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Mercedes SLR McLaren - Noch nicht ganz reif (Teil II)

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Mercedes SLR McLaren - Noch nicht ganz reif (Teil II)

03.12.2003, 11:29 Uhr

SLR-Heck: ausgefahrener Brems-Spoiler (Foto: DaimlerChrysler)SLR-Heck: ausgefahrener Brems-Spoiler (Foto: DaimlerChrysler)Langeweile kommt deshalb trotzdem nicht auf. Ganz im Gegenteil. Der Fahrer hat die Wahl zwischen drei Getriebegangarten, die er bequem am Drehknopf in der Mittelkonsole steuern kann. In der Stufe Comfort werden die Gangwechsel weiter rausgezogen als in S wie Sportmodus. In der Mittelstellung manuell lassen sich die Fahrstufen auch von Hand per Schalthebel oder Drucktasten an der Lenkradrückseite einlegen.

Foto-Show Mercedes SLR

Zwei Autos täglich
Die Renntechnik steckt beim SLR McLaren im Verborgenen. Und dafür war Mercedes' Formel-1-Partner zuständig. Die Briten sind Spezialisten in der Herstellung der Kohlefaser-Karosserien, wie sie in den Rennwagen von Schumi, Kimi und Co. verwendet werden. Sie ist gegenüber Stahl oder Aluminium bedeutend leichter, außerdem sehr steif und crashsicher. Der große Nachteil des exotischen Werkstoffs: Die Produktion ist aufwendig und sehr teuer. Zwei Modelle täglich sollen bei McLaren im englischen Woking in Handarbeit montiert werden.

Wie beim Kampfjet
SLR-Startknopf: wie im Kampfjet (Foto: DaimlerChrysler)SLR-Startknopf: wie im Kampfjet (Foto: DaimlerChrysler)Das Herzstück dazu wird aus dem schwäbischen Affalterbach von Mercedes Edeltuner AMG angeliefert. Der nach EU4 genormte 5,5-Liter-V8-Motor mit Kompressoraufladung leistet 626 PS und wirft beeindruckende 780 Newtonmeter Drehmoment auf die Kurbelwelle. Mit einem Druck auf den dezent rötlich leuchtenden Kopf des Schalthebel, wofür wie beim Feuerknopf eines Kampfjets erst eine kleine Klappe gelüpft werden muss, erwacht das Hochleistungstriebwerk.

Bauchkribbeln ohne Schweißperlen
Mit drohendem Grollen katapultiert es den Wagen in 3,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, das auf dem Weg zur 200er-Marke nach 10,6 Sekunden in ein kehliges Kreischen übergeht. Am Steuer erzeugt die katapultartige Beschleunigung Bauchkribbeln. Allerdings ohne dass dabei Schweißperlen auf die Stirn treten. Der Wagen liegt auch bei höherem Tempo satt und sicher auf der Straße. Ein Verdienst der ausgewogenen Gewichtsverteilung und der ausgefeilten Aerodynamik nach Formel-1-Prinzip.

SLR McLaren Technische Daten

Spoiler hilft beim Bremsen
Ein grimmig unterm Heck hervorlugender Sechskanal-Diffusor sowie ein nahezu glatter Unterboden heften den SLR bei höheren Geschwindigkeiten auf den Asphalt. Zusätzlichen Abtrieb erzeugt ein versteckter Spoiler im Kofferraumdeckel, der ab 95 km/h automatisch ausfährt und sich bei Vollbremsungen als Luftbremse steil in den Wind stellt. Das sportwagentypisch straff abgestimmte Fahrwerk und die präzise Lenkung vermitteln ein ausgezeichnetes Handling.

Moderater Verbrauch von fast 15 Litern
SLR-Aggregat: 626 PS, 780 Nm (Foto: DaimlerChrysler)SLR-Aggregat: 626 PS, 780 Nm (Foto: DaimlerChrysler)Der Wagen rollt hart ab, was jedoch der Langstreckenstauglichkeit nicht abträglich ist. Auch nach mehreren hundert Kilometern steigt man ohne körperliches Zwicken oder Ermüdungserscheinungen aus dem Auto. Und mit einem für einen Supersportwagen moderaten Durchschnittsverbrauch von 14,8 Liter, beinahe exakt so viel wie von Mercedes angegeben.

Aktuelle Meldungen Autogramm

Zwei bis drei Jahre Wartezeit
Der Lebenszyklus des SLR McLaren ist zunächst auf sieben Jahre angelegt, wobei jährlich 500 Exemplare ausgeliefert werden sollen. Jedoch - wer sich heute einen SLR bestellt, muss laut Hubbert bereits zwei bis drei Jahre warten. Das heißt also, dass bereits weit über tausend Autos verkauft sind. Nach Südafrika allerdings noch nicht. Trotz großer Absatzerwartungen in Linksverkehr-Ländern wie Großbritannien, Japan oder eben Südafrika wird es den SLR McLaren nur als Linkslenker-Version geben. In ein paar Tagen gehört die Aufmerksamkeit also wieder den Pavianen und Pinguinen.

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