13:04 Uhr

Der neue BMW X5 (Foto: BMW)Der neue BMW X5 (Foto: BMW) Die Kurve sieht aus wie das Idealbild eines Drehmomentverlaufs. Vorn ein steiler Anstieg und danach ein langes ebenes Hochplateau. Doch was BMW da an die Wand wirft, ist nicht die Grafik zu einem neuen Motor, sondern die des X5. Vor sieben Jahren gestartet, hat sich der Geländewagen schnell zu einem Erfolgsmodell gemausert, das sich nahezu konstanter Beliebtheit erfreute. Während solche Verkaufskurven gegen Ende hin üblicherweise abflachen, stand der X5 selbst nach 600.000 verkauften Autos noch immer hoch im Kurs. Doch auch Bestseller laufen nicht ewig.

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Größer, stärker, schneller
Und die Konkurrenz schläft nicht. Daher rückt BMW nun die zweite Generation ins Rampenlicht. Größer, stärker, schneller und trotzdem sparsamer, soll sie Wettbewerber wie die Mercedes M-Klasse oder den VW Touareg vom Thron stoßen. Allerdings nicht gleich: Weil das Auto in den USA gebaut wird und immerhin 40 Prozent aller X5 auch dort verkauft werden, kommt der X5 jetzt zunächst in den Staaten auf den Markt. Die Deutschen müssen noch bis 24. März warten und können bis dahin schon einmal den Sparstrumpf stopfen. Denn mit einem Grundpreis von 51.900 Euro ist der X5 ein teures Vergnügen.

Stärker konturierte Karosserieflächen
Für den höheren Preis gibt's immerhin auch mehr Auto. Der X5 ist um fast 20 Zentimeter in die Länge und knapp sieben Zentimeter in die Breite gegangen. Dabei sehen sich alt und neu auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich. Aber wenn Projektleiter Albert Biermann die Computersimulation startet, die aus dem alten das neue Auto macht, erkennt man die stärker konturierten Karosserieflächen, die größere Niere und das breitere Heck. All das lässt den Wagen satter auf der Straße stehen und macht ihn optisch kleiner, als er mit nun 4,84 Metern tatsächlich ist.

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"Erster Siebensitzer in der BMW-Geschichte"
Der X5 bietet nun genügend Raum für eine dritte Reihe. Wer 1500 bis 2000 Euro aufzahlt, bekommt den "ersten Siebensitzer in der BMW-Geschichte", sagt Projektleiter Biermann. Allerdings werden diese Plätze nur für Mitreisende bis 1,70 Meter empfohlen, weil man sonst trotz der "easy-entry"-Sitze und der verschiebbaren Bank in der Mitte kaum nach hinten kommt, wo man dann auch noch kauern muss. In der zweiten Reihe dagegen, die beim Fünfsitzer leider fest montiert ist, reist man jedoch überraschend bequem. Und auch das Ladevolumen wächst: Wer ohne Passagiere in Reihe drei fährt, kann jetzt 620 Liter laden - über 20 Prozent mehr als früher.

Auge aufs Head-up-Display
Auch vorn erlebt man im X5 eine neue Welt: Das Auge blickt in ein dem Fahrer stark zugeneigtes Cockpit, wird gefangen vom ersten Head-up-Display dieser Klasse und schweift über eine edle Lederlandschaft, die auch einen BMW 7er schmücken würde. Und die Hände greifen in ein sehr sportliches Lenkrad oder ruhen auf dem etwas ungewöhnlichen, neuen Schaltknüppel der obligatorischen Sechsgang-Automatik, der wie ein Joystick aus der Mittelkonsole ragt. Dann ist da auch noch die entschärfte Version des iDrive, die nun acht kinderleicht zu programmierende Favoritentasten bietet.

Ein Fahrwerk voller Heinzelmännchen
Besonderes Augenmerk haben die Ingenieure auf das neue Fahrwerk gelegt und dabei so tief in die Trickkiste gegriffen, dass im Marketing wohl lange über all die neuen Namen für die neuen Funktionen gegrübelt wurde. Doch man muss sich Adaptive Drive, Integriertes Chassis-Management oder Aktivlenkung nicht merken. Auch braucht man nicht genau zu wissen, wie das elektronisch verknüpfte Zusammenspiel von Lenkunterstützung, variablen Dämpfern, verstellbaren Stabilisatoren, Luftfederung und Wankausgleich funktioniert.

Dynamischer Fahreindruck
Was zählt, ist nur der dynamische Fahreindruck, den der X5 hinterlässt. Investiert man rund 4000 Euro extra und drückt danach die Sporttaste, durcheilt der stattliche Wagen selbst enge und schnell gefahrene Kurven aufrecht und souverän wie der Watzmann. Dabei helfen dem X5 auch die neuen Motoren, die zwar deutlich stärker geworden sind, aber weniger verbrauchen.

Kräftiger Sechszylinder
Mit Abstand das wichtigste Aggregat wird der Sechszylinder-Diesel an der Basis sein. Er hat 235 PS und kommt dank 520 Newtonmeter Drehmoment spielend mit dem Zweitonner zurecht. Einmal kurz aufs Gas getreten, beginnt der Dreiliter böse zu knurren und schiebt den X5 mit aller Macht nach vorn: Kaum mehr als acht Sekunden vergehen, dann steht die Tachonadel bei Tempo 100, und ein Ende findet der Vortrieb erst bei 216 km/h.

Knapp zehn Liter Verbrauch
Allerdings ist es uns nicht gelungen, den Verbrauch auf den Normwert von 8,7 Litern zu drücken. Doch knappe zehn Liter sind ok angesichts der Triebwerksalternative, die derzeit aus einem V8-Benziner mit 4,8 Litern Hubraum und 355 PS besteht. Als zweiter Benziner folgt später noch der 272 PS starke 3.0 si.

Allradantrieb immer an Bord
Ach ja: Obwohl Biermann vom X5 spricht wie von einem Sportwagen, ist er natürlich auch ein Geländewagen. Deshalb ist der Allradantrieb xDrive, der die Kraft nun noch schneller zwischen den vier Rädern verteilt, ebenso Serie wie die Bergabfahrhilfe. Und wer es genau wissen möchte, dem nennt Biermann auch Daten wie die Wattiefe, den Böschungs- oder den Rampenwinkel.

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