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Fahrbericht: BMW 5er - Aus Freude am Sparen

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Fahrbericht  

BMW 5er: Aus Freude am Sparen

01.03.2007, 12:44 Uhr

BMW 5er (Foto: BMW)BMW 5er (Foto: BMW) Von Tom Grünweg

Sparsamkeit ist so ziemlich das Letzte, was man von BMW erwartet. Dennoch geht die aktuelle CO2-Diskussion nicht spurlos an den Bayern vorüber. Die haben jetzt, parallel zum Facelift des 5ers, auch dessen Spritdurst gezügelt.#

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Effiziente Dynamik für BMW
Auf den ersten Blick wirkt das Schaubild hinter Stefan Wolff wie ein gordischer Knoten. Denn von einem BMW erwarten die Kunden vor allem Dynamik, Komfort und Sicherheit. "Das sind Eckwerte, die nicht gerade einen niedrigen Verbrauch begünstigen", sagt der Entwickler, der das Energiemanagement bei den Bayern verantwortet und mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen dafür sorgt, dass der Knoten endlich aufgeht. Sein Ansatz heißt "Efficient Dynamics" und sorgt dafür, dass der überarbeitete 5er der vom 24. März an zu Preisen ab 37.250 Euro mit mehr Leistung und weniger Durst beim Händler stehen wird. Ganz neu allerdings sei die Idee nicht, sagt Produktmanager Alfed Klomfass-Bök und erinnert an den 523er von 1983, von dem auch heute noch alle BMW-Modelle die Anzeige des momentanen Kraftstoffverbrauchs erben.

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Verbrauchseinsparungen bis zu 17 Prozent
Bislang galt für BMW-Fahrer: Diese Skala am besten ignorieren. Doch künftig könnte der Blick darauf tatsächlich das Gewissen beruhigen, wenigstens ein bisschen. Schließlich verspricht Entwickler Wolff für die Motorenpalette - zu der gehören fünf Benziner vom 523i mit 190 PS bis zum 550i mit 367 PS und vier Diesel vom 163 PS starken 520d bis zum 186 PS starken 535d - Verbrauchseinsparungen von bis zu 17 Prozent. So ist der sparsamste Diesel nun mit 5,9 und der genügsamste Benziner mit 7,3 Liter im Durchschnitt zufrieden.

Diverse Modifikationen
Um das zu erreichen, wurden die Motoren optimiert, das Gewicht gesenkt und die jeweils neueste Generation der Direkteinspritzung eingebaut. So arbeiten in den neuen Sechszylinder-Benzinern nun besonders präzise Piezo-Injektoren, die bis zu 200-mal pro Sekunde kleinste Kraftstoffmengen in die Zylinder pusten und dort punktgenau so in den Zündfunken spritzen, dass es noch zur Explosion reicht. "Während ein normaler Motor bei diesem 'mageren Gemisch' einfach ausgehen würde, fahren wir damit nun bis zu 4000 Touren und bis zu 80 Prozent der Last", erläutert Wolff den Arbeitsbereich des Motors, der das Gros des Alltagseinsatzes abdecke. "Allein diese Maßnahme bringt zehn Prozent." Den Rest spart BMW vor allem durch eine bedarfsgerechte Steuerung der Nebenaggregate. Das ist technisch nicht ganz so trivial, folgt aber einer einfachen Idee: Wasser- oder Ölpumpe, Klimakompressor, Lichtmaschine und Servopumpe laufen nur dann, wenn sie auch benötigt werden.

Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Fahrer muss mitdenken
Weil die beste Technik nichts taugt, wenn der Fahrer nicht mitspielt, gibt es nun auch eine Schaltanzeige im Cockpit, die jeweils den optimalen Gang einblendet. Wer noch mehr sparen möchte, bestellt die Automatik, die als erstes Getriebe ihrer Art weniger verbraucht als die normale Schaltung. Dass beim Sparkurs der Spaß nicht auf der Strecke bleibt, beweist exemplarisch der 530i, der mit seinen 272 PS und 320 Nm mehr als ordentlich am Gas hängt, bei einem Sprintwert von 6,3 Sekunden manchen Sportwagen einholt, mühelos das Limit von 250 km/h erreicht und dennoch im Schnitt mit 7,7 Litern zufrieden ist.

Neue Assistenzsysteme für den 5er
Zwar standen Verbrauch und Emissionen im Mittelpunkt der Modellpflege, doch war es mit den neuen Motoren und der sparsamen Peripherie nicht getan. Weil insbesondere die Konkurrenz in Stuttgart mit der aufgefrischten Mercedes E-Klasse in Vorlage ging, hat BMW auch bei Assistenzsystemen und Ausstattungsoptionen zugelegt. Wie in 6er und 7er gibt es künftig auch im 5er Nachtsichtsystem und Fernlicht-Assistent. Der Abstands-Tempomat regelt nun bis zum Stillstand, und ein Elektromotor lässt das Lenkrad zittern, falls man von der Ideallinie abweicht.

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Versteckter Fortschritt
Nicht immer allerdings ist der Fortschritt so offensichtlich wie bei den acht individuell belegbaren Favoritentasten, die den iDrive endlich etwas leichter bedienbar machen, oder der Sprachsteuerung für das Navigationssystem, das 80.000 Ziele auf Zuruf ansteuert. Wer zum Beispiel auch eine USB-Schnittstelle für portable MP3-Musik bestellt, muss lange suchen, bis er nach dem Studium der Betriebsanleitung nur per Zufall die Buchse tief unten in der Mittelkonsole findet. So kann man den Fortschritt auch verstecken.

Facelift kaum zu erkennen
Ach ja, am Design haben die Bayern auch gearbeitet. Allerdings sind die Unterschiede vor allem von außen so dezent, dass man kaum den neuen Lidstrich an den Scheinwerfern, die etwas mächtigere Kühlergrill-Niere oder den größeren Lufteinlass erkennt. Erst bei Nacht gibt sich der 5er dank der markanten Leuchtstäbe im Heck zweifelsfrei als Neuling zu erkennen. Und innen kann man die Modellpflege eher fühlen als sehen, weil sich dort vor allem die Materialauswahl verbessert hat.

Kein Aktionismus
Natürlich passt die Idee von der effizienten Dynamik perfekt in die Zeit. Doch wehren sich die Bayern gegen den Vorwurf des Aktionismus. Solche Lösungen zaubere man nicht aus der Westentasche, sondern dafür seien die Weichen schon vor Jahren gestellt worden, heißt es in München mit Blick auf die Schnellschüsse der Konkurrenten, für die Entwickler Wolff noch einen kleinen Seitenhieb parat hat: "Bei uns gibt es solche Maßnahmen nicht nur für eine Sonderserie oder gegen Aufpreis, sondern serienmäßig und für alle Modelle in der Baureihe."

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